- 11.02.2016, 11:12:52
- /
- OTS0080 OTW0080
Verbot für Gatterjagden in NÖ: Grüne legen Gesetzesentwurf vor
Krismer/Petrovic: Gatterjagd ist Tierquälerei
Utl.: Krismer/Petrovic: Gatterjagd ist Tierquälerei =
St. Pölten (OTS) - „Nachdem der zuständige VP-Landesrat Stephan
Pernkopf bisher nicht tätig wurde, um dem Gemetzel in Gattern ein
Ende zu bereiten, reißt uns jetzt der Geduldsfaden“, so Madeleine
Petrovic, Abgeordnete der Grünen im NÖ Landtag, am Donnerstag in
einer Pressekonferenz.
Petrovic ist zornig. Zornig auf Stephan Pernkopf. „Stephan Pernkopf
steht – wie in seinen Rollen als Umwelt- oder Energielandesrat -
auch beim Thema Jagd auf der falschen Seite – nämlich auf der Seite,
der zahlungskräftigen Hobbyjäger, die in ihrer Freizeit gerne zahme
Tiere töten, die nicht davon laufen können. Mit dem Jagdwesen hat das
nichts zu tun. Gatterjagd ist Tierquälerei“, so Petrovic konkret.
Niederösterreich ist DAS Bundesland der Gatterjagd– 74 Gatter gibt es
in Niederösterreich. Die Gatterjagd gibt es nur noch in 4
Bundesländern österreichweit, wobei es in Wien und der Steiermark nur
noch eines gibt. Dieses „Freizeitangebot für HobbyjägerInnen“ wird
also im Burgenland, am intensivsten aber in Niederösterreich
angeboten.
Das wollen die Grünen jetzt per Gesetz ändern.
Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, hat eine
Abänderung des NÖ Jagdrechts formuliert.
„Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen und werden einen entsprechenden
Antrag einbringen, der auf die Auflösung von Einfriedungen
umfriedeter Jagdgebiete innerhalb von zwei Jahren ab Inkrafttreten
dieser Regelung abzielt. Wer das innerhalb von 2 Jahren nicht
schafft, hat mit Strafen zu rechnen“, erklärt Helga Krismer.
Die Grünen gehen dann auch einen Schritt weiter und fordern per
Antrag auch ein Verbot des Abschusses jagdlicher Waffen im Ortsgebiet
und bei Sport- und Freizeitanlagen sowie jeweils in einem Umkreis von
500 Metern.
Anlass dafür waren besorgte BürgerInnen, die tote Katzen, Hunde, Kühe
etc. zu beklagen haben, weil Schießwut, ohne vorherige Vergewisserung
um welches Ziel es sich handelt, immer mehr Opfer fordert.
Das NÖ Jagdrecht wird durch unsere Vorschläge ein Stück zeitgemäßer
und der Spaß am Töten von Tieren wird nicht mehr gefördert.“, so
Klubobfrau Helga Krismer abschließend.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRN






