- 08.03.2016, 14:19:26
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GLOBAL 2000 fordert „Runden Tisch“ zu Glyphosat und Krebseinstufung
Transparente und sachliche Diskussion unter Einbeziehung unabhängiger Wissenschaftler sollte nun gestartet werden
Utl.: Transparente und sachliche Diskussion unter Einbeziehung
unabhängiger Wissenschaftler sollte nun gestartet werden =
Wien (OTS) - GLOBAL 2000 begrüßt mit Erleichterung die heute bekannt
gewordene Verschiebung einer Entscheidung über die europäische
Wiedergenehmigung von Glyphosat. Eine überhastete Zulassung entgegen
der wissenschaftlichen Beweislage für die krebserregende Wirkung von
Glyphosat scheint damit vorerst verhindert worden zu sein.
„Wichtig ist, dass wir nun in Österreich die gewonnene Zeit dazu
nützen, eine transparente und sachliche Diskussion unter Einbeziehung
unabhängiger Wissenschaftler zu starten.“, sagt Helmut Burtscher,
Umweltchemiker von GLOBAL 2000: „Die Folgen einer verlängerten
Zulassung für die Umwelt, die Gesundheit und die Landwirtschaft wären
zu gravierend als dass Landwirtschaftsminister Rupprechter diese
Entscheidung in die Hände einzelner Angestellter des AGES-Instituts
für Pflanzenschutz legen sollte.“
Denn in jenen Mitgliedsstaaten, die heute eine kritische Haltung zu
Glyphosat eingenommen haben – das sind u.a. Frankreich, Italien,
Deutschland, Holland und Schweden – fand anders als in Österreich
bereits im Vorfeld eine breite politische Diskussion statt. An dieser
beteiligten sich wissenschaftliche und politische Vertreter aus
Umwelt, Gesundheit und Landwirtschaft.
„Die Krebseinstufung durch die WHO darf nicht einfach vom Tisch
gewischt werden“, sagt Helmut Burtscher: „Krebs ist in Österreich die
häufigste Todesursache bei den 30 bis 70-Jährigen. Da sich laut den
von der WHO ausgewerteten Studien für Menschen, die mit Glyphosat
arbeiten, die Wahrscheinlichkeit an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken um
50 bis 100 Prozent erhöht, kann diese Frage nicht allein auf
Landwirtschaftsebene entschieden werden.“
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