- 05.02.2016, 09:20:52
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Bundesminister Kurz: „Angriffe auf Journalisten sind Angriffe auf die Demokratie“
Von Österreich unterstützte UNESCO-Konferenz mit Medienhäusern berät über Maßnahmen zum Schutz von JournalistInnen
Utl.: Von Österreich unterstützte UNESCO-Konferenz mit Medienhäusern
berät über Maßnahmen zum Schutz von JournalistInnen =
Paris, 5. Februar 2016 (OTS) - Ein Jahr und einen Monat nach dem
tragischen Angriff auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris
verabschieden Medienschaffende aus der ganzen Welt einen Appell zur
stärkeren internationalen Zusammenarbeit für den Schutz von
Journalisten und Journalistinnen. Außenminister Sebastian Kurz
erklärte anlässlich der UNESCO-Konferenz: „Angriffe auf Journalisten
sind Angriffe auf die Demokratie und die Grundwerte pluraler
Gesellschaften. Die Förderung der Sicherheit von Journalisten ist
deshalb ein Schwerpunktthema der österreichischen
Menschenrechtspolitik.“
Weltweit stirbt wöchentlich mindestens ein Journalist oder eine
Journalistin. 2015 waren es 103 JournalistInnen, die auf Grund ihrer
Tätigkeit ihr Leben lassen mussten. Die Angriffe sind auf keine
Region beschränkt. JournalistInnen, die zu Themen wie Korruption oder
organisierter Kriminalität berichten, sind weltweit besonders
gefährdet. Kern des Problems ist die Straflosigkeit, über 90% der
Verbrechen gegen JournalistInnen werden nie aufgeklärt. Auch kommen
JournalistInnen zunehmend in das Fadenkreuz des extremistischen
Terrorismus. Drohungen und verbale Attacken gegen Journalisten,
insbesondere aber gegen Journalistinnen, nahmen mit dem
Online-Journalismus neue Dimensionen an.
Österreich engagiert sich deshalb in allen UNO-Foren für die
Umsetzung von Maßnahmen zur konkreten Verbesserung des Arbeitsumfelds
von JournalistInnen weltweit, sowie für die Bewusstseinsbildung und
den Austausch von „Best Practice“-Beispielen. Die UNESCO in Paris ist
für die Umsetzung des UNO-Aktionsplans für den Schutz von
JournalistInnen verantwortlich. Die Konferenz, die vom
österreichischen Außenministerium ko-finanziert wurde, versammelte
zum ersten Mal die EntscheidungsträgerInnen der weltweit führenden
Medienhäuser und NGOs sowie RegierungsvertreterInnen in einem Raum,
um gemeinsam wirksame Strategien zum Schutz von JournalistInnen zu
diskutieren und zu entwickeln.
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