• 10.02.2016, 10:00:02
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Report „FJORD Trends 2016“: Die Smartwatch wird schlauer, Big Data lernt Manieren, Apps verschwinden

Zehn digitale Entwicklungen und ihr Einfluss auf Menschen, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung

Utl.: Zehn digitale Entwicklungen und ihr Einfluss auf Menschen,
Unternehmen und die öffentliche Verwaltung =

Wien (OTS) - Die Digitalisierung schreitet voran und verändert das
Leben von Kunden, Bürgern, Mitarbeitern und Patienten. Ein aktueller
Report beschreibt zehn digitale Entwicklungen und ihren Einfluss auf
Menschen, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung. Veröffentlicht
hat ihn die globale Design- und Innovationsberatung FJORD, eine
Tochter von Accenture.

„Die Digitalisierung lässt kaum einen Lebensbereich aus“, sagt Peter
Halper, Managing Director, Telecommunications, Media & Technology bei
Accenture Österreich. „Das hat Auswirkungen darauf, welche neuen
Dienstleistungen und Angebote auf die Menschen zukommen und wie
Unternehmen und andere Organisationen sie gestalten sollten.“ Fjord
nennt die intelligenten Dienste ‚Living Services‘ – digitale
Angebote, die sich automatisch in Echtzeit an die Bedürfnisse von
Menschen und an Situationen anpassen. „Sie werden uns das Leben in
vielen Bereichen erleichtern, erfordern aber auch ein Umdenken beim
Umgang mit Daten,“ so Peter Halper.

Der Report „FJORD Trends 2016“ beleuchtet zehn digitale
Entwicklungen, mit denen sich Unternehmen und Verwaltungen heute
schon befassen und die sie zukünftig noch stärker vorantreiben
werden:

1. Geräte, die zuhören

Wearables (Smartwatches, Fitness-Armbänder) und Nearables (z. B.
Amazon Dash) kennen die Vorlieben ihrer Nutzer und liefern ihnen
ausgewählte Angebote. Mit diesen Geräten können Menschen spontan
Dinge kaufen, Informationen abrufen und kommunizieren. Die Folge:
Verbraucher sind immer weniger bereit, Zeit für Recherchen
aufzuwenden. Stattdessen suchen sie kurz und zielgerichtet nach
bedarfsgerecht aufbereiteten Angeboten. „Mikromomente“ nennt Fjord
diese Situationen, in denen Händler, Konsumgüterhersteller und
Dienstleister zukünftig präsent sein müssen.

2. Big-Data-Etikette

Wer beim Sammeln, Speichern und Kontrollieren von Daten nicht
vertrauenswürdig ist, wird auf Dauer Kunden verlieren. Deshalb wird
sich eine Big-Data-Etikette etablieren. Dazu zählt, Datenschutz
stärker in die Entwicklung von Technologie und Produkten einzubauen
(„privacy-by-design“), wie es etwa Microsoft tut und wie es die
bevorstehende EU-Datenschutz-Grundverordnung vorsieht. Um den Prozess
des Datensammelns sensibler zu gestalten, sollten ihn sich
Organisationen so vorstellen, als würden sie einen Unbekannten auf
der Straße um persönliche Informationen bitten.

3. König Mitarbeiter

Im Kampf um die besten Köpfe investieren Arbeitgeber in Employee
Experience Design, die ganzheitliche Gestaltung, wie Menschen ihre
Arbeitsumgebung erleben. Denn der digitale Lebensstil hat die
Arbeitswelt verändert, vor allem im Dienstleistungssektor. Menschen
gewöhnen sich an flexibles, selbständiges Arbeiten. Mitarbeiter
erwarten heute weniger starre Arbeitsformen und eine bessere digitale
Ausstattung. Arbeitgeber stehen vor der Herausforderung, die
unterschiedlichen Ansprüche mehrerer Generationen (Baby Boomer,
Generation X, Millennials, Generation Z) in Einklang zu bringen.

4. Das Verschwinden der Apps

Viele Apps, die nur eine einzige Funktion erfüllen, gehen in
Plattformen und breiteren Angeboten auf. Ein Beispiel ist 'WeChat',
ein chinesisches Messaging-Angebot mit mittlerweile zehn Millionen
Dritt-Apps. Andere Plattformen bilden sich rund um
Smart-Home-Anwendungen und das vernetzte Auto. Anbieter digitaler
Services müssen sich mit folgenden Fragen beschäftigen: In welchen
Situationen nutzen Menschen ein Angebot? Welche Plattformen gibt es
dafür bereits? Wie kann man die eigene Anwendung so gestalten, dass
sie sich dort einspeisen lässt?

5. Luxus für alle

Was früher einer wohlhabenden Elite vorbehalten war, steht heute
vielen Menschen mit einem Fingerwisch zur Verfügung, etwa ein
Chauffeur oder ein persönlicher Assistent wie 'Facebook M'. Dank
digitaler Technologie kann heute jedes Unternehmen Dienste auf den
Einzelnen zuschneiden – und in einer Größenordnung anbieten, die sie
für ein breites Publikum erschwinglich machen.

