• 02.02.2016, 09:45:56
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ÖH Uni Wien: Weitere Zugangsbeschränkungen sind völlig inakzeptabel

Aufnahmegebühren stellen eine weitere soziale Hürde dar - Studierendenvertretung fordert Ausfinanzierung der Hochschulen

Utl.: Aufnahmegebühren stellen eine weitere soziale Hürde dar -
Studierendenvertretung fordert Ausfinanzierung der Hochschulen =

Wien (OTS) - "Wenn sich mehr Personen zu Aufnahmeverfahren anmelden,
als dann zur Prüfung erscheinen, ist das der Beweis dafür, dass sie
auf potentielle Studierende abschreckend wirken", antwortet das
Vorsitzteam der ÖH Uni Wien auf die neuen Aufnahmegebühren ab
kommenden Wintersemester. Das Einheben von 50 Euro reiht sich dabei
in eine lange Liste von Maßnahmen ein, die in den letzten Jahren
eingeführt wurden, um den Universitätszugang zu erschweren.

"Was die Universität Wien hier betreibt, ist Symptombekämpfung und
keine sinnvolle oder studierendenfreundliche Hochschulpolitik. Für
uns als Studierendenvertretung sind derartige Gebühren völlig
inakzeptabel!", kritisiert Camila Garfias (VSStÖ) vom Vorsitzteam das
Vorgehen des Rektorats. Vehement wies die ÖH Uni Wien in den letzten
Jahren darauf hin, dass Zugangsbeschränkungen auch in Form von
Studieneingangsgesprächen, Self-Assesments oder auch Gebühren für
die Tests sozial selektiv und abschreckend sind. "Gerade für
Studierende, die in erster Generation studieren, die in ihrer
Entscheidung unsicher sind oder in ihrer Studienwahl von ihrem Umfeld
nicht unterstützt werden, stellen solche Gebühren eine zusätzliche
Hürde dar. Frauen, Migrant_innen und Arbeiter_innenkinder finden so
weniger leicht Zugang zur Universtität", so Karin Stanger (GRAS) vom
Vorsitzteam.

Aufnahmetests, Knock-Out-Prüfungen, Self-Assesments,
Voraussetzungsketten, STEOP - die Universität lässt sich allerhand
einfallen um Studierende aktiv am Studieren zu hindern. Nun wurde
auch der Lehrgangsbeitrag für Deutschkurse beim Vorstudienlehrgang um
mehr als die Hälfte auf 1150,- Euro erhöht. "Die gegenwärtige
Hochschulpolitik ist eine einzige Realitätsverweigerung - vonseiten
des Ministeriums wie auch vonseiten der Universität Wien",
unterstreicht Jana Reischl (KSV-Lili) vom Vorsitzteam. Wie sonst
lässt es sich erklären, dass fast eine halbe Million Euro für eine
Kampagne vom Ministerium ausgegeben wurde, die dazu motivieren soll,
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und technische Fächer zu
studieren - ausgerechnet jene Fächer also, die nun Stück für Stück
zugangsbeschränkt werden.
Auch für Informatik und Wirtschaftsinformatik soll es ab Herbst
Aufnahmeverfahren an der Universtität Wien geben. Gerade hier ist
besonders darauf zu achten, ob sich der Frauenanteil verringert.

"Wir fordern eine freie, offene Universität für alle und damit die
Ausfinanzierung der Hochschulen statt weiteren
Zugangsbeschränkungen!", schließt das Vorsitzteam unisono.

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