- 16.02.2016, 12:13:36
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Caritas verstärkt Programme für eine "Zukunft ohne Hunger"
Auslandschef Schweifer: Beendigung des Hungers bis 2030 ist "realistisches Ziel", Vorbeugen von Hungerkrisen beste Form der Vermeidung von Flüchtlingsströmen - Caritas warnt vor Hungerkatastrophe in Äthiopien
Utl.: Auslandschef Schweifer: Beendigung des Hungers bis 2030 ist
"realistisches Ziel", Vorbeugen von Hungerkrisen beste Form
der Vermeidung von Flüchtlingsströmen - Caritas warnt vor
Hungerkatastrophe in Äthiopien =
Wien (KAP) - Das von den Vereinten Nationen angestrebte Ende des
Hungers bis 2030 ist in den Augen der Caritas durchaus ein
"realistisches Ziel", sofern es weltweit genügend Anstrengungen dafür
gibt. Nötig seien letztere sehr, stelle Hunger doch "die elementarste
Form von Armut" dar, wie Christoph Schweifer, Generalsekretär für
Internationale Programme bei der Caritas Österreich, am Montagabend
in Wien vor Journalisten erklärte. Das katholische Hilfswerk will
seine Programme für eine nachhaltige Verbesserung der weltweiten
Ernährungssituation deshalb verstärken.
In den letzten Jahren habe sich laut Schweifer die Zahl der
Hungernden von weltweit über 1 Milliarde Menschen auf 800 Millionen
reduziert. Die Zahl der Kinder, die an den Folgen von Hunger sterben,
habe sich sogar halbiert. Dies zeige, dass man im Kampf gegen Hunger,
Unter- und Mangelernährung durchaus Erfolge verzeichnen könne. Auf
der anderen Seite führte gerade aktuelle Ereignisse wie etwa die
Äthiopische Hungerkatastrophe vor Augen, dass nach wie vor dringender
Handlungsbedarf bestehe, so der Caritas-Auslandschef.
Die Hungerproblematik sei im vergangenen Jahr aufgrund der
Flüchtlingskatastrophe und anderer Krisen etwas aus dem Blickfeld der
Öffentlichkeit gewichen - "was aber nicht bedeutet, dass sie nicht
weiterhin vorhanden und akut ist", so Schweifer. Zudem sei gerade die
Hilfe vor Ort das beste Mittel, um Flüchtlingsströme in der Zukunft
zu vermeiden. "Wenn wir durch Ernährungssicherheit und Bildung
Perspektiven in den Heimatländern stiften, haben die Menschen gar
keinen Grund zu flüchten."
Äthiopien droht Hungerkatastrophe
Äthiopien droht eine massive Hungerkatastrophe, wenn nicht bald etwas
geschieht: Das hat die Caritas-Programmkoordinatorin der Diözese Meki
in Äthiopien, Yetenayet Testaye, am Montagabend im Interview mit
"Kathpress" dargelegt. Über 10 Millionen Menschen in Äthiopien leiden
zurzeit an den Folgen einer extremen Dürreperiode, ausgelöst durch
das Wetterphänomen "El Nino", das zu Trockenheit, Viehsterben und
Ernteausfällen führt. Besonders betroffen sei der Norden des Landes,
wo die Ernten im Vorjahr bis zu 100 Prozent ausgefallen seien, so
Testaye, die auf Einladung der Caritas Österreich nach Wien gekommen
war.
Die Caritas leistet in Äthiopien auch Akutversorgung und Nothilfe
durch Nahrungspakete und Wasser, vorrangiges Ziel ist dennoch eine
nachhaltige Unterstützung. "Die Regierung schaut, dass die Menschen
nicht verhungern. Das ist uns zu wenig, wir wollen nachhaltig etwas
bewirken", betonte die Programmkoordinatorin. Primär unterstütze man
deshalb Kleinbauern mit Saatgut, Technologie und durch Schulungen.
(Infos zur Caritas-Hilfe in Äthiopien unter
www.caritas.at/auslandshilfe)
((ende)) PER/c031/PWU
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