Mitterlehner: Neues Rekordergebnis bei Betriebsansiedlungen in Österreich

Betriebsansiedler ABA-Invest in Austria betreute 297 internationale Investoren und schaffte wieder ein Spitzenjahr – Investitionen in Österreich um ein Drittel gestiegen

Wien (OTS/BMWFW, ABA) - Die zum Wirtschaftsministerium ressortierende Betriebsansiedlungsagentur ABA-Invest in Austria konnte im Jahr 2015 gemeinsam mit den Regionalgesellschaften 297 neue internationale Unternehmen in Österreich ansiedeln, im Jahr davor waren es 276. "Das ist ein gutes Zeugnis für den Standort Österreich. Mit dem Plus von knapp acht Prozent haben wir den Ansiedlungsrekord weiter verbessert", sagt ABA-Eigentümervertreter Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Das gestiegene Vertrauen internationaler Investoren ist ein positives Signal, sollte aber auch ein Ansporn für weitere Reformen sein. Wir müssen den Standort laufend weiterentwickeln, um im weltweiten Wettbewerb auch in Zukunft erfolgreich zu sein", so Mitterlehner. Noch deutlicher als die Zahl der Ansiedlungen erhöhte sich die Investitionssumme, die um knapp 34 Prozent auf 496 Millionen Euro gestiegen ist. Die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze lag bei 2.613 (nach 2.645 im Jahr davor).

"Viele Unternehmen, die sich bei uns ansiedeln, schätzen die Drehscheibenfunktion in Richtung Zentral-, Südost- und Osteuropa. Dazu kommen langfristige Erfolgsfaktoren wie die qualifizierten Fachkräfte und unsere Stabilität und Rechtssicherheit, was gerade in einem schwierigen geopolitischen Umfeld eine besondere Stärke ist", erläutert Mitterlehner. „Mit der Steuerreform stärken wir die Kaufkraft und den Konsum in Österreich. Darüber hinaus senken wir die Lohnnebenkosten der Unternehmen stufenweise um bis zu eine Milliarde Euro pro Jahr und treiben die Entbürokratisierung voran“, so Mitterlehner zu aktuellen Vorhaben.

F&E-Investitionen gestiegen - Forschungsplatz Österreich bewährt sich

Besonders erfreulich ist ein weiterer Zuwachs bei Unternehmen, die in Österreich Forschung & Entwicklung betreiben. Seit dem Start der vierten Etappe der Marketingkampagne "Forschungsplatz Österreich" im Jahr 2014 haben 29 internationale Unternehmen F&E-relevante Investitionen in Österreich getätigt, womit das Ansiedlungsziel (25 Unternehmen) bereits übererfüllt ist. Diese Unternehmen schufen 1.194 zusätzliche Arbeitsplätze und investierten 493 Millionen Euro. Für Wirtschaftsminister Mitterlehner ist dies ein eindrucksvoller Beweis für die Leistungsfähigkeit des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Österreich. „Zusätzliche Impulse setzt hier die auf zwölf Prozent erhöhte steuerliche Forschungsprämie. Damit werden wir noch attraktiver für die Ansiedlung von Forschungsabteilungen großer Unternehmen“, betont Mitterlehner.

ABA-Bilanz: Deutschland bleibt Nummer Eins – Weiter großes Interesse aus Italien sowie Zentral-, Ost- und Südosteuropa

Wichtigstes Investorenland mit 103 Ansiedlungen ist Deutschland, das Plus lag bei 17 Prozent. „Erfreulicherweise waren darunter wieder einige größere Investitionen und deshalb liegt die mit den deutschen Ansiedlungen verbundene Investitionssumme von 343,4 Millionen Euro um mehr als ein Viertel über dem Vorjahreswert von 274,5 Millionen“, so ABA-Geschäftsführer René Siegl. Auf dem zweiten Platz in der Investor-Rangliste liegt auch diesmal wieder Italien: Insgesamt 42 italienische Unternehmen haben sich im Vorjahr mit Unterstützung der ABA in Österreich niedergelassen. Gleich bleibend hoch ist auch das Interesse aus dem CEE-und SEE-Raum: Mit 77 Unternehmen zeichnet diese Gruppe (wie schon in den Vorjahren) für ein gutes Viertel aller ABA-Ansiedlungen verantwortlich.

Bundesländer-Ranking: Wien vor Kärnten und Salzburg

Auch 2015 siedelte sich mit 150 die Mehrzahl der internationalen Unternehmen in der Bundeshauptstadt Wien an. Stärkstes Bundesland nach Wien war Kärnten mit 36 Betriebsansiedlungen vor Salzburg mit 25 und Tirol mit 20. 18 der von der ABA und den Regionalgesellschaften betreuten Firmengründungen wurden in Niederösterreich, 17 in Oberösterreich, 16 in der Steiermark, neun in Vorarlberg und fünf im Burgenland angesiedelt. Ein Unternehmen hat Standorte in mehreren Bundesländern.

Beispiele von Unternehmen, die sich für Österreich entschieden haben:

  • Der weltweit führende japanische Hersteller von Wickelmaschinen NITTOKU etablierte in Kärnten (St. Veit an der Glan) seine Europazentrale Nittoku Europe Gmbh sowie eine Produktionsstätte. Hauptmotiv für diese Entscheidung ist laut Nittoku die Einrichtung eines regionalen Headquarters als solide Basis für das Europa-Business. Für 2016 plant Nittoku die weitere Stärkung der lokalen F&E-Funktion.
  • MIZUHO BANK, die drittgrößte japanische Bank gründete 2015 in Wien ihr Regional Headquarter für Osteuropa.
  • Das aus Deutschland kommende Medizintechnik-Unternehmen piur imaging entwickelt und forscht seit 2015 in Wien im Bereich 3D-Ultraschalldiagnostik.
  • Das aus dem osteuropäischen Raum in Wien angesiedelte Startup ROBO Technologies entwickelt das neue Kinderspielzeug Robo Wunderkind -Bausteine, die sich zu einfachen Robotern zusammenfügen lassen, die Kinder bereits ab fünf Jahren selbst programmieren können.

Über ABA-Invest in Austria

Die ABA-Invest in Austria ist eine im Eigentum des österreichischen Wirtschaftsministeriums stehende Betriebsansiedlungsgesellschaft. Sie berät interessierte Unternehmen kostenlos bei der Standortwahl, in arbeits- und steuerrechtlichen Fragen, hilft bei der Suche nach Kooperationspartnern und unterstützt im Kontakt mit Behörden. Derzeit betreut die ABA–Invest in Austria 755 internationale Unternehmen mit konkretem Ansiedlungsinteresse, das sind um 2,5 Prozent mehr als im Jänner 2015.

Rückfragen & Kontakt:

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Mag. Volker Hollenstein
Pressesprecher
+43 1 711 00-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
volker.hollenstein@bmwfw.gv.at
www.bmwfw.gv.at

ABA-Invest in Austria
Mag. Diane Mitsche
Tel.: +43-1-588 58-19
Fax: +43-1-586 86 59
Mail: d.mitsche@aba.gv.at
investinaustria.at

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