Premiere für ORF-Landkrimi „Drachenjungfrau“ auf der Diagonale 2016

Molinas Langfilmregiedebüt mit u. a. Rubey, Reinsperger, Aulitzky und Krassnitzer

Wien (OTS) - In Graz wird Salzburg zum Tatort: Denn bei der diesjährigen Diagonale wurde gestern, am Donnerstag, dem 10. März 2016, im Schubertkino zum fünften Mal ein Film der erfolgreichen ORF-Landkrimireihe präsentiert. In diesem brandneuen siebenten 90-Minüter tritt Manuel Rubey seinen Dienst an, um gemeinsam mit Stefanie Reinsperger am Fuße der Krimmler Wasserfälle den mysteriösen Tod einer 15-Jährigen zu untersuchen. Doch was auf den ersten Blick nach Selbstmord aussieht, entpuppt sich als Mordfall, der an die Sage der – auch titelgebenden – „Drachenjungfrau“ erinnert. Einen ersten Einblick in ihr Langfilm-Regiedebüt gab Haneke-Schülerin Catalina Molina im Rahmen des ORF-Abends gemeinsam mit u. a. den Hauptdarstellerinnen und -darstellern Manuel Rubey und Patricia Aulitzky, Drehbuchautor Nikolaus Leytner, Romanautor Manfred Baumann sowie den Produzenten Dieter und Jakob Pochlatko. Durch den Abend führte ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis. Unter den Premierengästen waren u.a. die beiden ORF-Landesdirektoren Dr. Brigitte Wolf und Gerhard Draxler, RTR-Geschäftsführer Dr. Alfred Grinschgl, Filmfonds-Wien-Geschäftsführerin MMag. Gerlinde Seitner und das neue Diagonale-Intendanten-Duo Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber.

„Drachenjungfrau“ voraussichtlich zu Jahreswechsel 2016/2017 in ORF eins

In weiteren Rollen spielen neben Rubey und Reinsperger u. a. Gerhard Greiner, „Tatort“-Kommissar Harald Krassnitzer, Christine Ostermayer, Patricia Aulitzky, Sabrina Reiter und Verena Altenberger. Das Drehbuch stammt von Nikolaus Leytner, Stefan Hafner und Thomas Weingartner nach Manfred Baumans gleichnamigem Roman. Die Dreharbeiten zu diesem 90-Minüter fanden im Sommer 2015 in Salzburg (u. a. Neukirchen am Großvenediger, Krimml und Mühlbach) statt. Zu sehen ist der ORF-Landkrimi „Drachenjungfrau“ voraussichtlich zu Jahreswechsel 2016/2017 in ORF eins. „Drachenjungfrau“ ist eine Produktion von epo-film in Koproduktion mit dem ORF, gefördert vom Fernsehfonds Austria und dem Land Salzburg.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Ein ganz spezielles TV-Erlebnis“

„,Drachenjungfrau‘ ist erneut eines jener Filmprojekte, deren Geschichte und Charaktere nur in Österreich verortet sein können“, sagt Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner und verweist auf die kreativen Alleinstellungsmerkmale und damit die dramaturgische DNA der ORF-Landkrimireihe.
„Eine in der Region verortete Sage zu einem Aufklärungsfaktor zu machen, ist genauso prägend für diesen Landkrimi wie die großartige Kriminalistenpaarung mit Stefanie Reinsperger und Manuel Rubey. Auch die Krimmler Wasserfälle sind sicherlich einer der schönsten Tatorte, die man sich vorstellen kann. Manfred Baumanns Romanvorlage birgt alle für uns so wichtigen Elemente in sich, und die kreativen Talente vor und hinter der Kamera sind bei ‚Drachenjungfrau‘ für den ORF unersetzbare ‚Partner in Crime‘, die ländliches Flair in eine moderne und heutige Geschichte betten. Allen voran Nachwuchsregisseurin Catalina Molina, die Autoren Nikolaus Leytner, Stefan Hafner und Thomas Weingartner. Mit den Landkrimis haben wir unserem Publikum das Versprechen einzigartiger regional bezogener Geschichten gegeben. Dieses Versprechen lösen wir auch im dritten Jahr ein. Wir setzen uns damit sehr bewusst von internationalen Reihen und Serien ab, die diese regionalen Identifikationselemente nicht bieten können. Mein Dank geht an alle – Schauspielerinnen, Schauspieler und Teammitglieder –, die diesen Landkrimi zu einem ganz speziellen TV-Erlebnis machen.“

