- 10.02.2016, 09:49:15
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VP-Schabus: Lebensmittel gehören auf den Tisch und nicht in den Müll!
42% verzehrfähiger Lebensmittel landen im Müll. Hauptsächlich durch den Endverbraucher selbst.
Utl.: 42% verzehrfähiger Lebensmittel landen im Müll. Hauptsächlich
durch den Endverbraucher selbst. =
Klagenfurt (OTS) - "Was Hunger wirklich bedeutet, wissen heute viele
nicht mehr. Besonders zu Beginn der Fastenzeit bietet es sich an, in
sich zu kehren, um über einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln
nachzudenken.", so VP-LAbg. Karin Schabus. Allein in Österreich
werden Jahr für Jahr tonnenweise Lebensmittel vom Endverbraucher
weggeworfen. Darunter auch jene, die von Kärntens Bäuerinnen und
Bauern mit einem hohen Maß an Leistung hergestellt werden. "Als
Bio-Bäuerin weiß ich, welchen Wert Lebensmittel haben, wie viel Mühe
und Liebe in der Urproduktion stecken. Diese Lebensmittel landen im
Müll, obwohl sie hochwertig und
zu hundert Prozent genießbar sind. Ein Umdenken in der Gesellschaft
ist notwendig, damit der Wert der Lebensmittel wieder erkannt und der
Umgang damit geändert wird.", so Schabus.
Besorgniserregend sei außerdem das Phänomen, dass die Zahl der
Magersüchtigen bei voll gedeckten Tischen rasant steige.
"Mittlerweile ist ein Anstieg von Magersüchtigen bereits im
Kindesalter zu verzeichnen. Ein alarmierendes gesellschaftliches
Phänomen, dass nicht ignoriert werden darf, ebenso wie die Tatsache,
dass viele Menschen Hunger leiden, sich aber keine Mahlzeit leisten
können.", so Schabus.
Als Gegenmaßnahme sei das Aktionsprogramm "Stopp der
Lebensmittelverschwendung" von Bundesminister Andre Rupprechter zu
begrüßen, das im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche
präsentiert wurde. "Auch in Kärnten können die darin enthaltenen
Gegenmaßnahmen mittels Initiativen forciert werden. Bewusstseins -
und Informationskampagnen für Konsumenten oder der Ausbau der
Lebensmittelweitervergabe in bestehende Soziale Einrichtungen würden
auch in Kärnten zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung
beitragen.", erläutert Schabus. Darüber hinaus sei die Optimierung
des Warenangebotes in allen Bereichen der Wertschöpfungskette ein
wesentlicher Schwerpunkt. Durch gezielte Informations- und
Schulunterlagen für Bildungseinrichtungen könnte früher mit der
Bewusstseinsbildung für einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln
begonnen werden. "Wie kostbar unsere Lebensmittel sind und wie
wichtig eine gesunde, ausgewogene Ernährung für ein vitales Leben
ist, sollte unseren Kindern von klein auf mitgegeben werden. Die
Familie nimmt hier eine ganz entscheidende Vorbildrolle ein. Aber
auch Bildungseinrichtungen sind gefragt.", so Schabus. Um dafür einen
Anreiz zu bieten, sollten Einrichtungen, die das Wegwerfen von
Lebensmitteln vermeiden, mit einem preisdotierten Award belohnt und
honoriert werden.
"Letztlich liegt es aber auch an jedem einzelnen, wie viel in welcher
Qualität wo gekauft wird. Ob nun Unmengen an billigen
Auslandprodukten oder doch hochwertige, regionale Produkten gekauft
werden. Heimische Produkte sind nicht nur gesünder. Beim Kauf von
Kärntner Produkten wird gleichzeitig die regionale Wertschöpfung
gestärkt. Unsere Lebensmittel sind der Schlüssel zu einem vitalen und
gesunden Leben und kein Abfallprodukt!", so Schabus abschließend.
(Schluss)
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