• 18.02.2016, 07:42:31
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Neue Strategie macht OMV fit für die Zukunft

Wien (OTS) -
- Der OMV Vorstand präsentiert die neue Strategie
- Cashflow-Sicherung, nachhaltiges Upstream-Geschäft, schlagkräftiger
Downstream Öl-Bereich, restrukturierter Downstream Gas-Bereich

Der OMV Vorstand stellt heute die neue strategische Ausrichtung des
Unternehmens für die kommenden Jahre vor: „Wir haben uns in den
vergangenen Monaten intensiv mit der Situation des Unternehmens und
den anstehenden Herausforderungen auseinandergesetzt. Wir machen die
OMV fit für einen volatilen Markt und die Zukunft. Wichtige Schritte
haben wir bereits gesetzt.“

In den kommenden Jahren gibt es für das Unternehmen die folgenden
Prioritäten: Cashflow-Sicherung, nachhaltige Ressourcenbasis im
Upstream-Geschäft, weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des
Downstream Öl-Bereichs und Restrukturierung des Downstream
Gas-Geschäfts. Ziel bei allen Vorhaben ist eine verbesserte
Profitabilität.

Cashflow-Sicherung

Für die Sicherung des Cashflows stehen dem Unternehmen mehrere Hebel
zur Verfügung. OMV CEO Seele: „Angesetzt wird überall, bei
Investitionen, Explorationsausgaben und operativen Kosten. Es gibt
keine Zielsetzung hinsichtlich Personalanpassungen, diese sind aber
auch nicht auszuschließen.“ Die Investitionen werden weiter auf EUR
2,4 Milliarden sinken – gegenüber 2014, dem bisher letzten Jahr mit
hohen Ölpreisen, ergibt sich bis 2016 eine erwartete Reduktion um
rund 40 Prozent. Gleichzeitig werden die Ausgaben für Exploration und
Evaluierung drastisch zurückgenommen, von 2014 bis 2017 um rund 60
Prozent von EUR 700 Millionen auf EUR 300 Millionen. Dazu kommen
weitere Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, die bis 2017 rund
EUR 300 Millionen im Vergleich zu 2014 bringen sollen. Wichtigstes
Ziel ist die Stabilisierung des Cashflows. Zusätzliche Mittel werden
durch den Verkauf von nicht strategischen Vermögensteilen erlöst.
Dazu gehört die bereits angekündigte Veräußerung eines
Minderheitsanteils von bis zu 49 Prozent an der regulierten
Pipeline-Gesellschaft Gas Connect Austria und die Veräußerung von bis
zu 100 Prozent der Anteile an der türkischen Tochter OMV Petrol
Ofisi. Seit Beginn der Übernahme von OMV Petrol Ofisi im Jahr 2006
ist es nicht gelungen, ein integriertes Geschäft in der Türkei
aufzubauen.
Ziel all dieser Maßnahmen ist es, einen weitgehend neutralen freien
Cashflow nach Dividenden zu erwirtschaften.

Nachhaltiges Upstream-Geschäft

„Die OMV hat es bei vielen Aktivitäten selbst in der Hand, bei Kosten
und Investitionen effizienter zu werden. Wir sind bei mehr als 70
Prozent unseres Portfolios Betriebsführer“, sagt OMV Generaldirektor
Rainer Seele. „Die Strategie, das Produktionsvolumen um jeden Preis
in die Höhe zu schrauben, ist vorbei. Wir fokussieren uns auf die
hochprofitablen Barrels. Das heißt: Profitabilität geht vor
Produktionswachstum.“ 90 bis 95 Prozent der Upstream-Investitionen
bis 2020 werden in die Erhaltung des Produktionsniveaus von rund
300.000 boe pro Tag und, falls es die politische Situation erlaubt,
in die Wiederaufnahme der Produktion in Libyen und im Jemen fließen.
Die restlichen 5 bis 10 Prozent sind für das Investitionsprojekt
Achimov IV und V in Russland vorgesehen. „Unser Ziel ist es, das
Upstream-Portfolio der OMV nachhaltig aufzustellen, das heißt, dass
wir die Reserven, die wir produzieren auch vollständig ersetzen.“ Die
Kernregionen sind Österreich und Rumänien, die Nordsee, der Mittlere
Osten und Afrika.