Manuel Rubey: „Eine Figur mit vielen Brüchen und Geheimnissen“

In „Soko Donau“, „Tatort“ und „Schnell ermittelt“ geriet Manuel Rubey bereits ins Visier der bekanntesten ORF-Ermittler. Nun geht der Wiener Schauspieler, Kabarettist und Musiker erstmals selbst unter die TV-Kommissare, wenn mit dem neuesten ORF-Landkrimi „Drachenjungfrau“ der mörderische Streifzug durch Österreich weiter seinen Lauf nimmt. Rubey über seine Rolle als Kommissar Martin Merana: „Eine Figur mit vielen Brüchen und Geheimnissen. Eine Figur, die auf der einen Seite schon auch empathisch und sensibel ist, die auf der anderen Seite aus diversen Gründen aber gewisse Dinge nicht zulassen möchte und sich emotional verschließt. Seine Großmutter ist eigentlich die einzige, die er an sich heranlässt. Und dass er sich auf den Beruf konzentriert und Privates nicht so zulässt, ist vielleicht auch der Grund dafür, warum er gut in seiner Arbeit ist. Aber so spielt auch die Rückkehr in die Heimat eine große Rolle. Denn wenn Dinge verdrängt werden und man dann an Orte kommt, die damit in Verbindung stehen, kommt da auf jeden Fall etwas an die Oberfläche. Merana ist eine Figur, die ich wirklich interessant gefunden habe – schon allein deshalb, weil sie auf der Seite des Guten steht und ich einmal wahnsinnig gern ermitteln wollte. Einmal Polizist sein. Das habe ich noch nie gemacht, und ich schaue tatsächlich auch gerne Krimis.“

Das Besondere an der ORF-Landkrimi-Reihe: „Dass sich jedes Bundesland und jede Region präsentieren kann. Das Salzburgerische an unserer „Drachenjungfrau“ ist sicher diese unfassbare Kulisse. Man könnte die Kamera auch nur auf die Krimmler Wasserfälle halten und müsste sonst gar nichts tun.“ Und Rubey weiter über den Film: „Ohne zu viel verraten zu wollen: Was mich am Drehbuch besonders gepackt ist, ist, dass die Geschichte mit der Frage der Schuld spielt. Dass Schuld manchmal aufgeteilt werden muss und vielleicht nicht ein einziger Grund zu etwas Schrecklichem führt, sondern dass es mehrere Umstände sein können. Ich hoffe, dass diese Geschichte auch das Publikum packt, dann ist das erreicht, was man will in diesem Beruf.“

Patricia Aulitzky: „Eine tolle Herausforderung“

Patricia Aulitzky (auch ab 6. April, jeweils Mittwoch, in ORF 2 in neuen Folgen von „Lena Lorenz“) spielt Alma, die Mutter des Mordopfers und Meranas Exfreundin. Aulitzky über ihre Rolle: „Meine Figur reagiert in einer Szene auf eine ganz bestimmte Weise auf ihre Tochter, die für mich sehr schwer nachvollziehbar war. Ich will jetzt nicht zu viel vom Film verraten, aber sie reagiert aggressiv gegen ihr eigen Fleisch und Blut. In dieser Situation wäre ich persönlich gegen jemanden ganz anderen aggressiv geworden. Das war also sehr weit entfernt von mir und damit schwierig zu spielen. Eine tolle Herausforderung.“ Aulitzky, selbst Salzburgerin, über die Dreharbeiten in der Heimat: „Es war schön, so viel Salzburger Dialekt um sich zu hören und ein paar neue, tolle Kollegen aus der Heimat kennenzulernen. Endlich verstehen alle deinen Schmäh! Außerdem war ich schon ewig nicht mehr bei den Krimmler Wasserfällen, die sind einfach unglaublich beeindruckend. Auf jeden Fall hat der Ort eine ganz besondere Energie.“

