Umweltpreis 2016: Das sind die Nominierten!

Wien (OTS) - Es ist wieder soweit: Auch dieses Jahr verleiht die Stadt Wien im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien wieder den Umweltpreis für besonders innovative und nachhaltige Projekte. Aus den zahlreichen Bewerbungen wurden nun 8 nominierte Betriebe ausgewählt. „Das Spektrum der Einreichungen war dieses Jahr besonders groß“, freut sich Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke. „Alle Nominierten haben sehr viel Kreativität bewiesen und zeigen, dass sich umweltfreundliches Handeln auch betriebswirtschaftlich rechnet, sie sollen Vorbild für andere Betriebe sein.“ Die Gewinner werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 14. März 2016 im Wiener Rathaus präsentiert.

Seit 2005 zeichnet die Stadt Wien gemeinsam mit dem ÖkoBusinessPlan Wien besonders nachhaltige Betriebe mit dem Umweltpreis aus. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt sind. Die in den letzten Jahren ausgezeichneten Projekte reichen von ökologischem Brandschutz bis hin zu sozialem Engagement an Schulen. Auch heuer sind die Einreichungen wieder breit gefächert: Ob im Bereich Unterhaltung, Kulinarik oder Elektronik - Maßnahmen für langfristige Ressourcenschonung sind keine Grenzen gesetzt. „Alle nominierten Betriebe zeigen eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich in die Unternehmensstrategie integriert werden kann. Ich gratuliere schon jetzt zu dieser Leistung und freue mich, diesen Vorzeigeunternehmen bei der Gala am 14. März eine Bühne geben zu können“, so Sima.

Die acht Nominierten und ihre Projekte

(in alphabetischer Reihenfolge)

Austria Wien

Der Umwelt etwas Gutes tun – darunter versteht die Austria Wien nicht nur technische Aspekte: Unter der CSR-Dachmarke „Violett ist mehr…“ werden zahlreiche CSR-Aktivitäten vereint und sowohl intern wie auch extern kommuniziert. Violett ist umweltbewusst, Violett ist gesellschaftlich engagiert und Violett ist sozial engagiert! Nicht zuletzt deshalb wurde auch das Projekt „Violett ist mehr … Nachhaltiges Stadion – nachhaltiger Fußballklub“ für den Umweltpreis 2016 nominiert.

Burghauptmannschaft und Tiergarten Schönbrunn GmbH

Mit der neuen Giraffenanlage setzt der Tiergarten Schönbrunn ein Zeichen. Der Wintergarten für die Giraffen – ein Glashaus – ermöglicht zwei für den Tiergarten innovative Maßnahmen: Die Nutzung erneuerbarer Energie durch glasintegrierte Photovoltaik und die Zwischenspeicherung von Wärmeenergie in einem Schotterspeicher. Zusätzlich werden auf dem Flachdach des Besucherganges konventionelle Photovoltaikpaneele und Kollektoren für die Warmwasserbereitung installiert. Und all das unter den Vorgaben des Denkmalschutzes.

Confiserie Heindl

Der Schokoladenproduzent setzt seit vielen Jahren mit seiner Unternehmensstrategie Nachhaltigkeit im Sinne der KonsumentenInnen und der Umwelt nachhaltige Maßnahmen um. Jüngst wurden die Produktion und das gesamte Sortiment auf 100% Fairtrade-Kakao umgestellt. Außerdem werden alle regional erhältlichen Rohstoffe wie Zucker, Mehl oder Marmelade in Österreich eingekauft (zum Beispiel STROH Rum oder DARBO Marmeladen).

Kuratorium Wiener Pensionistenhäuser

Im Zuge einer Müllanalyse wurde ein erhebliches Einsparungspotenzial von Wertstoffen im Restmüll festgestellt. „Miteinander trennen wir – unseren Nachfahren und unserer Umwelt zuliebe“ setzt bei der Information aller Beteiligten an, um eine entsprechende Trennung zu unterstützen. Dabei wurden das Abfalltrenn-ABC und Piktogramme eingeführt, Beiträge in der Frühstückszeitung und auch in der MitarbeiterInnen- und Hauszeitung veröffentlicht, Plakate aufgehängt sowie Exkursionen zum Müllmuseum und zur Mülldeponie Rautenweg organisiert.

pulswerk GmbH

SMART KITCHEN – die intelligente Küche von morgen ist ein Schulungsangebot in Wien für ressourceneffizientes Küchenmanagement mit Schwerpunkt Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Potenzial zur Umsetzung wurde in vielen Bereichen festgestellt um die Qualität der Sammlung von biogenen Küchenabfällen zu erhöhen. Deshalb richten sich die Workshops mit Theorie und Praxis einerseits an KüchenchefInnen und die Geschäftsführung, andererseits an das Küchenpersonal, um beispielsweise verschiedene Techniken bei der Zubereitung zu zeigen.

