• 02.03.2016, 09:00:01
  • /
  • OTS0022 OTW0022

OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa im Februar unverändert

Geschäftsklima in Polen kühlt sich ab, Lage im Finanzsektor in der Region entspannt sich

Utl.: Geschäftsklima in Polen kühlt sich ab, Lage im Finanzsektor in
der Region entspannt sich =

Wien (OTS) - Der OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE)
verharrt in der Februar-Erhebung 2016 bei 84,9 (Basisjahr 2007=100).
Allerdings ergeben sich unterschiedliche Entwicklungen auf Ebene der
einzelnen Volkswirtschaften und Branchen. Tschechien und Rumänien
weisen derzeit das beste Geschäftsklima auf. Polen, das in den
letzten beiden Jahren an erster Stelle lag, verzeichnet einen
vergleichsweise starken Einbruch und folgt nur am dritten Platz im
Ländervergleich. Auf der anderen Seite hat sich das Geschäftsklima in
den Ländern des Westbalkans, allen voran in Serbien, deutlich
aufgehellt. Am schlechtesten schneiden unverändert die Ukraine und
Russland ab.

Link zur Grafik: http://www.ots.at/redirect/oekb6

Quelle: OeKB RAI/Research Services

Polen wird zunehmend kritisch beurteilt

In Polen, dem die Direktinvestoren in den vergangenen acht Erhebungen
das beste Geschäftsklima in der Region attestiert haben, kommt es im
Februar zu einer merklichen Abkühlung. Neben der aktuellen
Geschäftslage, die sich gegenüber der letzten Erhebung verschlechtert
hat, werden die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr
deutlich nach unten revidiert. Hintergrund für diese Entwicklungen
dürfte eine steigende Skepsis gegenüber dem wirtschaftspolitischen
Kurs der im Oktober neugewählten Regierung Polens sein.

In Serbien hellt sich das Klima merklich auf

Serbiens Geschäftsklima hellt sich auf und der Geschäftsklima-Index
erreicht Anfang 2016 den höchsten Wert seit der Wirtschafts- und
Finanzkrise. Ausschlaggebend hierfür ist die Verbesserung der
aktuellen Geschäftslage. Die Geschäftserwartungen bleiben dagegen
unverändert. Die Direktinvestoren dürften allerdings auch
hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen tendenziell positiv gestimmt
sein, da eine Verbesserung der allgemeinen konjunkturellen Lage
erwartet wird und zudem die Bereitschaft zu Erweiterungsinvestitionen
bei serbischen Beteiligungen steigt.

Lage im Finanzsektor entspannt sich

Nach einer deutlichen Verschlechterung im vergangenen Quartal hellt
sich die Stimmung bei den Banken wieder auf: Der Geschäftsklima-Index
für diese Branche steigt im Februar um 5,3 Punkte auf 85,6 und liegt
damit geringfügig über dem langjährigen Durchschnitt. Vor dem
Hintergrund der aktuellen Umbrüche in der heimischen Bankenlandschaft
gibt dies Anlass zur Hoffnung auf Stabilisierung der Situation in der
Branche.

Ähnlich entwickelt sich die Situation in der Versicherungsbranche:
Auch hier steigt die Zuversicht hinsichtlich der kommenden sechs
Monate, allerdings wird die aktuelle Geschäftslage in der Region
etwas kritischer beurteilt als noch vor drei Monaten. Insgesamt
verbessert sich der Geschäftsklima-Index für den Finanzsektor um 1,8
Punkte auf einen Wert von 83,1.

Betrachtet man die Situation der Banken und Versicherungen insgesamt,
ergibt sich ein Ost-West-Gefälle in der Region: Das Geschäftsklima im
Finanzsektor wird vor allem in Tschechien, der Slowakei, Rumänien und
Ungarn überwiegend positiv eingeschätzt. Am anderen Ende des
Spektrums befinden sich Polen, Russland und die Ukraine.

Über den OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE)

Der OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE) basiert auf
vierteljährlichen Primärerhebungen unter rund 400
Entscheidungsträgern von MOE-Headquarters mit Sitz in Österreich, die
zu rund 1.900 ihrer Unternehmensbeteiligungen in Mittelosteuropa
befragt werden. Erhoben werden die Einschätzungen der
Direktinvestoren zur aktuellen Geschäftslage sowie deren Erwartungen
hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den
Unternehmensbeteiligungen vor Ort (Geschäftsklima), Expansions- und
Investitionsstrategien der Unternehmen in MOE, Beurteilungen der
Standortqualität Österreichs als Brückenkopf für das
Mittelosteuropa-Geschäft und schließlich Einschätzungen zur
allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in der Region.

Der OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa bietet differenzierte
Analysen nach Ländern, Branchen und Unternehmensgrößen. Als Ergebnis
stehen der Wirtschaft Frühindikatoren zur Verfügung, die praxisnahe
Aussagen und Prognosen unter anderem über den Geschäftserfolg von
Direktinvestoren in einzelnen Ländern Mittelosteuropas und in der
Gesamtregion ermöglichen.

Über die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft
(OeKB)

Die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB) ist
Österreichs zentraler Finanz- und Informationsdienstleister für
Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Ihre speziellen Services stärken
den Standort Österreich und unterstützen die Wirtschaft im globalen
Wettbewerb. Die vielfältigen Dienstleistungen stehen Unternehmen und
Finanzinstitutionen sowie Einrichtungen der Republik Österreich zur
Verfügung.

Die OeKB handelt sektorübergreifend, zentral, neutral und in
Übereinstimmung mit ihrer Nachhaltigkeitspolitik. Das 1946 gegründete
Spezialinstitut steht im Eigentum von Kommerzbanken mit Sitz in
Österreich.
www.oekb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OKB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel