Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss: Autonomie ist mehr als ein Schlagwort

B-SGA fordert Respekt der Politik vor den Betroffenen

Wien (OTS) - Zur politischen Absicht der beiden Regierungsparteien, bis zu 15 % der Schulen gegen den Willen der Betroffenen zu achtjährigen Gesamtschulen zu machen, und zur immer akuter werdenden Finanznot in Österreichs Schulwesen hat der B-SGA die Bildungssprecher aller im Nationalrat vertretenen Parteien zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Dieser Austausch hat unter dem Titel „Bildungsreform, Schulpartnerschaft und Schulautonomie“ am 1. März im Festsaal der Vienna Business School, Schönborngasse, stattgefunden.

An dem Gespräch haben die Bildungssprecher von ÖVP, FPÖ und NEOS teilgenommen. Die Bildungssprecher der Grünen und des Team Stronach haben sich vertreten lassen. Die SPÖ stellte sich nicht der Diskussion mit dem B-SGA, also den gewählten Repräsentanten aller Schüler, Eltern und Lehrer an Österreichs mittleren und höheren Schulen.

Die Mitglieder des B-SGA machten unmissverständlich klar, dass eine Abschaffung der Mitwirkungsrechte der Schulpartner vor Ort in krassem Widerspruch zur politischen Ankündigung steht, die Entscheidungskompetenz der Schulstandorte stärken zu wollen. Auch die fehlende Einbindung der gewählten Schulpartner auf dem Weg zur paktierten Bildungsreform wurde scharf kritisiert.

„Ein politisches Drüberfahren über 15 % könne es nicht geben“, brachte Gernot Schreyer, der Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, der auch ein klares Bekenntnis zu Österreichs differenziertem Schulwesen ablegte, die gemeinsame Meinung des B-SGA auf den Punkt. Aus den Erfahrungen, die die Bildungslandesrätin in Tirol mache, möge die Bundespolitik rechtzeitig lernen und die Konsequenzen ziehen.

Dass Österreichs Schulwesen laut OECD ein deutlich geringerer Anteil am Bruttoinlandsprodukt zur Verfügung steht, als dies im internationalen Mittel der Fall ist, belegten die Schulpartner anhand von Daten der OECD. Der Aussage, dass Österreichs Schulwesen zu den teuersten zähle, wie es immer wieder kolportiert wird, widersprechen nachweisbar belegbare Fakten, die auch von den anwesenden Politikern nicht in Frage gestellt wurden.

Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss ist das einzige österreichweite schulpartnerschaftliche Gremium für den Bereich AHS und BMHS, gebildet aus der Bundesschülervertretung, der gewerkschaftlichen Bundeslehrervertretung und dem Bundeselternverband. Der B-SGA vertritt gemeinsame bildungs- und gesellschaftspolitische Anliegen von 400.000 Schülerinnen und Schülern, ca. 650.000 Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und 45.000 Lehrerinnen und Lehrern an über 1.100 Schulen in Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Maximilian Gnesda, Bundesschulsprecher, maximilian.gnesda@bsv.at

Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der

Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, office@bundeselternverband.at

Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD, eckehard.quin@goed.at

MMag. Jürgen Rainer, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft in der GÖD, juergen.rainer@goed.at

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