Superfilm

Bekannt durch Produktionen wie „Willkommen Österreich“ ist Superfilm die erste klimaneutral produzierende Filmfirma Österreichs. Bei jeder Produktion werden die anfallenden CO2 Emissionen berechnet und im Anschluss versucht, diese zu verringern bzw. zu kompensieren. Aktuell arbeitet Superfilm im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien an der Entwicklung eines österreichischen Gütesiegels „Green Producing“, dem die Richtlinien für „Green Events & Meetings“ sowie des Hamburger „Grüner Drehpass“ zugrunde liegen.

Tele Haase Steuergeräte GesmbH

TELE entwickelt und produziert ausgefeilte Industrieelektronik wie Überwachungstechnologien, Zeitrelais, Leistungselektronik sowie Netz-und Anlagenschutz. Das Lehrlingsprojekt „Green Up your Life“ zeigt, wie in einer smarten Firma eine nachhaltige Zukunft aussehen kann. Das Projektteam setzt eigenverantwortlich Themen wie den Energieführerschein für Lehrlinge, die Umstellung auf Mehrweg bei Meetings, die Organisation von Lauftreffs oder die Aktion „Gesunde Jause“ inklusive Bau eines Hochbeets um.

UniCredit Bank Austria AG / AfB social & green IT

Mit dem Projekt „IT Geräterecycling mit Sozialnutzen“ sind die UniCredit Bank Austria und AfB angetreten. Die AfB social & green IT übernimmt dabei ausgemusterte IT Hardware der Bank Austria, löscht die Daten, wartet und repariert die Geräte und verkauft sie weiter. Seit Start der Kooperation zwischen der Bank Austria und AfB konnten bereits über 21.000 Geräte, die zu 99% wiederverwendbar waren, übergeben werden. Damit wurde eine erhebliche Einsparung von Energie und CO2-Ausstoß erreicht – gleichzeitig konnte ein Arbeitsplatz für einen Menschen mit besonderen Bedürfnissen geschaffen werden.

Der Umweltpreis der Stadt Wien

Der Umweltpreis zeichnet das Engagement der besten Wiener Betriebe aus und dient als Anreiz und Inspirationsquelle für Unternehmen, die sich bisher noch wenig mit dem Thema des betrieblichen Umweltschutzes auseinandergesetzt haben. Die Siegerprojekte werden von einer unabhängigen Jury, dem Beirat des ÖkoBusinessPlan Wien, ermittelt. Entscheidend sind dabei Umweltrelevanz, Innovationsgrad und Zukunftsfähigkeit, aber auch soziale und gesellschaftliche Aspekte der eingereichten Maßnahmen und Vorhaben.

Die ausgezeichneten Unternehmen erhalten eine speziell für diesen Wettbewerb entworfene Trophäe, sowie eine Urkunde. Preisträgerinnen und Preisträger, die für ihre Umweltprojekte in der Planungsphase noch keine Beratung im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien in Anspruch genommen haben, gewinnen mit dem Umweltpreis zusätzlich professionelle Unterstützung durch geprüfte Umweltberaterinnen und Umweltberater.

Die Veranstaltung zur Verleihung der Umweltpreise 2016 ist ein ÖkoEvent, ein Prädikat der Stadt Wien für umweltfreundliche Maßnahmen bei Veranstaltungen. Nähere Informationen (www.oekoevent.at)

Alle bisher ausgezeichneten Betriebe finden Sie hier:
http://unternehmen.oekobusinessplan.wien.at/oekobusinessplanwien/umwe
ltpreisgewinner/

Sparen nach Plan – mit dem ÖkoBusinessPlan Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der ÖkoBusinessPlan Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken. Gemeinsam mit erfahrenen UmweltberaterInnen werden Einsparpotenziale identifiziert, um Schritt für Schritt den Energiebedarf, das Abfallaufkommen oder den Ressourceneinsatz zu reduzieren.

Der ÖkoBusinessPlan Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zum Wiener Klimaschutzprogramm (KliP) und zum Städtischen Energieeffizienzprogramm (SEP), wo er als Schnittstelle zu den Betrieben verankert ist. Gefördert wird das Programm aus den Mitteln des Ökostromfonds für Wien, der Wirtschaftskammer Wien/WIFI und der Umweltförderung Inland des Lebensministeriums. Unterstützt wird das Programm außerdem von der Arbeiterkammer Wien (AK Wien), dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Wirtschaftsagentur Wien, der Magistratsabteilung für technische Gewerbeangelegenheiten (MA 36) und den Magistratischen Bezirksämtern (Gewerbebehörde).

Weitere Informationen sowie alle teilnehmenden Betriebe finden Sie auf: www.oekobusinessplan.wien.at und
http://unternehmen.oekobusinessplan.wien.at

Rückfragen & Kontakt:

Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
Mobil: 0664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at

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