Europäische Asylpolitik muss wieder Menschenrechtspolitik werden

Genug mit "hässlichen Bildern"

Wien (OTS) - Am 19. März 2016 gehen europaweit tausende Menschen für eine Flüchtlingspolitik der Menschenrechte und der Solidarität auf die Strasse. Die Grünen Wien unterstützen die Veranstaltung und bekräftigen ihre Forderungen nach einer menschenrechtlichen und nach einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik.

"In diesen Stunden werden die Menschenrechte mit Füßen getreten, das Asylrecht ausgehöhlt, Kinderrechte verhöhnt. Es ist eine europäische Schande, was sich dieser Tage in Idomeni abspielt. Es ist eine Schande, dass Kinder im Schlamm leben, Menschen in regennassen Zelten übernachten, Familien seit Tagen warten und nicht wissen, wie es für Sie weiter geht. Sie haben Frieden verdient, das Versagen Europas traumatisiert sie vielfach aber erneut. So dürfen wir nicht mit anderen Menschen umgehen", beschreibt Faika El-Nagashi, Menschenrechtssprecherin der Grünen Wien, das aktuelle Symbol der Krise europäischer Asylpolitik.

"Für uns Grüne ist klar, dass wir für eine menschenrechtliche Flüchtlingspolitik stehen. Die katastrophalen Zustände in Griechenland müssen ein sofortiges Ende haben. Genug der "hässlichen Bilder", darauf hat Sebastian Kurz schon das Copyright. Jetzt geht es darum, endlich eine gemeinsame europäische Asylpolitik umzusetzen", ergänzt Joachim Kovacs, Landessprecher der Wiener Grünen.

"Länder, die sich weiter einem solidarischen Europa verweigern, müssen dies in Zukunft finanziell spüren. Brüssel muss Gelder an die Kooperationswilligkeit der Mitgliedstaaten bei der Aufnahme von Flüchtenden koppeln. Legale Fluchtwege - Kanada oder Brasilien machen es vor - und legale Zugänge zu einem gemeinsamen europäischen Asylwesen, so schaut gelebtes Menschenrecht aus", so El-Nagashi und Kovacs abschließend.

Hinweis: Die Grünen Wien unterstützen die internationale Demonstration "Flüchtlinge willkommen" der Plattform für eine menschliche Asylpolitik:
19. März 2016, 13:00 Uhr Karlsplatz (Demonstration zieht am Parlament vorbei zum Haus der EU)

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