- 12.03.2016, 11:51:10
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Küberl: Glaubwürdigkeit des ORF nicht gefährden
Unabhängiger Kirchenvertreter im ORF hält Anfragen der Stiftungsräte zu "In Zentrum" für angebracht - ORF soll seine Informationsstrategie zu Großthemen weiterentwickeln und kreativen Mix aus Meinungsviefalt und Expertenwissen bieten
Utl.: Unabhängiger Kirchenvertreter im ORF hält Anfragen der
Stiftungsräte zu "In Zentrum" für angebracht - ORF soll seine
Informationsstrategie zu Großthemen weiterentwickeln und
kreativen Mix aus Meinungsviefalt und Expertenwissen bieten =
Wien (KAP) - Die besondere Stellung des ORF als öffentlich-rechtliche
Medieneinrichtung liegt an seiner Glaubwürdigkeit, die sich an den
gesellschaftlichen Großthemen erweisen muss. Das hat Franz Küberl in
seiner Eigenschaft als ORF-Stiftungsrat am Samstag im Interview mit
"Kathpress" betont. "Ich halte daher die Anfragen von
ORF-Stiftungsräten an den ORF-Generaldirektor für angebracht", so
Küberl im Blick auf die Debatte über die Einladung von Werner Faymann
in die Sendung "Im Zentrum" am Sonntag, wo der Bundeskanzler diesmal
nicht mit anderen Diskutanten, sondern alleine teilnimmt.
Gleichzeitig plädierte Küberl dafür, dass der ORF seine
"Informationsstrategie zu den großen Themen überdenken und
weiterentwickeln" soll.
Die letzten Monate hätten gezeigt, wie wichtig eine umfassende,
objektive und unabhängige Berichterstattung über die
Flüchtlingssituation sei. "Der ORF hat hier eine enorme
Verantwortung. Wenn dabei auch nur der Verdacht einer
parteipolitischen Intervention besteht, wie er jetzt von vielen
geäußert wurde, dann müssen sich die ORF-Gremien damit befassen", so
Küberl, der dem höchsten ORF-Gremium seit 1998 angehört.
Angesichts der Flüchtlingsituation und der damit verbundenen großen
Herausforderungen für Österreich und ganz Europa plädierte Küberl
dafür, dass der ORF seine Informationsstrategie überdenken und
weiterentwickeln solle. Möglich seien mehr Thementage und -wochen zu
fundamentalen Fragestellungen, bei denen es einen "kreativen Mix aus
Meinungsvielfalt und Expertenwissen" geben soll.
Im Blick auf bestehende soziale Nöte und die wichtigen Fragen nach
einem ökologisch verantwortbaren Lebensstil oder gerechten
Bedingungen in Arbeit und Wirtschaft sowie zwischen den Geschlechtern
sei viel Kompetenz in der Zivilgesellschaft, bei Kirchen und in der
Wissenschaft. Was die Parteien dazu sagen ist wichtig, aber "meist
überrepräsentiert", gab der langjährige Caritas-Präsident zu
bedenken.
((ende)) PWU
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