- 23.02.2016, 11:38:16
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IT Recruiting Report 2016: Was Developer wirklich wollen
Wie ticken Österreichs begehrteste Fachkräfte? Wo können Recruiter ansetzen?

Utl.: Wie ticken Österreichs begehrteste Fachkräfte? Wo können
Recruiter ansetzen? =
Wien/Linz (OTS) - Sie zählen zu den heißesten Aktien am
Fachkräfte-Markt: IT-Profis und Developer. Ohne ihr Know-How ginge in
den meisten Unternehmen gar nichts. Entsprechend groß ist die
Nachfrage nach Programmierern, Entwicklern & Co. So groß, dass
Arbeitgeber viele Anstrengungen auf sich nehmen müssen, um Experten
für sich zu gewinnen. Was aber erwarten die Menschen hinter den Codes
von einem Job? Wie sehen sie ihre Branche? Und wo liegt
Recruitingpotenzial? karriere.at führte deshalb mit Marketagent.com
eine repräsentative Studie durch, die am Dienstag in Wien präsentiert
wurde.
Developer und IT-Experten sind schnell, werden gern gefordert und
schätzen Abwechslung: Eine Kernaussage, die sich aus den
repräsentativen Studienergebnissen von 930 Interviews unter
österreichischen Arbeitnehmern, Jobsuchenden und Auszubildenden aus
dem IT-Bereich ziehen lässt. Gefragt nach dem Image der IT-Branche
assoziieren die meisten (54,2 Prozent) den Begriff „schnelllebig“,
gefolgt von „anspruchsvoll/herausfordernd“ (48,2 Prozent) und
„vielfältiges Berufsfeld/vielfältige Möglichkeiten“ (39,9 Prozent).
Der Ruf der Branche ist also gut.
IT-Branche: Dynamik pur
Vielfältig und dynamisch sind auch die Berufe in dieser Branche: Am
häufigsten sehen sich die Befragten als IT-Consultant (30,3 Prozent),
Systemadministrator (25,3 Prozent) oder Software Engineer (25,1
Prozent). Angesichts der steigenden Wichtigkeit des Mobile-Themas
noch stark unterrepräsentiert ist die Berufsbezeichnung des Mobile
Developers (4,9 Prozent). „Große Websites verzeichnen in Österreich
mittlerweile jeden zweiten Zugriff über mobile Devices – Tendenz nach
wie vor steigend! Der Bedarf an gut ausgebildeten Mobile-Entwicklern
ist enorm und somit ein spannendes Betätigungsfeld mit vielen
Möglichkeiten“, analysiert David Kitzmüller, Head of Marketing bei
karriere.at, der den IT Recruiting Report 2016 am Dienstag beim Event
„Recruiting IT Developers“ von Wearedevelopers.com präsentierte.
Jung, männlich, Wien...
Besetzt werden die Jobs – entsprechend dem vorherrschenden Klischee –
überwiegend mit Männern: Zwei von drei heimischen IT-Arbeitskräften
(63,4 Prozent) sind Männer. Reduziert auf eine Person wäre die
durchschnittliche IT-Fachkraft darüber hinaus zwischen 30 und 39
Jahre alt (25,8 Prozent), aus Wien (23,3 Prozent) und Akademiker
(38,6 Prozent). Im HR-Kontext formuliert: Diese vier Merkmale treffen
statistisch gesehen auf die meisten potenziellen Kandidaten zu.
(Grafik zum Download)
IT-Trends: Was Recruiter wissen sollten
1. Lehrabsolventen und Autodidakten nicht ausschließen
Die größten Ausbildungsgruppen unter den Studienteilnehmern sind
Fachhochschul- und Universitätsabsolventen (38,6 Prozent) bzw.
HTL-Maturanten (32,5 Prozent). An diese Absolventen mit höheren
Abschlüssen richtet sich auch eine Vielzahl an IT-Stelleninseraten.
Tatsache ist aber, dass insgesamt jeder vierte Arbeitnehmer in der
Branche Autodidakt (18,2 Prozent) oder Lehrabsolvent (7,5 Prozent)
ist. Kitzmüller: „IT-Kräfte dieser Gruppen überzeugen häufig durch
großes Fachwissen und können im Vergleich mit Hochschulabsolventen
bereits mit Berufserfahrung aufwarten. Allerdings werden diese oft
hochqualifizierten und zur Weiterentwicklung bereiten Kandidaten
häufig außen vor gelassen.“
2. Jobwechsel sind normal
Rund vier von zehn Studienteilnehmern (41,4 Prozent) können sich
vorstellen, innerhalb der kommenden 12 Monate den Job zu wechseln.
