- 28.01.2016, 15:08:04
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Muchitsch: Endlich ÖVP-Abkehr von Pensionsautomatik
Pensionsausgaben und Bundesmittel steigen moderat – Invaliditätspensionen durch Umgestaltung der Arbeitsabläufe weiter reduzieren
Utl.: Pensionsausgaben und Bundesmittel steigen moderat –
Invaliditätspensionen durch Umgestaltung der Arbeitsabläufe
weiter reduzieren =
Wien (OTS/SK) - Als „positives Signal“ in Richtung einer
Versachlichung der Diskussion über den Verbesserungsbedarf im
österreichischen Pensionssystem bewertet SPÖ-Sozialsprecher Josef
Muchitsch, heute, Donnerstag, die Abkehr der ÖVP von der
Pensionsautomatik im Rahmen ihrer Klubenquete. Alle seriösen Zahlen
und Prognosen zur Entwicklung des Pensionssystems zeigen, so
Muchitsch, „dass unsere Pensionen auf sicheren Beinen stehen und sich
gut entwickeln. Kürzungen und Verschlechterungen bei den zukünftigen
Pensionen der heute Jungen sind also keinesfalls notwendig.“ ****
Bei einem rasanten Zuwachs der Älteren in unserer Gesellschaft würden
die Pensionsausgaben nur äußerst moderat steigen, wie etwa
Berechnungen der Europäischen Kommission zeigen. „Bis 2060 werden die
Pensionsausgaben um nicht einmal einen halben BIP-Prozentpunkt
zunehmen. In der gleichen Zeit wird der Anteil der über 65-jährigen
an der Bevölkerung um rund 60 Prozent wachsen. Das System ist also
langfristig und nachhaltig finanzierbar.“
Eine solide Entwicklung lasse sich auch bei den Bundesmitteln
ablesen. „Der Anstieg bis 2019 fällt um 4,5 Mrd. niedriger aus als
noch vor einem Jahr angenommen. Wenn sich die wirtschaftliche
Entwicklung erholt und die Einkommen wieder stärker steigen, werden
die Bundesmittel in Prozent des BIP sogar sinken“, erklärte
Muchitsch. Reformbedarf besteht für ihn allerdings beim
Ungleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Beitragssystemen:
Während bei den ASVG-Pensionen rund 85% des Gesamtaufwandes durch
Beiträge der Versicherten abgedeckt sind, muss der Bund bei den
Selbstständigen deutlich mehr als die Hälfte zuschießen. „Hier müssen
wir ansetzen, wenn wir von nachhaltigen Reformen sprechen“, so der
SPÖ-Sozialsprecher.
Deutliche Wirkung würden die Maßnahmen der letzten Jahre zeigen. „Die
Entwicklung ist sehr positiv und entspricht dem
Regierungsübereinkommen: Das tatsächliche Antrittsalter steigt, die
Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspensionen sinken und die
Alterspensionen werden mehr. Insgesamt sinken die Pensionsneuzugänge
in den letzten Jahren“, unterstrich Muchitsch.
Offen zeigte sich der SPÖ-Sozialsprecher, die Gründe für die
Invaliditätspensionen genauer zu untersuchen. „Wir müssen gemeinsam
über Maßnahmen nachdenken, um die arbeitsbedingten psychischen
Belastungen zu reduzieren. Arbeitsabläufe müssen so gestaltet sein,
dass Menschen ihre Pension auch noch psychisch und physisch genießen
können. (Schluss) up/ph/mp
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