Über das Besondere an der Landkrimi-Reihe: „Der Fernsehzuschauer interessiert sich offensichtlich für das vermeintlich ländliche Idyll, das umso mehr durch das Verbrechen gestört wird. Zudem punkten die Landkrimis bis jetzt immer mit hoher Qualität in punkto Geschichten, Regisseuren und Cast. Eine tolle Kombination. Darum habe ich mich sehr gefreut, dabei zu sein und mit der wunderbaren Regisseurin Catalina Molina arbeiten zu dürfen!“ Von „Drachenjungfrau“ erwarten darf sich das Publikum „Spannung, Berührung, Auseinandersetzung, außergewöhnliche Bilder und tolle Schauspieler, hoffe ich.“

Langfilm-Regiedebüt für Catalina Molina: „Spannung, Schmäh und Tränen“

Inszeniert wurde dieser Landkrimi von der für ihre Kurzfilme bereits mehrfach ausgezeichneten und in Buenos Aires geborenen österreichischen Regisseurin und Autorin Catalina Molina. „Drachenjungfrau“ ist Molinas erster Langfilm. „Für mich war im Grunde genommen alles neu. Denn ich hatte bisher weder einen Langspielfilm gemacht, noch ein fremdes Drehbuch verfilmt. Und auch das Genre selbst war neu für mich. Genau das hat mich einerseits gereizt, aber gleichzeitig gewissermaßen auch abgeschreckt. Als ich mich dann aber an die Arbeit gemacht habe, hat sich alles sehr schnell sehr vertraut angefühlt. Filmemachen ist etwas total Persönliches, ein künstlerischer Prozess, in dem es keine Rolle spielt, ob es ein studentischer Kurzfilm oder eine Auftragsarbeit fürs Fernsehen ist. Man muss sich nur darauf einlassen.“ Was sich das Publikum vom neuen Landkrimi erwarten darf? „Spannung, Schmäh und Tränen. Das war unser Grundrezept. Die restlichen Zutaten machen dann natürlich die besondere Würze aus, aber die verrate ich noch nicht!“

Produzent Dieter Pochlatko: „Ein originelles und höchst unterschiedliches Ermittlerduo“

„Ich freue mich, dass der ORF den neuesten Landkrimi „Drachenjungfrau“ im Rahmen der Diagonale präsentiert. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Manfred Baumann hat die Jungregisseurin Catalina Molina mit einem engagierten Team einen spannenden TV-Film geschaffen. Vor der grandiosen Naturkulisse der Krimmler Wasserfälle im Salzburgischen Pinzgau geben Manuel Rubey und Stefanie Reinsperger ein originelles und höchst unterschiedliches Ermittlerduo.“

Die ORF-Landkrimis – Rückblick und Vorschau

Seit 2012 zieht die erfolgreiche ORF-Landkrimi-Reihe von Bundesland zu Bundesland, seit 2014 auch durch die heimischen Wohnzimmer. On air in ORF eins ging die Spurensuche bereits durch Niederösterreich („Die Frau mit einem Schuh“), die Steiermark („Steirerblut“) und Vorarlberg („Alles Fleisch ist Gras“) sowie durch Oberösterreich („Der Tote am Teich“), ins Burgenland („Kreuz des Südens“) und nach Kärnten („Wenn du wüsstest wie schön es hier ist“). Durchschnittlich folgten diesen sechs 2014 und 2015 ausgestrahlten Landkrimis 725.000 Seherinnen und Seher. Der Marktanteil lag bei 26 bzw. 25 Prozent beim jüngeren Publikum (E-49). Die ersten sechs Landkrimis sind auf DVD im ORF-Shop, bei Hoanzl und im Medienhandel sowie auf der Video-on-Demand-Plattform Flimmit www.flimmit.com erhältlich.

„Drachenjungfrau“ ist bereits abgedreht und voraussichtlich zu Jahreswechsel 2016/2017 in ORF eins zu sehen. Die letzten beiden Bundesländer Wien und Tirol – sowie zusätzlich Südtirol – stehen für 2016 noch auf dem Produktionsplan.

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