- 15.03.2016, 09:30:01
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Bilanz 2015: Allianz Österreich steigert Gewinn
Combined Ratio verbesserte sich auf 94,0 Prozent Lebensversicherung: Mit 3,3 Prozent Top-Gewinnbeteiligung Ausblick: Allianz erfindet Kfz-Schadenabwicklung neu
Utl.: Combined Ratio verbesserte sich auf 94,0 Prozent
Lebensversicherung: Mit 3,3 Prozent Top-Gewinnbeteiligung
Ausblick: Allianz erfindet Kfz-Schadenabwicklung neu =
Wien (OTS) - Die Allianz Gruppe in Österreich konnte trotz eines
schwierigen Umfeldes im Vorjahresvergleich ihre Ergebnisse deutlich
verbessern: Das um 11,7 Prozent gesteigerte Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit beweise, dass man sich auch in herausfordernden
Zeiten gut entwickeln könne. „Wir sind profitabel und gesund
aufgestellt – das zeigt auch das zweitbeste versicherungstechnische
Ergebnis in unserer Geschichte“, erklärte Dr. Wolfram Littich,
Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, am Dienstag
vor Journalisten.
Neue klassische Lebensversicherung boomt
Im Segment Schaden- und Unfallversicherung wurden die abgegrenzten
Bruttoprämien von 917,7 Millionen Euro auf 919,3 Millionen Euro (+0,2
Prozent) gesteigert. Bei den einzelnen Sparten sticht insbesondere
die Unfallversicherung heraus, die um 5,2 Prozent auf 86,2 Millionen
Euro zulegte. Auch in der Krankenversicherung stehen die Zeichen
weiter auf Zubau: Die Prämien stiegen von 60,1 Millionen Euro um 5,6
Prozent auf 63,5 Millionen Euro. Ebenso gab es in der
Lebensversicherung erfreuliche Zuwächse zu verzeichnen: Bei den
Einnahmen gegen laufende Prämien konnte mit 365,9 Millionen Euro der
Rekordwert aus dem Vorjahr übertroffen werden (+0,6 Prozent).
Besonders stark wurde von den Kunden das zu Beginn 2015 eingeführte
neue klassische Lebensversicherungsprodukt „Fixkosten Plus“
nachgefragt, das im Gesamtjahr zu mehr als 40 Prozent des
Neugeschäfts beitrug: Dieses weist einen Garantiezins von null
Prozent auf, die Kundenrendite ist im Vergleich zu einer
konventionellen Lebensversicherung mit Garantiezins um
durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte höher. „Aktuell haben wir bei
diesem Produkt mit 3,3 Prozent die höchste gesamte Gewinnbeteiligung
unter unseren Peers“, so Littich.
Getrieben durch das volatile Einmalerlagsgeschäft, das von 41,3
Millionen Euro im Vorjahr um 20,1 Prozent auf 33,0 Millionen Euro
zurückging, sanken die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung
insgesamt um 1,6 Prozent, von 405,2 Millionen Euro im Jahr 2014 auf
398,9 Millionen Euro im Jahr 2015. „In der Krankenversicherung sind
wir um 1,3 Prozentpunkte, bei der laufenden Prämie in der
Lebensversicherung um 1,5 Prozentpunkte über dem Markt gewachsen“, so
Littich. Über alle Geschäftsbereiche gerechnet, befanden sich die
abgegrenzten Bruttoprämien mit 1.381,6 Millionen Euro knapp (-0,1
Prozent) unter dem Vorjahresniveau von 1.383,0 Millionen Euro.
Aufwendungen für Versicherungsfälle leicht über Vorjahresniveau
Im Segment Schaden- und Unfallversicherung sanken die Aufwendungen um
5,4 Prozent, von 636,7 Millionen Euro auf 602,3 Millionen Euro. In
der Lebensversicherung wurden mit 348,5 Millionen Euro (2014: 295,5
Millionen Euro) um 18,0 Prozent mehr Leistungen ausbezahlt als 2014,
getrieben durch ablaufende Einmalerläge. In der Krankenversicherung
stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 7,4 Prozent: von
35,4 Millionen Euro auf 38,1 Millionen Euro. Die Aufwendungen, über
alle Geschäftsbereiche gerechnet, lagen um 2,2 Prozent über dem
Vorjahresniveau: „Im Jahr 2015 haben wir Leistungen in Höhe von
insgesamt 988,9 Millionen Euro an unsere Kunden ausbezahlt“, erklärte
Littich.
Gewinn stieg um 16,6 Prozent
„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hatten wir ein
außerordentlich gutes Jahr“, betonte Littich. Mit 74,9 Millionen Euro
blieb das versicherungstechnische Ergebnis 2015 nur um 3,3 Prozent
unter dem Rekordwert des Vorjahres (77,5 Millionen Euro). Die
Combined Ratio war mit 94,0 Prozent (2014: 94,4 Prozent) im
Branchenvergleich wieder ein sehr guter Wert. Auch das
Investmentergebnis konnte gesteigert werden: Es befand sich mit 230,1
Millionen Euro um 10,3 Prozent über dem Niveau von 2014 (208,6
Millionen Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EGT) legte von 110,1 Millionen Euro im Vorjahr um 11,7 Prozent auf
123,0 Millionen Euro zu. Der Jahresgewinn nach Steuern stieg von 80,1
Millionen Euro im Jahr 2014 um 16,6 Prozent auf 93,3 Millionen Euro.
2016: „Einfach“ als Motto für die Neugestaltung der Kundenbeziehungen
Das Geschäftsmodell der Versicherungsbranche gilt traditionellerweise
als komplex: Die Kunden sind mit vielschichten Antragsfragen, dicken
Polizzenordnern und umfangreichen Bedingungswerken konfrontiert.
Kundenbedürfnisse verändern sich aktuell rasant – was in anderen
Industrien vorgelebt wird, beeinflusst auch die Erwartungshaltung der
Kunden an ihre Versicherung grundlegend. Deshalb leitet die Allianz
Österreich als „first mover“ in der Branche einen strategischen
Prozess ein, der die Gestaltung der Kundenbeziehungen in eine neue
Dimension führt: Alle Prozesse und Kontaktpunkte in der Interaktion
mit Kunden werden analysiert und zielgerichtet neu gestaltet. Im Kern
seien diese Initiativen darauf ausgerichtet, es für die Kunden
„einfacher“ zu machen, betont Littich: Bei Orientierung, Erstkontakt,
Gespräch, Abschluss sowie im Schaden- und Leistungsfall.
Als Beispiel für die „neue Einfachheit“ führte Littich eine
weitreichende Innovation in der Schadenabwicklung an, die sich seit
Anfang März in einer Testphase befindet: Mit der neuen „Allianz
Schaden Express App“ können Kunden mit ihrer Smartphone-Kamera
Schäden an ihrem Auto in einem computeranimierten 3D-Modell
dokumentieren. Innerhalb einer Stunde – vorbehaltlich positiver
Deckungs- und Haftungsprüfung – bekommen sie auf Wunsch ein
Ablöseangebot oder eine Reparaturfreigabe. „Mit diesem Tempo setzen
wir ganz neue Maßstäbe in der Schadenregulierung“, so Littich
abschließend.
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Foto: Dr. Wolfram Littich (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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