- 14.03.2016, 10:41:33
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Fünf Jahre Krieg in Syrien
Mangelnde Perspektiven treiben immer mehr Menschen zur Flucht
Utl.: Mangelnde Perspektiven treiben immer mehr Menschen zur Flucht =
Wien (OTS) - Nach 5 Jahren Krieg und Bürgerkrieg fehlt es den
Menschen in Syrien, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern in den
Nachbarländern festsitzen, an fast allem. „Inzwischen ist für die
Menschen dort der Zugang zu medizinischer Versorgung schwierig
geworden, hunderttausende Kinder haben seit Jahren keine Schule
besucht. Selbst Grundbedürfnisse zu befriedigen wie Wäsche waschen
und die tägliche Hygiene, ist kaum noch möglich“, zeigt Dagmar
Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe die wichtigsten
Ansatzpunkte für humanitäre Hilfe in der Bürgerkriegsregion um Syrien
auf.
Diakonie hilft
Seit 2012 hilft die Diakonie Katastrophenhilfe über das
internationale Hilfsnetzwerk der ACT Alliance, die Not der Menschen
in Syrien und den angrenzenden Nachbarländern zu lindern. Neben der
Versorgung mit lebensnotwendigen Hilfsgütern steigt der Bedarf an
längerfristigen Maßnahmen an. „Wegen der anhaltenden Krise sind
alternative Lösungen für die betroffene Bevölkerung immer mehr
gefragt“, betont Dagmar Lassmann.
Deshalb verstärkt das Hilfsnetzwerk der Diakonie zusätzlich zur
laufenden Nothilfe für neu eintreffende Familien auch
Bildungsprogramme für Kinder und Erwachsene. Außerdem schafft das
Hilfsnetzwerk der Diakonie eine medizinische Basisversorgung von
chronisch Kranken, sowie Arbeitsmöglichkeiten im Rahmen von
Hilfsmaßnahmen.
„Ohne die Schaffung einer mittelfristigen Perspektive werden immer
mehr Menschen aus der Kriegsregion nach Europa fliehen. Daher braucht
es auch von Österreich mehr als nur Lippenbekenntnisse, um die
notwendige Hilfe vor Ort zu finanzieren“, ergänzt Lassmann.
aktuelle Zahlen
4,8 Millionen Menschen sind aus Syrien bereits in die Nachbarländer
geflohen, 13,5 Millionen SyrerInnen sind in der Region mittlerweile
auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 50% der Syrer mussten seit
Ausbruch des Konflikts 2011 ihr zu Hause verlassen. Schätzungen
zufolge haben bisher bereits 250.000 Menschen durch den Krieg ihr
Leben verloren.
Die Auswirkungen der Krise sind vor allem in umkämpften Gebieten in
Syrien verheerend. Mangelnder Zugang zu medizinischer Versorgung,
eingeschränkter Zugang zu Trinkwasser und Elektrizität, und Engpässe
in der Versorgung mit Nahrung bedrohen das Leben der Menschen. Hier
zeigt ein Faktum den Schweregrad der Situation sehr deutlich: die
durchschnittliche Lebenserwartung, die vor dem Krieg bei 75 Jahren
lag, beträgt laut Vereinten Nationen heute nur mehr 55 Jahre.
Laut WHO sind mehr als die Hälfte der Krankenhäuser in Syrien nicht
mehr funktionstüchtig, da sie schwer beschädigt oder zerstört wurden.
Das bedeutet, dass jetzt im Schnitt 325.000 SyrerInnen ein
Krankenhaus zur Verfügung steht.
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