• 01.03.2016, 11:37:01
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Privatkrankenanstalten/KV-Verhandlungen: Völlig inakzeptables Arbeitgeberangebot

vida-Gewerkschafter Steinkellner: 1,05 Prozent sind zu wenig: Lohnerhöhung muss im Börsel deutlich spürbar sein

Utl.: vida-Gewerkschafter Steinkellner: 1,05 Prozent sind zu wenig:
Lohnerhöhung muss im Börsel deutlich spürbar sein =

Wien (OTS) - Als „völlig inakzeptabel“ kritisiert Willibald
Steinkellner, Verhandlungsführer und stellvertretender Vorsitzender
der Gewerkschaft vida, das unzureichende Lohnerhöhungsangebot der
Arbeitgeberseite in Höhe von 1,05 Prozent lediglich auf KV-Löhne und
Zulagen bei den in der dritten Runde ins Stocken geratenen
Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in den
Privatkrankenanstalten. „Wir fordern eine Erhöhung auch der
Ist-Löhne. Die Lohnerhöhung muss im Börsel aller Beschäftigten in den
Privatkrankenanstalten deutlich spürbar sein“, verweist Steinkellner
auf die Gewerkschaftsforderung nach einer Lohnerhöhung von zumindest
1,35 Prozent, welche zuletzt auch für die Beschäftigten bei den
Ordenskrankenhäusern von der Gewerkschaft erreicht werden konnte.
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Zudem hätten die Arbeitgeber für Überstunden eine Durchrechnung von
vier Monaten gefordert, was einer Verschlechterung und Lohneinbußen
gleichkomme, ist Steinkellner empört. „Die VersicherungsnehmerInnen
der privaten Krankenversicherungen zahlen hohe Prämien und erwarten
sich dafür eine entsprechende Gegenleistung. Diese wird von den
Beschäftigten in den privaten Krankenanstalten in hoher Qualität und
mit großem Einsatz erbracht. Dafür erwarten sich die Beschäftigten
faire Rahmenbedingungen und Gehälter in den Kollektivverträgen“,
stellt der vida-Gewerkschafter fest.

Bei den KV-Verhandlungen sei das Schaffen neuer und fairer
Gehaltsstrukturen eine Kernforderung der Gewerkschaft vida. „Zwischen
den Einkommen der Beschäftigten in öffentlichen Krankenhäusern mit
zuletzt 1,3 Prozent Lohnerhöhung und jenen in Privatspitälern klafft
eine große Lücke, obwohl alle ArbeitnehmerInnen den gleichen und
immer härter werdenden Belastungen im Beruf ausgesetzt sind“, stellt
Steinkellner fest. Deshalb fordert die Gewerkschaft ein attraktives
Gehalts- und Zulagenschema sowie rahmenrechtliche Verbesserungen im
KV. „Dazu zählen neben einer generellen Anhebung der
Einkommensniveaus ein schnelleres Erreichen der 6. Urlaubswoche, die
bessere Anrechnung von Vordienstzeiten, ein Rechtsanspruch auf
Altersteilzeit sowie mehr Verlässlichkeit für die Beschäftigten bei
der Einhaltung ihrer Dienstpläne“, bekräftigt Steinkellner.

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