• 04.03.2016, 12:01:41
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Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss: Autonomie ist mehr als ein Schlagwort

B-SGA fordert Respekt der Politik vor den Betroffenen

Utl.: B-SGA fordert Respekt der Politik vor den Betroffenen =

Wien (OTS) - Zur politischen Absicht der beiden Regierungsparteien,
bis zu 15 % der Schulen gegen den Willen der Betroffenen zu
achtjährigen Gesamtschulen zu machen, und zur immer akuter werdenden
Finanznot in Österreichs Schulwesen hat der B-SGA die
Bildungssprecher aller im Nationalrat vertretenen Parteien zu einem
Meinungsaustausch eingeladen. Dieser Austausch hat unter dem Titel
„Bildungsreform, Schulpartnerschaft und Schulautonomie“ am 1. März im
Festsaal der Vienna Business School, Schönborngasse, stattgefunden.

An dem Gespräch haben die Bildungssprecher von ÖVP, FPÖ und NEOS
teilgenommen. Die Bildungssprecher der Grünen und des Team Stronach
haben sich vertreten lassen. Die SPÖ stellte sich nicht der
Diskussion mit dem B-SGA, also den gewählten Repräsentanten aller
Schüler, Eltern und Lehrer an Österreichs mittleren und höheren
Schulen.

Die Mitglieder des B-SGA machten unmissverständlich klar, dass eine
Abschaffung der Mitwirkungsrechte der Schulpartner vor Ort in krassem
Widerspruch zur politischen Ankündigung steht, die
Entscheidungskompetenz der Schulstandorte stärken zu wollen. Auch die
fehlende Einbindung der gewählten Schulpartner auf dem Weg zur
paktierten Bildungsreform wurde scharf kritisiert.

„Ein politisches Drüberfahren über 15 % könne es nicht geben“,
brachte Gernot Schreyer, der Präsident des Bundesverbandes der
Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, der auch ein klares
Bekenntnis zu Österreichs differenziertem Schulwesen ablegte, die
gemeinsame Meinung des B-SGA auf den Punkt. Aus den Erfahrungen, die
die Bildungslandesrätin in Tirol mache, möge die Bundespolitik
rechtzeitig lernen und die Konsequenzen ziehen.

Dass Österreichs Schulwesen laut OECD ein deutlich geringerer Anteil
am Bruttoinlandsprodukt zur Verfügung steht, als dies im
internationalen Mittel der Fall ist, belegten die Schulpartner anhand
von Daten der OECD. Der Aussage, dass Österreichs Schulwesen zu den
teuersten zähle, wie es immer wieder kolportiert wird, widersprechen
nachweisbar belegbare Fakten, die auch von den anwesenden Politikern
nicht in Frage gestellt wurden.

Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss ist das einzige
österreichweite schulpartnerschaftliche Gremium für den Bereich AHS
und BMHS, gebildet aus der Bundesschülervertretung, der
gewerkschaftlichen Bundeslehrervertretung und dem
Bundeselternverband. Der B-SGA vertritt gemeinsame bildungs- und
gesellschaftspolitische Anliegen von 400.000 Schülerinnen und
Schülern, ca. 650.000 Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und 45.000
Lehrerinnen und Lehrern an über 1.100 Schulen in Österreich.

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