• 13.02.2016, 17:07:04
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Faymann verteidigt in ÖSTERREICH Grenzschutz: "Auch wenn Italien keine Freude hat, ich muss Verantwortung für Österreich wahrnehmen."

Kanzler drückt aufs Tempo: "Ich bin nicht bereit, weiter Zeit verstreichen zu lassen. Dafür ist es zu spät."

Utl.: Kanzler drückt aufs Tempo: "Ich bin nicht bereit, weiter Zeit
verstreichen zu lassen. Dafür ist es zu spät." =

Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung
ÖSTERREICH verteidigt Bundeskanzler Werner Faymann die Maßnahmen an
der österreichischen Grenze, wie zum Beispiel am Brenner. Faymann:
"Die bessere Lösung wäre auch aus meiner Sicht der Schutz der
EU-Außengrenzen. Aber leider haben wir Zweifel, dass das rechtzeitig
funktionieren wird. Ich habe auch Premierminister Matteo Renzi
gesagt, dass wir ebenfalls für eine Verteilungsquote für Flüchtlinge
in der EU sind. Aber viele europäische Länder bleiben noch auf ihrer
ablehnenden Linie. Ich muss daher machen, was für Österreich am
besten ist. Auch wenn Italien keine Freude hat - Ich muss die
Verantwortung für Österreich wahrnehmen."

Die Zeit dränge, so Faymann: "Wir haben bereits Februar. Ich bin
nicht bereit, weiter Zeit verstreichen zu lassen. Dafür ist es zu
spät. Im März wird mit weiteren Flüchtlingsströmen und Ausweichrouten
gerechnet. Daher müssen wir jetzt die technischen Vorrichtungen bauen
lassen, damit sie dann in Betrieb gehen können, wenn wir sie
brauchen."

Faymann nimmt auch in Kauf, in dieser Frage eine andere Position
als Deutschland einzunehmen: "Ja, da bin ich auch im Widerspruch zu
Deutschland. Aber wir können dieses Jahr nicht wieder 90.000
Flüchtlinge aufnehmen. Das geht nicht."

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