• 09.03.2016, 08:30:01
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ÖH Uni Wien spricht sich gegen Israeli Aparteid Week von BDS aus

Gegen jede Form von Antisemitismus

Utl.: Gegen jede Form von Antisemitismus =

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien spricht sich gegen den vom
BDS-Zusammenschluss (Boycott - Disvestments - Sanctions) geforderten
Boycott Israels und kooperierender Institutionen aus: "Als
Studierendenvertretung ist es uns wichtig, gerade den akademischen
Boykott Israels zu kritisieren, denn dieser schließt israelische
Wissenschaftler_innen in ihrer Gesamtheit aus dem akademischen
Diskurs aus", so das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Bei BDS handelt es
sich um eine stark studentisch geprägte Bewegung. Es häufen sich vor
allem an US-amerikanischen Universitäten Vorfälle antisemitischer
Gewalt, die in direktem Zusammenhang mit BDS und der Israeli
Apartheid Week stehen: Lehrveranstaltungen von jüdischen
Professor_innen werden regelmäßig gestört, als Jüdinnen* und Juden*
ausgemachte Studierende werden am Campus belästigt, die Feindschaft
gegenüber der Existenz Israels wird durch das Verbrennen von
Israelfahnen ausgedrückt.

"Auch in Europa steht antisemitische Gewalt an der Tagesordnung",
unterstreicht Camila Garfias (VSStÖ) vom Vorsitzteam. Die Zahl der
Juden* und Jüdinnen*, die sich in Frankreich nicht mehr sicher fühlen
und nach Israel auswandern, hat sich seit 2012 jährlich verdoppelt
und stand 2014 bei 7000 Personen im Jahr. Antisemitische
Ausschreitungen gegen den Fußballverein Maccabi Haifa in Salzburg,
Angriffe auf jüdische Geschäfte in Paris oder antisemitische Parolen
vor Synagogen in Deutschland sind nur wenige Beispiele dafür, dass
Antisemitismus nach wie vor Alltag ist.

"Als Studierendenvertretung an der Universität Wien verurteilen wir
jede Form von Antisemitismus, sowohl in Form von deutschnationalen
Burschenschaften als auch in neuem Gewand von BDS", betont Karin
Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam. Die FPÖ versucht heutzutage, sich als
Kämpferin gegen Antisemitismus auszugeben. Dies ist allein schon
aufgrund ihrer Verbindungen zum organisierten Rechtsextremismus
nichts anderes als Heuchelei, die Rassismus eine Plattform bietet.
"Antisemitische Karikaturen und die Relativierung der Verbrechen des
Nationalsozialismus gehören in der FPÖ zur Tagesordnung und zeigen
deren Charakter", so auch Jana Reischl (KSV-Lili) vom Vorsitzteam.

Die ÖH Uni Wien tritt Antisemitismus, wo er sich zu erkennen gibt,
immer entschieden entgegen.

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