• 21.03.2016, 11:38:31
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ÖAMTC: Beim Osterurlaub im Ausland auf Tempolimits achten

Höhere Strafen drohen, junge Lenker müssen besonders aufpassen

Utl.: Höhere Strafen drohen, junge Lenker müssen besonders aufpassen =

Wien (OTS) - Auch dieses Jahr nützen viele Urlauber die
Osterfeiertage für einen Kurzurlaub im europäischen Ausland. Wer in
die österreichischen Nachbarländer reist, ist oft mit dem Auto
unterwegs. "Doch Achtung: Im Ausland gelten mitunter andere
Tempolimits als in Österreich. Wer nicht informiert ist, riskiert
hohe Strafen", warnt ÖAMTC-Touristikerin Kristina Tauer. Daher haben
die Touristikexperten des Clubs eruiert, wo man wie schnell unterwegs
sein darf und welche "Spezial-Regelungen" es gibt.

* Italien: Führerscheinneulinge müssen sich hier an eigene
Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. In den ersten drei Jahren nach
Ausstellung des Führerscheins darf man auf Autobahnen nur 100 statt
130 km/h, auf Schnellstraßen nur 90 statt 110 km/h fahren. Diese
Regelung gilt auch für ausländische Lenker. Besonders hohes Strafgeld
ist in Italien bei Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit
fällig: 20 km/h zu schnell bedeuten mindestens 170 Euro Strafe, bei
einer Überschreitung von 50 km/h sogar mindestens 530 Euro. Wird man
zwischen 22 und 7 Uhr beim zu schnellen Fahren erwischt, erhöhen sich
die Strafen um ein Drittel.

* Kroatien: Auch in Kroatien gelten besondere Regelungen für junge
Lenker. Lenker unter 25 Jahren müssen immer 10 km/h langsamer fahren
als ältere Autofahrer. Außerorts gilt für sie daher ein Tempolimit
von 80 statt 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 statt 110 km/h und auf
der Autobahn 120 statt 130 km/h.

* Deutschland: Als Richtwert gilt in Deutschlands hochrangigem
Straßennetz 130 km/h. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen gibt
es nicht. Im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit muss man seine
Geschwindigkeit natürlich trotzdem der Situation anpassen. Auf vielen
Streckenabschnitten gibt es aber sehr wohl
Geschwindigkeitsbeschränkungen – beispielsweise beim Großen Deutschen
Eck auf Teilen der A8 zwischen Salzburg und München. Die
entsprechende Beschilderung gibt Auskunft über die tatsächlich
erlaubte Geschwindigkeit.

* Slowenien, Tschechien, Slowakei und Ungarn: In diesen Ländern gilt
auf Landstraßen ein Tempolimit von 90 km/h und auf Autobahnen 130
km/h (auf Stadtautobahnen in der Slowakei gilt 90 km/h). Wer
schneller unterwegs ist, hat mit hohen Strafen zu rechnen. In Ungarn
sind bei einer Überschreitung von 20 km/h bis zu 100 Euro, wenn man
50 km/h zu schnell ist, 195 Euro fällig. In Slowenien beginnt bei
einer Übertretung von mehr als 50 km/h die Strafe bei einem Minimum
von 500 Euro und in der Slowakei bei 650 Euro.

* Schweiz: Auch bei den Eidgenossen kann es teuer werden, wenn man
sich nicht an das Tempolimit (außerorts 80 km/h und Autobahn 120
km/h) hält. Wer die erlaubte Geschwindigkeit um 20 km/h
überschreitet, zahlt mindestens 165 Euro.

Unterschiedliche Limits auch abseits der österreichischen
Nachbarländer

Nicht nur in den Nachbarländern Österreichs sind Tempolimits und
Strafen anders geregelt als bei uns. Auch wer weiter weg mit dem Auto
unterwegs ist – beispielsweise mit einem Mietwagen – sollte sich
vorab informieren.

* Skandinavien: In Norwegen gelten europaweit die niedrigsten
Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auf Autobahnen darf mit maximal 90
km/h gefahren werden. Nur auf zwei Strecken sind 100 km/h erlaubt.
Auch im Nachbarland Schweden gibt es Autobahnabschnitte, auf denen
nur 90 km/h erlaubt sind. In Finnland richtet sich die Strafe für
schwere Geschwindigkeitsübertretungen ab
50 km/h nach dem Nettomonatsverdienst des Rasers.

Detaillierte Infos zu wichtigen Verkehrsbestimmungen, auch
außerhalb Europas, findet man in der Länder-Info unter
www.oeamtc.at/laenderinfo.

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