ORF III am Dienstag: „erLesen“ mit Faber, Nitsch, Ahadi und Gelbard, „Aus dem Rahmen“ im Stift St. Florian

Außerdem: Cranachs „Paradies“ in „100 Meisterwerke“, „Geheimakte Jesus – Die Evangelien der Ketzer“ und „Sœur Sourire“ im „euro.film“

Wien (OTS) - Ganz im Zeichen von Religion und Spiritualität steht ORF III Kultur und Information am Dienstag, dem 22. März 2016. Bevor „Mythos Geschichte“ im Hautabend die „Geheimakte Jesus“ öffnet, Heinz Sichrovsky nach den Bekenntnissen seiner „erLesenen“ Gäste fragt und Karl Hohenlohe für „Aus dem Rahmen“ in eines der bedeutendsten Barockklöster Europas führt, statten Museumsdirektorin Sabine Haag und Schriftsteller Michael Köhlmeier dem „Paradies“ einen vorabendlichen Besuch ab: Was das gleichnamige Gemälde des Renaissancemalers Lucas Cranach d. Ä. für seine religiös-bewegten Zeitgenossinnen und Zeitgenossen bedeutet haben mochte, fragt eine neue Ausgabe der Kunstreihe „100 Meisterwerke“ (19.40 Uhr).

Im Hauptabend beleuchtet die Dokumentation „Geheimakte Jesus – Die Evangelien der Ketzer“ (20.15 Uhr) die Gnostiker – eine jener Gruppierungen, die sich im zweiten Jahrhundert nach Christus mit einer eigenen Glaubenspraxis und Glaubenslehre abspaltete und auf die u. a. das Judas-Evangelium zurückgeht. Ihre – für Christen ihrer Zeit schockierenden – Behauptungen, führten zu erbittertem Widerstand, bis hin zu Verbot und Verfolgung.

In einer neuen Ausgabe des Büchermagazins „erLesen“ (21.05 Uhr) begrüßt Heinz Sichrovsky schließlich Dompfarrer Toni Faber, Zeitzeuge Rudolf Gelbard, die politische Aktivistin und Atheistin Mina Ahadi sowie Aktionskünstler Hermann Nitsch. Toni Faber ist prominenter Ansprechpartner für Wiedereintrittsverfahren in der katholischen Kirche. Wenn Ausgetretene wieder zur Glaubensgemeinschaft zurückzukehren, gehören meist große spirituelle Reife sowie ein lebensbiografischer Wendepunkt dazu, so Faber. Die gebürtige Iranerin Mina Ahadi hat dem Glauben schon früh abgeschworen. Nach politischen Protestaktionen wurde sie in ihrer ursprünglichen Heimat vom Studium ausgeschlossen, vom iranischen Geheimdienst verfolgt und zum Tode verurteilt. Ihr Mann wurde festgenommen und hingerichtet, sie selbst konnte ins Exil fliehen. Rudolf Gelbard wurde als Kind jüdischer Eltern ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Heute ist er einer der letzten Überlebenden des Lagers. Seit seiner Befreiung setzt er sich für die Aufklärung der NS-Verbrechen ein. Hermann Nitsch provoziert mit seinem Orgien-Mysterien-Theater nicht nur Tierschützer, sondern auch Theologen, die ihm mitunter die Verunglimpfung der christlichen Religion vorwerfen.

Anschließend besucht Karl Hohenlohe in „Aus dem Rahmen“ (21.55 Uhr) das oberösterreichische Stift St. Florian, das der Überlieferung zufolge auf den Märtyrertod des heiligen Florian im neunten Jahrhundert zurückgeht. Neben seinen zahlreichen Kunstschätzen und beeindruckenden Andachtsräumen beherbergt das ehrwürdige Gebäude auch die weltweit bekannte Brucknerorgel.

Der „euro.film“ zeigt schließlich den vielfach ausgezeichneten französisch-belgischen Spielfilm „Sœur Sourire“ (22.30 Uhr) aus dem Jahr 2009 über das bewegte Leben der singenden Nonne Jeannine, die sich in den 1960er Jahren gegen ihr Elternhaus auflehnt und eine Karriere als Missionarin in den damals noch existenten belgischen Kolonien anstrebt. Als den Geistlichen die schöne Stimme der Novizin auffällt, lädt man sie zu Plattenaufnahmen ein. Vom vielen Geld, das der Welthit einspielt, sieht Jeannine aber wenig. Unter der Regie von Stijn Coninx ist Cécile de France in der Titelrolle zu sehen.

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