Die Detailergebnisse zeigen: Überdurchschnittlich wechselaffin sind
Männer (43,5 Prozent), die Gruppe der 15- bis 29-Jährigen (43,4
Prozent) und IT-Experten in den Bundesländern Steiermark und Kärnten
(50 Prozent). Auch geben sich die Befragten selbstbewusst, was ihre
eigene Qualifikationen betrifft: Mehr als die Hälfte gibt an (56,8
Prozent), dass es leicht bzw. eher leicht ist, in der IT-Branche eine
qualitativ hochwertige Stelle zu finden.
3. Geld macht glücklich – wenn sonst alles passt
Es ist keine Überraschung: Gehalt ist für die meisten der größte
Anreiz für einen Jobwechsel, nämlich für knapp sechs von zehn
Studienteilnehmern (58,5 Prozent). Aber: Gleich danach folgen in der
Wertung der am häufigsten genannten Wechselanreize Schlagworte wie
flexible Arbeitszeiten (55,2 Prozent), interessante Aufgaben/Projekte
(49,2 Prozent) oder die Möglichkeit zu Home Office (43,9 Prozent).
„Gerade kleinere IT-Unternehmen mit geringeren Personalbudgets haben
die Chance, sich bei der Personalsuche mit Arbeitsmodellen zu
profilieren, die auf Flexibilität, Eigenverantwortung und
Weiterentwicklungschancen für Mitarbeiter aufbauen“, ist David
Kitzmüller überzeugt.
4. Leidenschaften sind Recruiting-Chancen
Nebenprojekte: Für jeden Vierten ist der Beruf tatsächlich mehr als
Geld verdienen: Sie leben IT und Development auch privat. So geben
26,4 Prozent der Befragten an, dass es ihnen wichtig ist, in der
Freizeit an IT-Projekten zu arbeiten; weitere 29,7 Prozent sind
ambivalent.
Mobile: Nur 4,9 Prozent der österreichischen ITler tragen die
Berufsbezeichnung „Mobile Developer“. Nach ihren Wünschen befragt,
streben diesen Job aber 14,4 Prozent an. David Kitzmüller: „Die
Recruitingpraxis zeigt, dass Jobs im Mobilbereich bei Developern
stark nachgefragt sind, da in diesem Bereich derzeit laufend
spannende, neue Berufe entstehen. Dementsprechend groß ist auch die
Nachfrage nach ausreichend qualifizierten Mobile-Spezialisten.“
5. Devs sind keine Diven
Betriebssystem: Es verwundert angesichts des Fachkräftemangels im
IT-Bereich – die Ansprüche von potenziellen Kandidaten an einen Job
sind in einigen Punkten niedriger als erwartet. So gibt
beispielsweise lediglich jeder Fünfte (20,3 Prozent) an, dass das
Arbeiten mit dem bevorzugten Betriebssystem ein großer Anreiz für
einen Jobwechsel sei.
Hardware: Es zeigt sich aber auch, dass die Hardware-Ausstattung eine
Rolle spielt: Die überwiegende Mehrheit arbeitet auf einem Windows-PC
(87,5 Prozent), was aber nur für 70,3 Prozent das absolute
Wunsch-Equipment darstellt. Umgekehrt ist die Situation bei
Mac-Nutzern. Während lediglich 17,2 Prozent den Apfel auf ihrem
Schreibtisch leuchten haben, wünschen sich 27,1 Prozent einen solchen
als tägliches Arbeitsmittel.
Arbeitsort: Relativ anspruchslos sind IT-Fachkräfte auch hinsichtlich
der Wahl ihres Arbeitsortes: Rund jeder Vierte (26,2 Prozent) würde
den Wohnort für einen Job wechseln, weitere 27,7 Prozent würden dies
„vielleicht“ tun. Dasselbe gilt auch hinsichtlich der Bereitschaft
zur Arbeit zu pendeln. Jeder Dritte (34,4 Prozent) würde bis zu einer
Stunde Anreiseweg zur Arbeitsstelle in Kauf nehmen, ein Viertel (25,2
Prozent) immerhin noch 45 Minuten.
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