SPÖ-Berger-Krotsch: Stop FGM! Null Toleranz gegen diese Menschenrechtsverletzung

Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Schluss mit brutaler Gewalt an Frauen!

Wien (OTS/SPW) - "Weibliche Genitalverstümmelung muss gestoppt werden!", betont LAbg. Nicole Berger-Krotsch, Frauensekretärin der Wiener SPÖ anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am Samstag. Es brauche umfassende Aufklärung und Beratung, um "dieses Tabuthema endlich aufzubrechen. Darum thematisieren wir diese massive Menschenrechtsverletzung Jahr für Jahr“. FGM ist eine Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und passiert auch in Europa und Österreich. Es wird geschätzt, dass europaweit ca. 500.000 Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen bzw. bedroht sind. Weltweit sollen es sogar ca. 150 Millionen Frauen und Mädchen sein.****

Im letzten Jahrzehnt hat die Stadt vielfältige, für eine Großstadt vorbildliche Maßnahmen im Kampf gegen FGM entwickelt. Sie reichen von Aufklärung bis hin zur gezielten Behandlung. In Wien gibt es Schulungen in den Spitälern und einen eigenen Leitfaden, der vor allem im Umgang mit Opfern unterstützen soll. Daneben setzt Wien auf die Sensibilisierung von Berufsgruppen, die potenzielle Opfer erreichen können. Ganz zentral ist hierbei eine enge Zusammenarbeit mit den Communities.

Wichtigste Anlaufstelle für Betroffene ist das FGM-Beratungszentrum im FEM-Süd im Kaiser-Franz-Josef-Spital, das österreichweit zu den wichtigsten Kompetenzzentren in Sachen FGM zählt. Seit 2009 finden FGM-betroffene Frauen eine spezialisierte gynäkologische Anlaufstelle in der Wiener Rudolfstiftung, die die österreichweit erste Ambulanz für vaginale Rekonstruktion aufgebaut hat. Diese kooperiert eng mit FEM Süd, das die betroffenen Frauen in ihrer Muttersprache berät und unterstützt.

"Wir werden weiterhin gegen diese brutale Gewalt an Frauen kämpfen. Im Mittelpunkt stehen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren Körper, der Schutz von Opfern und die Bewusstseinsbildung. Wien geht hier einen vorbildlichen Weg", unterstrich Berger-Krotsch abschließend. (Schluss)

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