- 30.01.2016, 00:18:34
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GRAS: Breiter Widerstand gegen Akademikerball
Scharfe Kritik an übermäßiger Polizeirepression
Utl.: Scharfe Kritik an übermäßiger Polizeirepression =
Wien (OTS) - „Wir konnten heute ein starkes Zeichen gegen die
rechtsextremen und faschistoiden Ballbesucher_innen setzen“, ist
Antonia Fa von den Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS)
erfreut. Über 9000 Menschen gingen am Abend gegen den von der FPÖ
organisierten Akademikerball auf die Straße, um für ein Ende des
Balls zu protestieren, der als Vernetzungstreffen für die
rechtsextreme Elite Europas dient. „Mit anwesenden Vertreter_innen
der ungarischen Jobbik-Partei, der Identitären und PEGIDA entlarvt
sich der Ball als das, was er ist: Ein Treffen faschistischer
Ewiggestriger im Herzen der Republik Österreichs“, stellt die
GRAS-Aktivistin Fa fest. Problematisch zeigte sich auch die Polizei,
die aggressiv und repressiv gegen Demonstrant_innen und
Journalist_innen vorging. So kam es im Laufe der Demonstration zu
mehreren Identitätsfeststellungen und Festnahmen, mit dem alleinigen
Grund, den exorbitant unangebrachten Personalaufwand rechtfertigen zu
können.
„Die antifaschistischen Proteste verliefen ohne Probleme, was von der
äußerst repressiv agierenden Polizei nicht gesagt werden kann“,
kritisiert Antonia Fa die Handhabe der Polizei. So wurden
Demonstrant_innen schon während dem Protest vonseiten der Polizei
provoziert und im Anschluss kam es zu mehreren gewaltvollen
Kesselungen, selbst bei angemeldeten Kundgebungen. "Die Polizei ging
aggressiv und repressiv gegen antifaschistische Demonstrant_innen und
auch Journalist_innen vor. Von Versammlungs- und Pressefreiheit
scheinen die Beamt_innen nichts gehört zu haben", ist die
GRAS-Aktivistin verärgert. Darüber hinaus kam es zu einem tätlichen
Angriff eines Ballbesuchers gegen einen Heute-Journalisten. "Wer
Journalist_innen attackiert, steht weder für Meinungs- noch
Versammlungsfreiheit, wie es die Veranstalter_innen immer wieder
versuchen darzustellen", argumentiert die GRAS-Aktivistin Fa.
Im Endeffekt zeigte der heutige Abend wieder, wie wichtig
antifaschistischer Protest ist und weiterhin sein wird. „So lange
rechtes Gedankengut die Gesellschaft durchzieht, wird es unseren
Protest geben. Deshalb gehen wir auch am 6. Februar auf die Straßen,
um einen Pegida-Aufmarsch in Graz und den Burschenbundball in Linz zu
verhindern“, schließt Fa.
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