6. Nahbare Verwaltung

Die öffentliche Verwaltung arbeitet daran, den Bürgern den Zugang zu
ihren Angeboten zu erleichtern. Großbritannien und die USA haben
Richtlinien für digitales Design herausgegeben, die einfacher und
besser durchdacht sind als viele Beispiele aus der Wirtschaft. Unter
Druck geraten Verwaltungen und Regierungen dort, wo private und
privatwirtschaftliche Initiativen wie 'Flüchtlinge Willkommen'
digitale Angebote schaffen, weil ihnen Dienste der öffentlichen Hand
nicht ausreichend erscheinen, keine hilfreichen Informationen bieten
oder diese schlicht fehlen.

7. Gesundheit als Statussymbol

Selbstoptimierung verlässt die Nische technikverliebter Kosmopoliten.
Fitness-Armbänder und ähnliche Geräte mit Diensten, die Bewegungs-
und Ernährungsgewohnheiten auswerten, sind für viele erschwinglich.
Die Daten, die sie liefern, machen sich für Verbraucher bezahlt, zum
Beispiel beim Abschluss von Versicherungen. Unternehmen werden
Produkte und Services zunehmend als Wellness-Schnittstellen anbieten.

8. Virtuelle Realität

Träume werden wahr. Jenseits von Computerspielen entstehen erste
handfeste VR-Anwendungen auf den Feldern Bildung, Kollaboration,
Tourismus und Medizin. Mit den erschwinglichen Geräten, die jetzt auf
den Markt kommen (Oculus Rift) oder bereits erhältlich sind (Gear VR
von Samsung), können Unternehmen erstmals ernsthaft beginnen, mit VR
zu experimentieren, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, auch wenn
„Killeranwendungen“ für den Massenmarkt noch etwas auf sich warten
lassen werden.

9. Weniger Entscheidungen, mehr Lebensqualität

Dienste nehmen Menschen Entscheidungen ab, die ihnen die wachsende
Zahl digitaler und anderer Angebote abverlangt. Es ist die Stunde von
Services wie 'Google Now', die sich einmal getroffene Entscheidungen
merken und sie automatisch wiederholen – und von Abo-Diensten, die
dem Kunden das liefern, was er voraussichtlich mag, seien es Bücher,
Lebensmittel oder Musik. Die Auswahl treffen Algorithmen.

10. Design von innen heraus

Unternehmen investieren in Design Thinking, um mit der rasanten
digitalen Entwicklung und sich wandelnden Kundenerwartungen Schritt
halten zu können. Design Thinking ist ein vor allem bei Start-Ups
gepflegter Ansatz: Ein Bedarf oder ein Problem wird hier strikt aus
Anwendersicht betrachtet, um dann einen Service oder ein Produkt zu
gestalten. Mittlerweile richten sich immer mehr Firmen eigene
strategisch orientierte Design-Abteilungen ein und schaffen
Führungspositionen für Design-Verantwortliche.

Über die FJORD Trends

In seinem jährlichen Trends-Report bündelt FJORD digitale
Entwicklungen mit Auswirkungen auf den Menschen als Kunde, Bürger und
Mitarbeiter. Die Trends speisen sich aus den professionellen und
persönlichen Erfahrungen der mehr als 750 FJORD-Mitarbeiter, aus
Diskussionen und Workshops mit Kunden und vertiefenden Recherchen.

Den vollständigen Report finden Sie hier zum Download:
http://www.ots.at/redirect/Presseservice1 und auf SlideShare:
http://www.ots.at/redirect/SlideShare

Über Accenture

Accenture ist ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen, das
eine breite Palette von Services und Lösungen in den Bereichen
Strategie, Consulting, Digital, Technologie und Operations anbietet.
Mit umfassender Erfahrung und spezialisierten Fähigkeiten über mehr
als 40 Branchen und alle Unternehmensfunktionen hinweg – gestützt auf
das weltweit größte Delivery-Netzwerk – arbeitet Accenture an der
Schnittstelle von Business und Technologie, um Kunden dabei zu
unterstützen, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern und nachhaltigen
Wert für ihre Stakeholder zu schaffen. Mit rund 373.000 Mitarbeitern,
die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind, treibt Accenture
Innovationen voran, um die Art und Weise, wie die Welt lebt und
arbeitet, zu verbessern. Mehr unter http://www.accenture.at

FJORD ist eine globale Design- und Innovationsagentur und Teil von
Accenture Interactive. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer der
Mensch. Wir denken Beziehungen neu, die Menschen mit ihrer digitalen
und physischen Umwelt eingehen. Mit Methoden des Designs gestalten
wir Services, die Nutzer begeistern. Führende Unternehmen arbeiten
mit uns daran, aus komplexen Systemen einfache und elegante
Anwendungen zu machen. Wir sind ein bunt gemischtes
multidisziplinäres Team von mehr als 750 Design-, Innovations- und
Business-Experten – in 19 Städten auf vier Kontinenten: Atlanta,
Austin, Berlin, Chicago, Helsinki, Hong Kong, Istanbul, London, Los
Angeles, Madrid, Mailand, New York, Paris, San Francisco, São Paulo,
Seattle, Stockholm, Sydney und Toronto. FJORD wurde 2001 gegründet.
Erfahren Sie mehr unter https://www.fjordnet.com und folgen Sie uns auf
@fjord.

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