Awadalla wirft ORF Wahl-Manipulation vor

Vorab-Entscheidung über Relevanz von BundespräsidentschaftskandidatInnen ist "Diskriminierung durch Medien"

Wien (OTS) - Als "demokratiepolitischen Skandal ersten Ranges und einen Versuch, die Meinung der ÖsterreicherInnen zu manipulieren" bezeichnete die Präsidentschaftskandidatin El Awadalla die Ankündigung des ORF, vor den Präsidentschaftswahlen die Relevanz der KandidatInnen zu erheben und demnach ihre Sendezeiten festzulegen. In einer Aussendung vom Mittwoch hatte die ORF-Führung erklärt, dass der ORF vorab die aktuelle Relevanz der Bewerberinnen und Bewerber feststelle. Nur jene Kandidaten, denen eine solche zugebilligt werden könne, sollen in den Kurzduellen und der "Elefantenrunde" auftreten. Nach aktuellen Umfragedaten könnten das Hundstorfer, Khol, Hofer, Van der Bellen und Griss sein.

"Die KandidatInnen der politischen Parteien und die Kandidatin der Wirtschaft verfügen über ein millionenschweres Budget. Ich dagegen bin auf eine faire Berichterstattung der Medien angewiesen, damit ich meine Stimme erheben kann", führte die unabhängige Kandidatin aus. "Die ORF-Entscheidung ist diskriminierend und kommt einer Vorab-Zensur gleich, denn sie gibt vor, das Wahlergebnis schon vorweg nehmen zu können und bevorzugt somit aktiv bestimmte KandidatInnen.“ In einer Demokratie wird erst in Wahlen über die Relevanz der KandidatInnen entschieden, und nicht zuvor und schon gar nicht durch die öffentlich-rechtlichen Medien.

Demokratie wird erst dann lebendig, wenn es wirkliche Chancengleichheit gibt. Es ist nicht die Aufgabe der Medien, KandidatInnen der Parteien und der Wirtschaft besonders in Szene zu setzen, sondern die gesellschaftliche und politische Realität darzustellen. "Ich bin ein Teil der politischen Realität des Landes, ob das dem ORF passt oder nicht!"

Awadalla abschließend: "Ich fordere die anderen KandidatInnen - und hier besonders Frau Griss und Herrn van der Bellen - auf, von sich aus auf eine demokratische Vorgehensweise des ORFs zu bestehen. Die Entwicklung des Landes hin zu einer ORF-Demokratie müsste auch ihnen ein Dorn im Auge sein.“

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