Verbot für Gatterjagden in NÖ: Grüne legen Gesetzesentwurf vor

Krismer/Petrovic: Gatterjagd ist Tierquälerei

St. Pölten (OTS) - „Nachdem der zuständige VP-Landesrat Stephan Pernkopf bisher nicht tätig wurde, um dem Gemetzel in Gattern ein Ende zu bereiten, reißt uns jetzt der Geduldsfaden“, so Madeleine Petrovic, Abgeordnete der Grünen im NÖ Landtag, am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Petrovic ist zornig. Zornig auf Stephan Pernkopf. „Stephan Pernkopf steht – wie in seinen Rollen als Umwelt- oder Energielandesrat -auch beim Thema Jagd auf der falschen Seite – nämlich auf der Seite, der zahlungskräftigen Hobbyjäger, die in ihrer Freizeit gerne zahme Tiere töten, die nicht davon laufen können. Mit dem Jagdwesen hat das nichts zu tun. Gatterjagd ist Tierquälerei“, so Petrovic konkret.

Niederösterreich ist DAS Bundesland der Gatterjagd– 74 Gatter gibt es in Niederösterreich. Die Gatterjagd gibt es nur noch in 4 Bundesländern österreichweit, wobei es in Wien und der Steiermark nur noch eines gibt. Dieses „Freizeitangebot für HobbyjägerInnen“ wird also im Burgenland, am intensivsten aber in Niederösterreich angeboten.

Das wollen die Grünen jetzt per Gesetz ändern.

Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, hat eine Abänderung des NÖ Jagdrechts formuliert.

„Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen und werden einen entsprechenden Antrag einbringen, der auf die Auflösung von Einfriedungen umfriedeter Jagdgebiete innerhalb von zwei Jahren ab Inkrafttreten dieser Regelung abzielt. Wer das innerhalb von 2 Jahren nicht schafft, hat mit Strafen zu rechnen“, erklärt Helga Krismer.

Die Grünen gehen dann auch einen Schritt weiter und fordern per Antrag auch ein Verbot des Abschusses jagdlicher Waffen im Ortsgebiet und bei Sport- und Freizeitanlagen sowie jeweils in einem Umkreis von 500 Metern.

Anlass dafür waren besorgte BürgerInnen, die tote Katzen, Hunde, Kühe etc. zu beklagen haben, weil Schießwut, ohne vorherige Vergewisserung um welches Ziel es sich handelt, immer mehr Opfer fordert.

Das NÖ Jagdrecht wird durch unsere Vorschläge ein Stück zeitgemäßer und der Spaß am Töten von Tieren wird nicht mehr gefördert.“, so Klubobfrau Helga Krismer abschließend.

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