- 10.03.2016, 09:15:09
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Swoboda und Ludwig überreichen Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2015
Auszeichnungen für Anton Pelinka, Wilhelm Filla, Nina Horazcek/Sebastian Wiese und Margit Franz
Utl.: Auszeichnungen für Anton Pelinka, Wilhelm Filla, Nina
Horazcek/Sebastian Wiese und Margit Franz =
Wien (OTS/SK) - Am Mittwochabend fand im Wiener Rathaus der erste
Teil der „Bruno-Kreisky-Preisverleihung für das politische Buch 2015“
statt. „Wir ehren hier nicht nur das Werk, sondern auch die
politische Botschaft, die damit vermittelt wird“, erklärte
Juryvorsitzender Hannes Swoboda. Den Preis für das publizistische
Gesamtwerk erhielt der renommierte Politikwissenschaftler Anton
Pelinka. Der Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“ ging an
Wilhelm Filla für sein Werk „Von der freien zur integrierten
Erwachsenenbildung. Zugänge zur Geschichte der Erwachsenenbildung“.
Anerkennungspreise wurden an Margit Franz für „Gateway India“ sowie
an Nina Horaczek und Sebastian Wiese für ihr Buch „Gegen Vorurteile.
Wie du dich mit guten Argumenten gegen dumme Behauptungen wehrst“
verliehen. ****
Der österreichische Politikwissenschaftler Anton Pelinka erhielt den
Preis für das publizistische Gesamtwerk. Pelinka trug mit seinen
Büchern und politischen Kommentaren maßgeblich zum Verständnis
demokratiepolitischer Entwicklungen in Österreich und Europa bei.
„Pelinkas Haltung bringt einerseits klare Werte zum Ausdruck und
liefert andererseits pragmatisch umsetzbare Orientierungen“, so
Swoboda. Dies habe den Politikwissenschaftler in seinen Beiträgen
immer ausgezeichnet. „Politik muss gestalten. Das ist Anton Pelinkas
Mahnruf“, betonte Swoboda.
Der ehemalige Generalsekretär der Österreichischen Volkshochschulen
Wilhelm Filla erhielt den Sonderpreis „Arbeitswelten –
Bildungswelten“ für sein Buch zur Erwachsenenbildung „Von der freien
zur integrierten Erwachsenenbildung. Zugänge zur Geschichte der
Erwachsenenbildung“. „Die Erwachsenenbildung ist neben der Schule und
der Universität unsere dritte Säule im Bildungssystem“, stellte
Ludwig fest. Das als „Pionierwerk“ gewürdigte Buch liefert einen
lesenswerten Überblick über die Geschichte der Erwachsenenbildung,
exemplarisch auch über die Grenzen Österreichs hinaus. Auch die
ArbeiterInnenbildung wird profund dargestellt.
Zwei Anerkennungspreise wurden an diesem Abend vergeben. Nina
Horaczek und Sebastian Wiese erhielten den Anerkennungspreis für ihr
Handbuch „Gegen Vorurteile. Wie du dich mit guten Argumenten gegen
dumme Behauptungen wehrst“. Das Buch wendet sich an junge Menschen
und liefert Fakten, die rassistische Vorurteile entkräften. Viele
praktische Beispiele, zahlreiche Statistiken und aktuelle Studien
veranschaulichen die Informationen und machen sie leicht
verständlich. Margit Franz wurde für ihr Buch „Gateway India“
ausgezeichnet, dass ein Bild des indischen Exils für Flüchtlinge des
Nationalsozialismus zwischen britischer Kolonialherrschaft,
Maharadschas und Gandhi zeichnet. „Auch Kreisky musste damals fliehen
– er wusste was Vertreibung und Flucht bedeutet. Dieser Zusammenhang
hat die Jury nicht unberührt gelassen“, erklärte Swoboda.
SERVICE:
* Wilhelm Filla. Von der freien zur integrierten Erwachsenenbildung.
Zugänge zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich.
Frankfurt/Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien:
Peter-Lang-Verlag 2014. 271 Seiten, Euro 51,95
* Margit Franz. Gateway India. Deutschprachiges Exil in Indien
zwischen britischer Kolonialherrschaft, Maharadschas und Gandhi.
Graz: Clio-Verlag 2015. 136 Seiten, Euro 35,00
* Nina Horaczek/Sebastian Wiese. Gegen Vorurteile. Wie du dich mit
guten Argumenten gegen dumme Behauptungen wehrst. Wien: Czernin
Verlag 2015. 192 Seiten, Euro 17,90
Der zweite Teil der Preisverleihung findet am 18. April 2016 statt.
Dort wird der Hauptpreis für das politische Buch an Axel Honneth für
„Die Idee des Sozialismus“ und der Preis für besondere verlegerische
Leistungen an den Verein Alltag Verlag verliehen. (Schluss) mr/mo
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