- 01.03.2016, 12:14:37
- /
- OTS0142 OTW0142
KORREKTUR zu OTS0084 vom 1.3.2016 - Arbeitsmarkt: Wachstum bei Beschäftigung, aber auch mehr Arbeitslosigkeit
KORREKTUR ZU OTS_20160301_OTS0084
Wien (OTS) - In der OTS0084 vom 1.3. muss der Absatz nach dem 2.
Zwischentitel richtigerweise wie folgt lauten:
Anstieg der Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote auf Basis dieser Registerzahlen beträgt
10,4%. Hier zeigt sich ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem
Vorjahr. Nach internationalen Maßstäben beträgt die aktuell
verfügbare Quote gemäß EUROSTAT (Jänner 2016) 5,9%. Österreich liegt
damit in der Europäischen Union hinter Deutschland, Tschechien,
Großbritannien und Malta an fünfter Stelle. Der EU-Durchschnitt
beträgt 9,0%.
KORRIGIERTE NEUFASSUNG:
Arbeitsmarkt: Wachstum bei Beschäftigung, aber auch mehr
Arbeitslosigkeit
Utl.: Trend setzt sich fort: Keine Erholung, aber zum Teil
wetterbedingte Lichtblicke =
Wien (OTS) - Ende Februar 2016 hat die Arbeitslosigkeit die Zahl von
405.722 vorgemerkten Personen erreicht. Damit beträgt die aktuelle
Arbeitslosenquote gemäß EUROSTAT 5,9 Prozent, das bedeutet einen
Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert. An Personen
waren das um 8.133 bzw. 2,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Inklusive der Schulungsteilnahmen sind das 475.931 Personen, das
bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 9.705 Personen oder
2,1 Prozent. ****
„Auch im Februar hat sich der Trend der letzten Monate
fortgesetzt, der Anstieg der Arbeitslosigkeit hat sich weiter
verlangsamt“, berichtet Sozialminister Alois Stöger am Dienstag. „Von
einer Erholung kann man aber trotzdem nicht sprechen.“ Man müsse
daher weiterhin mit aller Kraft an einer Gegensteuerung arbeiten, so
der Sozialminister.
Auch im Februar war ein anhaltend hoher Zuwachs des
Arbeitskräfteangebots von mehr als +52.000 Personen am
österreichischen Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Mit +44.000
zusätzlichen unselbständig Beschäftigten konnten immerhin mehr als 80
% dieser Personen am Arbeitsmarkt Fuß fassen. Damit wurde auch Ende
Februar wieder ein neuer monatsspezifischer Beschäftigtenhöchststand
erzielt.
Wettereffekt am Bau: Arbeitslosigkeit bei Männern rückläufig
Vor allem für Männer ist die Arbeitsmarktsituation nunmehr
deutlich besser als in der Vergangenheit. Erstmals seit mehr als vier
Jahren ist hier die Arbeitslosigkeit sogar rückläufig (-0,4%).
Allerdings ist das unter anderem auch auf den ausnehmend milden
Winter und die dadurch besonders stark rückläufige
Bauarbeitslosigkeit (-7.148 bzw. -10,0%) zurückzuführen. Aber auch in
den konjunktursensiblen Bereichen wie der Warenproduktion (-1,8%) und
der Arbeitskräfteüberlassung (-1,4%) setzt sich der bereits in den
Vormonaten beobachtbare vorsichtig positive Trend weiter fort. In
weiten Teilen des Dienstleistungsbereichs bleibt allerdings die Zahl
der vorgemerkten Arbeitslosen weiter ansteigend. Besonders stark ist
die Zunahme im Einzelhandel (+6,5%), in der Gastronomie (+7,2%), in
der Gebäudebetreuung (+5,2%), in der öffentlichen Verwaltung (+11,6%)
und im Sozialwesen (+4,6%).
Vor allem dadurch bleibt für Frauen die Arbeitslosigkeit mit
+6,3% bzw. +9.214 noch ansteigend. Insgesamt ergibt sich damit eine
Zunahme der Gesamtarbeitslosigkeit um +8.133 (+2,0%) auf 405.722.
Inklusive der Schulungsteilnahmen beträgt die Zahl der Vorgemerkten
aktuell 475.931. Aufgrund der allmählich wieder abflauenden
Saisonarbeitslosigkeit bedeutet dies einen Rückgang gegenüber dem
Vormonat um -14.315 bzw. -3,0%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist
es aber immer noch ein Anstieg um +9.705 bzw. +2,1%.
Anstieg der Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote auf Basis dieser Registerzahlen beträgt
10,4%. Hier zeigt sich ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem
Vorjahr. Nach internationalen Maßstäben beträgt die aktuell
verfügbare Quote gemäß EUROSTAT (Jänner 2016) 5,9%. Österreich liegt
damit in der Europäischen Union hinter Deutschland, Tschechien,
Großbritannien und Malta an fünfter Stelle. Der EU-Durchschnitt
beträgt 9,0%.
Noch keine Erholung im Osten
Trotz des allmählich besseren Gesamttrends kann noch keineswegs
von einer Erholung gesprochen werden. Vor allem in Niederösterreich
(+0,5%) und Wien (+7,4%) bleibt die Situation schwierig. In allen
anderen Bundesländern ist die Zahl der vorgemerkten Personen
zumindest unter Einrechnung der Schulungsteilnahmen rückläufig.
Überdurchschnittlich stark ist der Rückgang in Vorarlberg, Tirol,
Salzburg und Oberösterreich.
Weiterhin angespannt bleibt die Arbeitsmarktsituation für Personen ab
50 Jahren (österreichweit +5,9% vorgemerkte Arbeitslose), Personen
mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+9,5%) und auch für
Personen mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft (+6,4%).
Österreichweit sind Ende Februar 15.458 schutzbedürftige Personen
arbeitslos vorgemerkt, inklusive der Personen in Schulungen des
Arbeitsmarktservice sind es 22.981.
Ende Februar sind 50.354 Jugendliche im Alter von 15 bis 24
arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem
Vorjahr um -3,0%. Bei den 15- bis 19-Jährigen nimmt die
Arbeitslosigkeit um -2,7% ab. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist
mit insgesamt 5.767 allerdings um +8,7% weiterhin ansteigend. Und
dies trotz der Zunahme der gemeldeten offenen Lehrstellen um +13,1%
auf aktuell 3.383.
Wachstum bei offenen Stellen
Insgesamt wurden dem Arbeitsmarktservice in den ersten beiden
Monaten des laufenden Jahres 78.513 offene Stellen gemeldet, das sind
um 9,4% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der aktuelle
Bestand an offenen Stellen liegt mit 35.851 sogar um +41,4% (+10.489)
über dem Vorjahr.
Entgegen den deutlich pessimistischeren Prognosen der
Forschungsinstitute scheint damit sowohl die Konjunktur und in der
Folge auch der Arbeitsmarkt allmählich besser zu laufen. Allerdings
trägt aktuell auch der milde Winter zu den verhältnismäßig günstigen
Zahlen bei. (Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSO