• 10.03.2016, 13:47:29
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Wer steckt hinter der „Aktion Leben“?

Initiative gegen Kirchenprivilegien fordert Schluss mit Täuschung der Öffentlichkeit rund um die Petition „Fakten helfen“

Utl.: Initiative gegen Kirchenprivilegien fordert Schluss mit
Täuschung der Öffentlichkeit rund um die Petition „Fakten
helfen“ =

Wien (OTS) -
Die von Kardinal König und dem Jesuitenpater Strangfeld gegründete
„Aktion Leben“ macht derzeit wieder Werbung für ihre parlamentarische
Petition „Fakten helfen“, die letztlich auf eine Verschärfung der
Fristenlösung abzielt. Die Initiative gegen Kirchenprivilegien
fordert daher ein Ende der Täuschungsmanöver: „Das bisherige Ergebnis
ist mager – mit 50.000 Unterschriften hat die Petition etwa so viele
UnterstützerInnen wie die Bürgerinitiative für den Erhalt der
Militärmusik (71/BI)“, moniert Sepp Rothwangl von der Initiative
gegen Kirchenprivilegien. Außerdem soll mit dieser Petition
suggeriert werden, die Verschärfung der Fristenlösung sei ein
gesellschaftlich breit verankertes Anliegen. Aber Frauen und Paare
wünschen keine Bevormundung mehr in diesen intimen Lebensbereichen.
„Die Aktion Leben verkauft sich gerne als unabhängig und
überkonfessionell, doch sie ist im Grunde eine Lobbyorganisation der
Bischofskonferenz und verbreitet deren rückständiges Frauenbild“ so
Rothwangl.

„Aktion Leben“ ist Kirchenverein

Das „Einvernehmen“ zwischen der Kirche und der „Aktion Leben“ wird
auch durch eine gezielte Finanzierung gewährleistet, sowie durch die
Integration der „Aktion Leben“ in die Infrastruktur der Kirche. Ihre
Bundesländerbüros firmieren durchwegs in den Diözesen und sind über
deren Telefonnummern und E-Mail-Adressen erreichbar. Auch die
Finanzierung erfolgt kirchlich, bestätigte etwa Bischof Küng 2009:
„Ich möchte einmal mehr festhalten, dass die ‚Aktion Leben’ von der
Österreichischen Bischofskonferenz (...) zweckgebunden unterstützt
wird“ und: „Die widmungsgemäße Verwendung dieses Betrages wird von
der ‚Aktion Leben’ genau belegt und vom Generalsekretariat der
Bischofskonferenz regelmäßig kontrolliert.“

Verhütung auf Krankenschein statt Unterminierung der
Fristenlösung

Die Initiative gegen Kirchenprivilegien fordert daher die
Bischofskonferenz auf, ihr Versteckspiel zu beenden. „Es ist
undemokratisch, parlamentarische Strukturen mit pseudo-unabhängigen
Anliegen zu täuschen“, so Rothwangl. Darüber hinaus sind die Ziele
der Petition – Reduktion der Schwangerschaftsabbrüchen und Erhebung
der Motive von Frauen – bereits bestens erforscht, wie auch DDr.
Christian Fiala vom Gynmed-Ambulatorium bestätigt, dessen Institut
sein vielen Jahren Daten zum Schwangerschaftsabbruch nach
internationalen wissenschaftlichen Standards erhebt. “Wie der
Österreichische Verhütungsreport zeigt, könnten durch präventive
Maßnahmen wie Verhütung auf Krankenschein und breitere Anwendung von
wirksamen Verhütungsmitteln jährlich in Österreich rund 10.000
Schwangerschaftsabbrüche (von jährlich 35.000) verhindert werden”,
bestätigt der Gynäkologe und Verhütungsexperte. Doch genau dagegen
wendet sich die Bischofskonferenz und ihre "Aktion Leben" seit
Jahren.

Der Österreichische Verhütungsreport: www.verhuetungsreport.at
www.kirchen-privilegien.at

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