- 08.02.2016, 11:54:37
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Das sichere Dach über dem Kopf – auch im Winter
Schneelasten und Frost: Worauf gilt es zu achten?

Utl.: Schneelasten und Frost: Worauf gilt es zu achten? =
Wien (OTS) - Folgt nach einem extrem heißen Sommer ein strenger
Winter? Exakte Prognosen gibt es nicht, Spekulationen allerdings
viele. Aber eines ist klar: Wie viel Schnee der Winter 2016 auch noch
bringen mag, wir müssen unsere Dächer vor den Auswirkungen von Kälte,
Eis und Schnee angemessen schützen. Dieser Schutz ist zum Teil auch
gesetzlich vorgeschrieben und sieht in Tirol anders aus als im
Burgenland.
Das Unvorhersehbare vorhersagen – das geht nicht. Somit stehen auch
die Meteorologen vor einem Rätsel, wenn es darum geht, vorherzusagen,
welche Wetterkapriolen uns der kommende Winter wohl bescheren wird.
Vertraut man auf Erfahrungswerte, könnte man davon ausgehen, dass es
ein strenger, langer Winter wird. Dies bedeutet viel Schnee mitsamt
seinen Gefahren wie Lawinen und Glatteis sowie unter der Schneelast
zusammenbrechende Strommasten und Bäume. Aber auch die Dächer ächzen
bei enormem Schnee unter der Last. „Dächer in Österreich sind ständig
Wettereinflüssen ausgesetzt. Daher gilt es diese zu warten und zu
pflegen. Hierbei punktet das Steildach als ein wartungsfreundliches
Dach fürs Leben. Sowohl Kosten als auch Wartung halten sich geringer
im Gegensatz zu einem Flachdach. Das hat unsere in Auftrag gegebene
TU-Studie ergeben“, erklärt Alfred Steingress, Sprecher der
Initiative Pro Steildach.
Schneelast auf dem Dach
Abhängig vom Standort des Gebäudes, von Seehöhe und Dachneigung
müssen Österreichs Dächer zwischen 84 und 1.080 Kilogramm Schneelast
pro Quadratmeter ertragen können. Das gibt die ÖNORM EN 1991-1-3 vor,
jene Norm des Bauwesens, welche die Einwirkungen von Schneelasten auf
Tragwerke regelt. Dabei wird Österreich in verschiedene Zonen
eingeteilt. Während die Haus- und Hallendächer im 11. Wiener
Gemeindebezirk für eine Schneelast von 84 Kilogramm pro Quadratmeter
konzeptioniert sind, was ungefähr dem durchschnittlichen
Körpergewicht eines erwachsenen Mannes entspricht, müssen
Dachkonstruktionen beispielsweise in St. Christoph am Arlberg in
Tirol für 1.080 Kilo Schnee pro Quadratmeter gerüstet sein – also für
das Gewicht eines Wasserbüffels.
Richtige Statik sorgt vor und das Steildach zeigt Vorteile
„Wichtig um diese Normen einhalten zu können, ist die Kenntnis und
die richtige Anwendung der Einwirkung von Einflüssen aus der Umwelt,
also wie ein Tragwerk geplant werden soll. Das Grundkonzept eines
Hauses muss stimmen und Lasten berücksichtigt werden“, erklärt Dr.
Karlheinz Hollinsky, Ziviltechniker für Bauwesen. Hier zeigt das
Steildach schon in der Planung positive Aspekte. „Der größte Vorteil
von Steildächern ist die Tatsache, dass Wasser abrinnen kann und auch
Schnee abrutscht“, erklärt Hollinsky und meint weiter: „Vor allem
Wasser kann somit nicht frieren und das Dach schädigen. Dies macht
das Steildach zuverlässig.“ Er empfiehlt aber allen Hausbesitzern,
die unsicher sind, bei starkem Schneefall eine regelmäßige Kontrolle
der Schneehöhe. „Wir wollen allen Häuslbauern bewusstmachen, dass sie
darauf achten sollten, ob die für ihre Region geltende ÖNORM
eingehalten wurde“, sagt Steingress. Da auch andere äußere Ereignisse
– etwa Sturmschäden – dem Dach Schäden zugefügt haben könnten,
empfehlen die Experten, das Dach ab einem gewissen Alter von einem
Fachmann in Augenschein nehmen zu lassen.
Schneeschutz ist effizient für das Steildach
Ein Steildach sollte unbedingt auch einen Schneeschutz haben. Dieser
hat zwei wichtige Aufgaben: Einerseits sorgt er für die Sicherheit
der Bewohner und Passanten entlang der Dachtraufe indem das
Abrutschen des Schnees verhindert wird, andererseits dient er zum
Schutz des Gebäudes und der Eindeckung.
Besonders in schneereichen Gebieten ist auf die richtige Auswahl des
Schneeschutzes Rücksicht zu nehmen und die Herstellerrichtlinien zu
beachten.
Beachtet man Statik, Schneeschutz und Co. steht einem sicheren Dach
über dem Kopf auch im Winter nichts entgegen. Wichtig ist es, sich
von Fachkräften beraten zu lassen, um so das Eigenheim zu einem
sicheren Zuhause zu machen
Weitere Bilder und Informationen unter: http://1drv.ms/1PnmW3n
Über die Initiative Pro Steildach
Zur Initiative Pro Steildach haben sich im Frühjahr dieses Jahres die
Firmen VELUX, TONDACH, BRAMAC, ETERNIT sowie holzbau austria
zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist, die Nutzungsvorteile
von geneigten Dächern – in bauphysikalischer sowie wirtschaftlicher
Hinsicht – aufzuzeigen und das Bewusstsein für die Wichtigkeit des
Daches und die Dachform in der österreichischen Gesellschaft zu
schärfen.
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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