Sima: CopaNEU auf Schiene

Europaweiter Realisierungs-Wettbewerb abgeschlossen – Neugestaltung ab 2017 – Copa Beach für heurigen Sommer gesichert

Wien (OTS) - Nach Abschluss aller Rechtsverfahren zu Gunsten der Stadt Wien steht einer Neugestaltung der Copa Cagrana an der Neuen Donau nichts mehr im Wege. „Der europaweite Realisierungswettbewerb ist abgeschlossen, eine namhafte Jury hat das Siegerprojekt gekürt. Ich freue mich auf den Neustart des künftigen Top-Freizeitareals, das ab heute CopaNEU heißt“, so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke.

Ziel war es, das Freizeitareal auf insgesamt 3 ha und einer 300 langen Wasserfront neu zu beleben, mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen, mit unterschiedlicher Gastronomie und vielen Freiflächen. Das Gastro-Angebot selber war jedoch nicht Teil des Wettbewerbs, dieses wird erst im nächsten Schritt definiert. Die Wettbewerbssieger werden nun beauftragt, einen Masterplan zu erstellen, der Grundlage für die Flächendwidmung ist. „Wir werden das Gelände neu modellieren, es wird nicht mehr Lokal an Lokal stehen, sondern viele Freiflächen anbieten und Gebäude auf unterschiedlichen Höhen haben“, so Sima. „Die CopaNEU wird zum Top-Freizeitparadies für die Wienerinnen und Wiener, es ist öffentlich perfekt mit der U-Bahn erreichbar und soll ganzjährig genutzt werden“, so Sima. Wien bekommt eine Waterfront, die einer Millionenstadt, die bereits zum 7. Mal in Serie zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde, auch würdig ist, so Sima weiter.

CopaNEU auf Schiene

46 nationale und internationale Architekten haben Teilnahmeanträge in Form von Referenzprojekten für die Neugestaltung der Copa eingereicht Eine hochkarätige Jury hat in mehreren Wertungsdurchgängen aus den hervorragenden Einreichungen im Herbst schließlich 9 Anbieter ausgewählt, die alle Kriterien erfüllt haben und in der Folge die erforderlichen Wettbewerbsbeiträge eingereicht haben.

In der Jurysitzung würdigte das Preisgericht das überdurchschnittliche Niveau aller vorgelegten Lösungsvorschläge hinsichtlich der Vielfalt der Typologien, der Innovationen, der Aussagekraft und des Ausarbeitungsgrades.

Die Expertenjury unter dem Vorsitz von Architekt Albert Wimmer hat das Siegerprojekt ausgewählt. Es wurde vom Tiroler Büro LAAC zt GmbH, der Architektin DI Kathrin Aste und dem Architekten DI Frank Ludin entworfen.

„Die wesentliche Qualität des Konzeptes liegt in der überzeugenden Verknüpfung der unterschiedlichen Ebenen am Ufer den Neuen Donau“, so Wimmer.

o Stadt und Ufer werden durch fließende Wege und Plätze verbunden. Trennende Barrieren entfallen, vielfältige Zugänge ermöglicht.
o Es erfolgt eine gezielte Definition von unterschiedlichen Nutzungsbereichen.
o Dabei wird die Eingangssituation an der Reichsbrücke (Copa Fields) ebenso hervorgehoben wie die eigentliche Uferkante (Copa Beach) und der die dahinterliegenden Bezirksteile verbindende Teil (Copa Plaza). o Alle drei Bereiche weisen ausgewiesene Zonen für Bewegung, Verweilzonen und bebaubare Zonen auf.
o Die bebaubaren Bereiche sind punktförmig oder als Bebauungsfelder, die durch die Bewegungsräume definiert werden, strategisch richtig gesetzt.
o Die Bebauungspotentiale sind auf wirtschaftlich vernünftige Dimensionen beschränkt und integrieren den vorhandenen Bestand (Griechisches und Mexikanisches Lokal)
o Die Bewegungszonen und Erschließungswege sind fließend miteinander verknüpft und weisen eine angenehme in alle Richtungen offene Dimension auf.
o Die neue Garage in Teil B wird geschickt mit einer überdeckten Zufahrtssituation, die eine generelle Erreichbarkeit Cagrana Plaza und der Uferzone für Fahrzeuge bewerkstelligt, und einem Restaurantgebäude verknüpft.
o Das angebotene Konzept bietet Spielräume für weitere Entwicklungen. o Das angebotene Wege-System sieht eine entsprechend plausible und nachvollziehbare Entflechtung der Verkehrsteilnehmer vor.
o Das Konzept schafft eine sinnvolle Bündelung der Funktionen ohne die Großzügigkeit der Gesamtanlage einzuschränken.
o Welche konkreten Lokale errichtet werden, ist noch offen.
o Es folgt nun der Masterplan,
o die Definition der Baufelder mit der entsprechenden Detaillierung der Bebauungsbestimmungen,
o die exakte Geländemodellierung und die
o Oberflächengestaltung
o Die Gastro-Elemente werden in einem nächsten Schritt ausgewählt und realisiert