Zentrale Entwicklungsregionen sind Russland sowie die Vereinigten
Arabischen Emirate und der Iran. Mit dem geplanten Asset-Tausch mit
Gazprom und dem dadurch ermöglichten Einstieg in die Produktion im
kostengünstigen Urengoy Feld, soll Russland bis 2020 zu einer
weiteren Kernregion aufgebaut werden. Auf Grundlage vorliegender
Daten kommen wir auf zusätzliche Reserven von rund 600 Millionen boe
– dies entspricht mehr als der fünffachen Produktion der OMV im Jahr
2015. Eine weitere Perspektive eröffnet sich derzeit im Iran. Darüber
hinaus verstärkt die OMV ihre intensive Zusammenarbeit mit dem in Abu
Dhabi ansässigen Kernaktionär IPIC. In Abu Dhabi ergeben sich auch
jenseits des Gemeinschaftsprojektes Shuwaihat mit ADNOC weitere
Perspektiven. Die beiden Optionen Mittlerer Osten und Russland sind
unsere strategische Antwort auf die Frage, wie wir unsere Reserven in
Zukunft vollständig und nachhaltig ersetzen werden.

Schlagkräftiger Downstream Öl-Bereich, restrukturiertes Downstream
Gas-Geschäft

„Im Downstream Öl-Geschäft wurde dank der bisherigen
Restrukturierungen sehr viel erreicht“, betont CEO Rainer Seele.
„Jetzt geht es darum, die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Bereichs
auszubauen.“ Downstream Öl wird weiterhin als Cash-Generator
fungieren. Der Fokus liegt auf der optimalen Auslastung der
Raffinerien.

Dem gegenüber hat die Restrukturierung von Downstream Gas schon
begonnen: Mit der geplanten vollständigen Übernahme der Anteile an
EconGas sollen Strukturen verschlankt und das Absatzvolumen im
Gasverkauf deutlich erhöht werden. Weiterhin engagiert sich die OMV
im Pipelineprojekt Nord Stream 2. CEO Seele: „Mit Nord Stream 2
investieren wir in ein Projekt mit einer attraktiven, nicht
regulierten Rendite, das die Versorgungssicherheit für Europa
erhöht.“ Damit verbunden ist eine Stärkung der Gas Connect Austria,
denn ein großer Teil des Gases, der via Nord Stream 2 in Europa
ankommt, wird über den Gasknotenpunkten Baumgarten verteilt. Mit
diesen Restrukturierungsmaßnahmen positionieren wir Downstream Gas
für eine erfolgreiche Zukunft.

Hintergrundinformation:

OMV Aktiengesellschaft
Mit einem Konzernumsatz von EUR 23 Mrd und einem Mitarbeiterstand von
rund 24.100 im Jahr 2015 ist die OMV Aktiengesellschaft eines der
größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. In Upstream
fokussiert OMV die Aktivitäten auf drei Kernregionen – CEE (Rumänien,
Österreich), Nordsee sowie Mittlerer Osten und Afrika – und auf
ausgewählte Entwicklungsregionen. 2015 lag die Tagesproduktion bei
rund 303kboe/d. Im Bereich Downstream verfügt die OMV über eine
jährliche Raffineriekapazität von 17,8 Mio Tonnen und mit Ende 2015
über rund 3.800 Tankstellen in 11 Ländern inklusive Türkei. Die OMV
betreibt ein Gaspipelinenetz in Österreich und Gasspeicher in
Österreich und Deutschland. 2015 hat die OMV in etwa 110 TWh Gas
verkauft.

Ein Video-Statement von Generaldirektor Rainer Seele zur neuen
Strategie finden Sie in Kürze auf www.omv.com/blog.

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