- 15.03.2016, 13:26:38
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Oberhauser zu WHO Studie: Mehr positive als negative Entwicklungen bei Europas SchülerInnen
Konsum von Softdrinks, Zigaretten und Alkohol geht europaweit zurück - Mehr als 80 Prozent der SchülerInnen sind mit ihrem Leben zufrieden
Utl.: Konsum von Softdrinks, Zigaretten und Alkohol geht europaweit
zurück - Mehr als 80 Prozent der SchülerInnen sind mit ihrem
Leben zufrieden =
Wien (OTS) - Die WHO präsentierte heute, Dienstag, die Ergebnisse der
internationalen Studie „Health Behaviour in School-aged Children“
(HBSC). Im Schuljahr 2013/14 nahmen 220.000 europäische SchülerInnen
im Alter von 11 bis 15 Jahren teil. „Die Daten der aktuellen
HBSC-Studie zeigen mehr positive als negative Entwicklungen seit der
letzten Erhebung 2009/10“, freut sich Gesundheitsministerin Sabine
Oberhauser. Österreichische SchülerInnen haben im Vergleich eine hohe
Lebenszufriedenheit, geringere physische und psychische Beschwerden
und ernähren sich gesünder als der europäische Durchschnitt.
Allerdings beginnen österreichische SchülerInnen bereits sehr früh
mit dem Rauchen und dem Alkoholkonsum. „Mit der im vergangenen Jahr
gestarteten Anti-Rauch Initiative ‚Leb dein Leben. Ohne Rauch.
YOLO!‘, eine Tabakpräventionsinitiative für 10- bis 14-Jährige,
setzen wir genau hier an“, erklärt Gesundheitsministerin Oberhauser.
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Zigaretten- und Alkoholkonsum rückläufig
Insgesamt sind bei den 15-jährigen Mädchen und Burschen der
Zigaretten- und Alkoholkonsum rückläufig. Der Anteil der 15-Jährigen,
die angaben, schon mit 13 Jahren das erste Mal geraucht zu haben, lag
2014 im Schnitt bei 17 Prozent. Vier Jahre davor waren es noch 24
Prozent. Der wöchentliche Alkoholkonsum ist bei den 15-Jährigen von
21 Prozent auf 13 Prozent gesunken. Auch der Cannabiskonsum
verzeichnet einen leichten Rückgang. Erstmals fällt Österreich nicht
mehr durch überdurchschnittlich hohe Raucherraten in dieser
Altersgruppe auf. Allerdings ist das durchschnittliche Einstiegsalter
bei jenen, die rauchen oder Alkohol trinken, in Österreich nach wie
vor niedriger als in vielen anderen Ländern.
Übergewicht und Adipositas sind zwar häufiger bei Burschen als bei
Mädchen zu beobachten. Verglichen mit den Burschen empfinden sich
aber wesentlich mehr Mädchen als zu dick. Etwa ein Drittel der
15-jährigen Mädchen möchte deshalb an Gewicht verlieren.
Je älter die SchülerInnen sind, desto seltener werden die Mahlzeiten
mit der Familie. Das tägliche Frühstück lassen viele SchülerInnen mit
steigendem Alter überhaupt aus. Da ist Österreich leider keine
Ausnahme. Hingegen ist der Konsum von Softdrinks international, vor
allem bei den 15-Jährigen zurückgegangen. Sehr erfreulich ist, dass
österreichische SchülerInnen einen vergleichsweise hohen täglichen
Obstkonsum haben.
Weniger als die Hälfte der SchülerInnen erfüllen die
Bewegungsempfehlungen der WHO. Diese legen täglich mindestens eine
Stunde Bewegung mit mittlerer bis hoher Intensität nahe. Österreich
schneidet hier im europäischen Vergleich gut ab: eine relativ hohe
Rate an SchülerInnen bewegen sich zumindest zwei Stunden pro Woche
körperlich intensiv.
Mehr als 80 Prozent der SchülerInnen mit ihrem Leben zufrieden
Mehr als 80 Prozent der teilnehmenden SchülerInnen sind mit ihrem
Leben sehr zufrieden. Hier schneiden die österreichischen
SchülerInnen sogar noch etwas besser ab als ihre Peers aus den
meisten anderen Ländern. Auch physische und psychische Beschwerden
treten in Österreich in dieser Altersgruppe mit einer etwas
niedrigeren Frequenz auf als im restlichen Europa. Hingegen sind die
Bullying-Raten, also Mobbing unter SchülerInnen, zwar etwas
zurückgegangen, aber im Vergleich mit anderen Ländern immer noch
hoch.
Die meisten SchülerInnen bezeichnen die Beziehung zu ihren Eltern als
gut. Verbessert hat sich vor allem die Kommunikation mit den Vätern.
Die Verbundenheit zur Schule sinkt mit zunehmendem Alter ebenso wie
die subjektive schulische Leistungsfähigkeit. In beiden Fällen
schneiden hier Mädchen besser ab als Burschen. Der schulische
Leistungsdruck ist für 15-Jährige leicht gestiegen.
An der HBSC-Erhebung im Schuljahr 2013/2014 haben insgesamt 40
europäische Länder und Regionen, sowie Kanada und Israel
teilgenommen. Die HBSC-Studie ist eine Langzeitstudie zur Kinder- und
Jugendgesundheit. Dafür werden in einem Vierjahresrhythmus
selbstberichtete Daten zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten
systematisch und wiederholt beobachtet. Befragt werden Schülerinnen
und Schüler der 5., 7., und 9. Schulstufe. In einigen Ländern wie
Österreich nehmen seit 2010 auch SchülerInnen der 11. Schulstufe
teil, für die es aber nur nationale Auswertungen gibt. Die erste
Erhebung fand im Schuljahr 1983/84 statt. Die österreichische
HBSC-Studie – die Ergebnisse der Befragung 2013/2014 wurden bereits
im Juni 2015 präsentiert –, wird vom Bundesministerium für Gesundheit
beauftragt und ko-finanziert.
Die internationale HBSC-Studie kann auf der Website
http://www.euro.who.int/en/hbsc-report-2016
heruntergeladen werden. (Schluss)
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