- 15.02.2016, 12:43:52
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„Lebenslanger Forscher“ Friedrich Cerha wird 90
Das Archiv der Zeitgenossen würdigte Friedrich Cerhas immense Schaffenskraft anlässlich seines 90. Geburtstags am 17. Februar 2016.
Utl.: Das Archiv der Zeitgenossen würdigte Friedrich Cerhas immense
Schaffenskraft anlässlich seines 90. Geburtstags am 17.
Februar 2016. =
Krems (OTS) - Das Archiv der Zeitgenossen veranstaltete am Freitag,
den 12. Februar 2016 ein wissenschaftliches Symposium sowie eine
festliche Soirée anlässlich des 90. Geburtstags des österreichischen
Komponisten Friedrich Cerha im Kremser Kino im Kesselhaus. Zur
feierlichen Soirée waren zahlreiche Ehrengäste gekommen, Glückwünsche
überbrachten der Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, die Vizerektorin
der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Monika Kil
und die Leiterin des Archivs der Zeitgenossen, Dr. Christine Grond.
Univ.-Prof. MMag. Dr. Hartmut Krones von der Universität für Musik
und darstellende Kunst Wien hielt die Laudatio.
Monika Kil, Vizerektorin für Lehre/Wissenschaftliche Weiterbildung
der Donau-Universität Krems, gratulierte Friedrich Cerha und sah im
Jubilar, den sie als „lebenslangen Forscher“ bezeichnete, eine
Parallele zur Donau-Universität Krems, der Universität für
Weiterbildung, zu deren Aufgabe auch die Entwicklung und Erschließung
der Künste zähle.
Christine Grond beschrieb den Vorlass Friedrich Cerhas, der sich am
Archiv der Zeitgenossen befindet, als eine sehr bedeutende Sammlung
von Werken und vielen seltenen Tonaufnahmen. „Der große Umfang der
Sammlung zeugt von der immensen Schaffenskraft Cerhas“, so Grond.
„Wir hatten uns aber auch vorgenommen, eine weniger bekannte Seite
des Künstlers zu beleuchten, nämlich jene des Malers.“ Das an der
Donau-Universität Krems angesiedelte Archiv der Zeitgenossen arbeite
an der Erstellung eines Gesamtverzeichnisses des an die tausend
Arbeiten umfassenden bildnerischen Werks. Cerhas vielfältiges
künstlerisches Schaffen war am Archiv der Zeitgenossen tagsüber in
dem von MMag. Gundula Wilscher konzipierten wissenschaftlichen
Symposium „Vernetztes Werk(en)“ Thema gewesen.
Hartmut Krones charakterisierte in seiner Laudatio Cerhas umfassendes
und bedeutendes Oeuvre, das in bisher 81 Jahren schöpferischer
Tätigkeit entstanden ist, als gekennzeichnet durch „fast fanatisches
Streben nach Qualität“. Cerha habe als Dirigent mit allen bedeutenden
Orchestern der Welt gearbeitet, sei als Geiger und als Gründer des
Ensembles „die reihe“ hervorgetreten. Als Professor für Komposition
an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien habe er
die Talente seiner zahlreichen Schüler gefördert. „Cerhas Oeuvre hat
im Archiv der Zeitgenossen eine wunderbare Heimat gefunden“, so
Krones.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überbrachte Friedrich Cerha, den er
als „Pionier zeitgenössischer Musik“ bezeichnete, seine Glückwünsche
und überreichte Friedrich Cerha für seine herausragenden Verdienste
um das Bundesland Niederösterreich die Statuette des Heiligen Leopold
in Bronze. Er versprach Cerhas Werk „zu ehren und zu pflegen in eine
weite Zukunft“. „Wir brauchen heute unbedingt die Freiheit der
Kunst“, meinte der Landeshauptmann und Cerhas Werk gebe dazu Kraft.
Friedrich Cerha dankte für „die Auszeichnung, die mir zuteil geworden
ist“ und die ihn sehr freue, aber auch der niederösterreichischen
Kulturpolitik, „die so viel Notwendiges ermöglicht hat“. Sein Dank
gelte auch Gundula Wilscher, die mit der wissenschaftlichen Betreuung
seines Vorlasses am Archiv der Zeitgenossen betraut ist und Theresia
Hauenfels, Kuratorin der Ausstellung seines bildnerischen Werks im
Forum Frohner.
Ausstellung „Friedrich Cerha. Sequenz & Polyvalenz“
Die Ausstellung „Friedrich Cerha. Sequenz & Polyvalenz“, die das
bildnerische Werk Friedrich Cerhas zeigt, wurde am Samstag, 13.2., im
Forum Frohner durch Landesrätin Mag. Barbara Schwarz eröffnet und ist
noch bis 28.3. zu sehen. Kuratorin der Ausstellung ist Theresia
Hauenfels.
Weitere Informationen und Bilder unter:
http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/presse/archiv/23571/index.php
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