Zwischennutzung Sommer 2016 – CopaBeach NEU

Aufgrund der Planungsarbeiten und der Einreichungsfristen kann die Neugestaltung zu Jahresbeginn 2017 in Angriff genommen werden. Für den heurigen Sommer plant die Stadt einen erweiterten CopaBeach mit Sandflächen, Liegestühlen und Sonnenschirmen so wie Food Trucks. Die beiden im Vorjahr eröffneten Lokale mit Direktpächtern der Stadt, das griechische und das mexikanische Lokal, sind ohnehin ganzjährig geöffnet. „Auf den geräumten Flächen können wir heuer einen noch größeren Bereich für die Wienerinnen und Wiener direkt am Wasser mit unterschiedlicher Gastronomie anbieten“, so Sima.

Stadt Wien hat alle Verfahren gewonnen

Der Weg bis zur heutigen Präsentation der neuen Pläne war ein langer:

o Die Stadt Wien hat im Oktober 2010 eine Räumungsklage gegen den Generalpächter eingebracht,
o Der Pächter hatte das Areal verfallen lassen und hatte zudem Pachtrückstände.
o Im Februar 2015 hat die Stadt Wien in 1. Instanz Recht bekommen
o Nach der Berufung durch den Generalpächter hat die Stadt im Herbst 2015 auch in 2. Instanz gewonnen
o Insgesamt hat der Generalpächter 40 (!) Klagen gegen die Stadt eingebracht, er hat jede Möglichkeit genutzt, die Verfahren zu verschleppen und hat alle Rechtsmittel ausgenutzt.
o Geholfen hat ihm dies alles nichts: Die Stadt hat bisher alle relevanten Verfahren gewonnen.
o Die Stadt hat während des 5jährigen Rechtsstreits alle gesetzlichen Möglichkeiten genutzt, um das Areal zu verschönern bzw. sicher zu machen:
o So hat sie Ende 2014 aufgrund einer „drohenden Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen und für die Umwelt“ die sofortige Entfernung eines schwimmenden Lokals am linken Ufer der neuen Donau angeordnet.
o Die 750 m2 im Wasser schwimmende Anlage war wasserrechtlich nicht genehmigt
o Sie lag im Hochwasserabflussbereich und stellte eine akute Gefahr dar.
o Im Juni 2015 hat der Verwaltungsgerichtshof bestätigt, dass Lokale an der Copa Cagrana ohne wasserrechtliche Bewilligung nicht betrieben werden dürfen
o Die Stadt Wien hat in der Folge diese 7 nicht genehmigten Lokale auf Kosten des Generalpächters entfernt
o Im Juli 2015 wurden jene 2 neuen Lokale eröffnet, mit denen die Stadt Wien seit jeher einen Direkt-Pacht-Vertrag hatte. Das griechische und mexikanische Lokal sind hochwassersicher errichtet und für den ganzjährigen Betrieb konzipiert
o Neben den beiden neuen Lokalen hat die Stadt Wien im Sommer 2015 den temporären „Copa Beach“ errichtet, eine Chill-Area mit Liegestühlen und Sonnenschirmen
o Der CopaBeach befindet sich auf jenen Flächen, auf denen die Brandruinen eines Unterpächters ebenfalls durch die Stadt entfernt werden konnten.
o Am 27. Oktober 2015 hat das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien schließlich jenes Urteil bestätigt, wonach der Generalpächter die Copa Cagrana endgültig zu räumen hat.
o Am 31.12.2015 wurde schließlich diese zwangsweise Räumung der „Lokale am Wasser Nr. 3 bis 13“ bewilligt.
o Im Februar 2016 kam es zur endgültigen, zwangsweisen Räumung und Abriss der Lokale.
o Ein gerichtlich bestellter Exekutor nahm – auf Kosten des Generalpächters Weber - die Räumung vor
o Mit der Entscheidung nach dem Ideenwettbewerb kann mit der Umsetzung der Neugestaltung begonnen werden.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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