17. Benefiz-Suppenessen im NÖ Landhaus

LH Pröll: „Orientierungshilfe am Weg in die Zukunft“

St. Pölten (OTS/NLK) - Die Katholische Frauenbewegung der Diözese St. Pölten veranstaltete heute, Dienstag, im Rahmen der Aktion „Familienfasttag“ bereits zum 17. Mal das traditionelle Benefiz-Suppenessen in den Räumlichkeiten des NÖ Landhauses in St. Pölten mit zahlreichen Ehrengästen, unter ihnen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, die beiden Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und Mag. Karin Renner sowie die Landesräte Dr. Stephan Pernkopf, Mag. Karl Wilfing und Mag. Barbara Schwarz. Letztere stellte heuer das Rezept der Fastensuppe (Karotten-Sellerie-Suppe mit Curry) zur Verfügung.

Landeshauptmann Pröll sagte, dass das Benefiz-Suppenessen mittlerweile eine „gute Tradition“ geworden sei, „um den Blick für das Wesentliche zu schärfen“. Anlässe wie der heutige seien wichtig, um sich aus der Hektik des Alltags herauszureißen, „um den Blick darauf zu richten, was das Leben im Kern ausmacht“, so Pröll. Das Benefiz-Suppenessen sei ein „wichtiger Fingerzeig“ und „Orientierungshilfe am Weg in die Zukunft“.

„Traditionen können nur dort entstehen und bestehen, wo Menschen tiefe Wurzeln geschlagen haben“, betonte der Landeshauptmann, dass tiefe Wurzeln die Garantie dafür seien, dass man den Boden nicht verliere. Das bedeute auch, dass man sich seiner eigenen Kultur bewusst werden solle. Seine eigene Kultur pflegen zu können sei wichtig, um einander weltoffen begegnen zu können, so Pröll.

Das Benefiz-Suppenessen sei auch „ein wichtiger Fingerzeig für die Praxis der Menschlichkeit in unserer Zeit“, so Pröll. In der heutigen Zeit, wo das Materielle immer mehr um sich greife, habe das Menschliche immer weniger Platz. Es sei wichtig, auch auf andere zu schauen, darauf weise diese Aktion hin. Dabei solle man ein „Gespür dafür bekommen, wie wichtig es ist, hinzuschauen und zu teilen“.

Wichtig sei es auch „das Miteinander zu pflegen“, so der Landeshauptmann. Das Land Niederösterreich sei schon von einigen Katastrophensituationen heimgesucht worden, dabei habe jede zwei Seiten gehabt – große Herausforderungen auf der einen Seite, auf der anderen Seite sei das Wir-Gefühl und das Miteinander gestärkt worden, so Pröll, der weiters betonte, dass „nur im Miteinander das Glück der Menschen zu finden ist“. Er wünschte der Aktion viel Erfolg, wobei dieser nicht nur materiell sein solle, es gehe dabei auch, dass man im Herzen etwas spüre und lerne, „hinzuschauen und zu teilen, damit es anderen Menschen ein Stückchen besser geht“.

„Es ist nicht einfach zu helfen“, so Diözesanbischof Küng. Vor allem nachhaltiges Helfen sei nicht einfach, das erlebe man gerade aktuell in der Flüchtlingsfrage. Es gehe um persönliche Verantwortung, betonte Küng. Aufgabe der Kirche sei es, „Menschen zu animieren, zu motivieren und ihnen das Rüstzeug zu geben, um wirksam zu werden“, so Küng. Es gebe viele Initiativen, wie die Frauenbewegung, die bemüht seien, Menschen zu mobilisieren, um Hilfe zu zeigen“, sagte Küng „Danke“ für die Aktion „Familienfasttag“.

Landesrätin Schwarz, die heuer das Rezept für die Fastensuppe zur Verfügung stellte, hielt fest, dass es in allen Ländern Ungerechtigkeiten gebe. Auch in Österreich würde es Frauen geben, die Hilfe bräuchten. „Da gilt es hinzuschauen“, so Schwarz. Ganz wichtig sei „Hilfe zur Selbsthilfe“, diesen Frauen „Boden unter den Füßen zu geben“. Jemand, der verwurzelt sei, der habe auch Kraft, so die Landesrätin.

„Die Spenden kommen wirklich dort an, wo sie gebraucht werden“, berichtete Anna Rosenberger, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, von ihrer Reise nach Nicaragua im letzten Jahr. Durch die Projekte, die von der Katholischen Frauenbewegung unterstützt werden, haben die Frauen lesen und schreiben gelernt und weiters gelernt, ihre Familie zu versorgen.

Auf den Philippinen verschärfen niedrige Löhne, steigende Kosten für Bildung, ein privatisiertes Gesundheitssystem und schwindende Sozialleistungen des Staates vor allem für Frauen die ohnehin prekären Lebensbedingungen. Die Partnerorganisation Freedom from Debt Coalition (FDC) engagiert sich vor Ort, um der wirtschaftlichen Not von Frauen Gehör zu verschaffen sowie eine gerechte ökonomische Teilhabe von Frauen zu erreichen. Einen Einblick in ihre Arbeit gab Bernadette Zeena Bello Manglinong, Koordinatorin des Frauenprogrammes von FDC, im Gespräch mit Anna Raab, kfb-Arbeitskreis-Verantwortliche Entwicklungszusammenarbeit. Als größte Probleme nannte sie die Armut aufgrund einer langen Diktatur, die hohen Preise für Strom, Wasser, Gesundheit und Ausbildung.

Nähere Informationen: Katholische Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, Telefon 02742/324-3373, e-mail kfb.stpoelten@kirche.at, http://kfb.kirche.at, www.teilen.at.

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