- 02.02.2016, 09:00:02
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Allianz Studie: Ältere Menschen fühlen sich am Steuer sicher
Risiken: das Wetter und die anderen Autofahrer - Sicherheit an erster Stelle der Ausstattungs-Wunschliste - 40 Prozent würden gerne ein selbstfahrendes Auto testen
Utl.: Risiken: das Wetter und die anderen Autofahrer - Sicherheit an
erster Stelle der Ausstattungs-Wunschliste - 40 Prozent würden
gerne ein selbstfahrendes Auto testen =
Wien (OTS) - „Autofahren bereitet den meisten Menschen auch in
höherem Alter noch Vergnügen, sie fühlen sich am Steuer ihres Wagens
bestens aufgehoben“, kommentiert Kurt Benesch, Geschäftsführer des
Allianz Kundenservice, die Ergebnisse einer aktuellen Allianz
Umfrage. 95 Prozent der älteren Führerscheinbesitzer sind mindestens
ein Mal pro Woche unterwegs, die durchschnittliche Fahrleistung
beträgt rund 10.000 Kilometer im Jahr. Am stärksten ist das
subjektive Sicherheitsgefühl auf Autobahnen ausgeprägt, relativ am
schwächsten im Stadtverkehr. Erstaunlich: Seltenfahrer unterscheiden
sich hinsichtlich ihres Risikobewusstseins kaum von Vielfahrern, auch
mit über 70 Jahren gehen die meisten sehr entspannt ans Autofahren
heran.
Risiken: die anderen Fahrer und das Wetter
„Generell werden eher äußere Umstände als Risiken beim Autofahren
wahrgenommen“, berichtet Benesch. 73 Prozent halten das Fahrverhalten
anderer Verkehrsteilnehmer für gefährlich, 63 Prozent (überwiegend
Frauen) fürchten sich ein bisschen vor Glatteis und schlechter
Witterung, 43 Prozent meiden beim Fahren gerne die Dunkelheit.
Hingegen sehen nur 29 Prozent Müdigkeit, 23 Prozent Ablenkung und gar
nur 6 Prozent den eigenen Alkoholkonsum als Risiken an.
Bei der Ausstattung eines Autos steht für Lenkerinnen und Lenker über
60 die Sicherheit an oberster Stelle und gewinnt mit zunehmendem
Alter noch weiter an Bedeutung. Erst dahinter rangieren
Bequemlichkeit und Fahrkomfort sowie die Unterstützung durch
Einparkhilfen und ähnliches. PS-Leistung und Design des Autos spielen
für die ältere Generation praktisch überhaupt keine Rolle.
Zwei Drittel brauchen Auto im Alltag
Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, im täglichen Leben auf
das Auto angewiesen zu sein, 93 Prozent fahren gerne und wollen dies
auch noch mindestens bis zum Alter von 80 Jahren tun. Dennoch können
sich immerhin 57 Prozent der Befragten – insbesondere in Wien und
Niederösterreich – vorstellen, bei einem entsprechend attraktiveren
Angebot auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und das Auto auch
einmal stehen zu lassen. Car-Sharing ist hingegen nur für die
wenigsten eine ernst zu nehmende Option. Übrigens: Ein Viertel der
älteren Verkehrsteilnehmer hält das selbständig fahrende Auto für
erstrebenswert, sogar 40 Prozent wären neugierig, einmal mit einem
solchen zu fahren.
Für generalpräventive Maßnahmen des Fahrerlaubniswesens allein
aufgrund des kalendarischen Alters sieht das Allianz Zentrum für
Technik keine Rechtfertigung. Europaweit zeige die Forschung sogar,
dass solche Beschränkungen Seniorinnen und Senioren in für sie weit
unsicherere Arten der Verkehrsteilnahme, beispielsweise den
Radverkehr, drängen. „Hilfreich wäre hingegen die Weiterentwicklung
von Fahrassistenzsystemen, die den Bedürfnissen älterer Menschen
speziell entgegenkommen und ein geringes Ablenkungspotenzial haben“,
betont Benesch abschließend.
Die Umfrage wurde als Online-Befragung vom Marktforschungsinstitut
GfK im Auftrag der Allianz durchgeführt. Befragt wurden 500
Österreicherinnen und Österreicher über 60 Jahren, die einen
Führerschein der Klasse B besitzen.
Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/privatkunden/media-newsroom/
Foto: Kurt Benesch (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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