Preiner zu Glyphosat: SPÖ fordert Runden Tisch und volle Transparenz

SPÖ zufrieden über weitere Beratungen

Wien (OTS) - Nachdem der heutige EU-Fachausschuss ohne Entscheidung über eine Zulassungsverlängerung von Glyphosat zu Ende gegangen ist betonte SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner seine Zufriedenheit darüber, dass weiterverhandelt wird. Die österreichischen Experten des Landwirtschaftsministeriums enthielten sich der Stimme: „Offenbar gibt es auch im Landwirtschaftsministerium Zweifel an den vorliegenden Glyphosat-Studien, sonst hätte man ja zugestimmt“, so Preiner, der in diesem Zusammenhang einen Runden Tisch auf nationaler Ebene fordert. „Ein Runder Tisch, einberufen vom Landwirtschafts- und Umweltminister Rupprechter soll die unterschiedlichen Ergebnisse der vorliegenden wissenschaftlichen Expertisen klären. Rupprechter muss als Landwirtschafts- und Umweltminister die wichtigsten ExpertInnen aus Technik, Wissenschaft und NGOs einladen“, so Preiner in seiner Rede heute im Parlament. ****

Für den SPÖ-Landwirtschaftssprecher müsse endlich der Widerspruch der Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen geklärt werden. „Die ExpertInnen von WHO und EFSA müssen den Widerspruch der Ergebnisse erläutern und sich dahingehend zusammensetzen“, betont Preiner. Bis die Differenzen ausgeräumt sind und nicht geklärt ist, ob Glyphosat nun krebserregend ist oder nicht, darf keine Verlängerung der Zulassung seitens der EU-Kommission ausgesprochen werden. „Mit der Gesundheit der Menschen ist nicht zu spielen“, so Preiner. Als sozialdemokratischer Abgeordneter hat für Preiner die Gesundheit der Menschen Vorrang und weiter: „Die Debatte findet derzeit auf einem sehr hohen und für viele Menschen nicht nachvollziehbaren Niveau statt, die Inhalte müssen verständlich sein, damit sich Menschen ihre eigene Meinung bilden können. Derzeit hat man den Eindruck, den unterschiedlichen Lobbyisten gehe es mehr um die eigenen Interessen als um die Sorgen und Nöte der Menschen“, so Preiner.

Aus mehreren Gründen sprach sich Preiner gegen eine „vorschnelle“ Verlängerung der Zulassung aus: „Erstens liegen unterschiedliche wissenschaftliche Expertisen vor, zweitens ist der Verlängerungszeitraum von 15 Jahren viel zu lang. Technik und Wissenschaft ändern sich in rasantem Tempo, nimmt sich die Wissenschaft ernst, muss man auch kürzere Zulassungsfristen setzen“, so Preiner. Außerdem braucht es für eine fundierte politische Entscheidung, eine fundierte, glaubwürdige und transparente wissenschaftliche Expertise. (Schluss) rm

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