AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser: Konsumentenschützer holten 2015 rund 1,3 Millionen Euro

Starke Anstiege rund um Inkasso-Büros und Finanzdienstleister – Neue Schlichtungsstelle für KonsumentInnen

Wien (OTS) - Rund 1,3 Millionen Euro hat der AK Niederösterreich-Konsumentenschutz im Vorjahr für die NiederösterreicherInnen erkämpft. „Rund 36.000 KonsumentInnen ließen sich zu Problemen rund um Finanzdienstleistungen, Wohnen, Handy und Internet beraten“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB-NÖ Vorsitzender Markus Wieser. Besondere Anstiege gab es bei Inkasso-Büros und Finanzdienstleistern. Ein großer Erfolg war die Schaffung eines flächendeckenden Netzes an Schlichtungsstellen für KonsumentInnen.

1.260.653 Euro hat die AK Niederösterreich-Konsumentenberatung für Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr gesichert. „Die Bilanz unterstreicht den erfolgreichen Einsatz der AK Niederösterreich-KonsumentenschützerInnen für die NiederösterreicherInnen. Für uns ist klar: Geschädigte sollen rasch zu ihrem Recht kommen“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

28.265 KonsumentInnen aus Niederösterreich haben sich über die Hotline der KonsumentenberaterInnen telefonisch beraten lassen. In 7.316 Fällen war ein persönliches Beratungsgespräch nötig, um eine Lösung zu finden. Für 2.061 NiederösterreicherInnen mussten die AK Niederösterreich-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese nicht bereit waren, auf berechtigte Anliegen der KonsumentInnen zu reagieren. In 4 Fällen unterstützte die AK Niederösterreich ihre Mitglieder vor Gericht. „Bei einem Großteil der Fälle kommen wir mit außergerichtlichen Verhandlungen zu einer Lösung und das Mitglied schnell zu seinem Recht“, sagt AK Niederösterreich-Direktor Mag. Helmut Guth.

Stark gestiegen sind die Fälle rund um Inkasso-Büros, hier gab es 2015 (1157 Fälle) im Vergleich zum Jahr davor (2014: 880 Fälle) einen Anstieg um 31 Prozent. Die AK Niederösterreich fordert eine Reform der Spielregeln für Inkassobüros, das betrifft die Entrümpelung der Tarifverordnungen. „Es braucht zudem eine gesetzliche Regelung, dass die Inkasso-Spesen die Grundforderung nicht übersteigen dürfen“, so Wieser.

Viele Banken haben letztes Jahr an der Spesenschraube gedreht. Der aktuelle AK Bankenmonitor zeigt: Drei von vier Banken haben innerhalb eines Jahres ihre Spesen angehoben – zum Teil sehr kräftig. Die Banken haben durchschnittlich rund neun Spesensätze verteuert.

Flächendeckendes Netz an Schlichtungsstellen

Einen großen Erfolg gab es 2015 für KonsumentInnen, um deren Rechte noch besser durchzusetzen: Seit Jahresbeginn gibt es eine Schlichtungsstelle eigens für Verbrauchergeschäfte, neben den bereits bestehenden Einrichtungen (Energie-Control, Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH sowie Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte). „Eine win-win Situation für KonsumentInnen und Unternehmen“, so Wieser. Durch Schlichtungsstellen können kostspielige und komplizierte Gerichtsverfahren vermieden werden. Dazu gibt es in Niederösterreich eigene Schlichtungsstellen, die von der Arbeiterkammer gemeinsam mit der Wirtschaftskammer realisiert wurden. Dort werden die Fälle gemeinsam begutachtet und sozialpartnerschaftlich gelöst. Derzeit gibt es eine Rauchfangkehrer-, eine Installateurs- und eine KFZ-Schlichtungsstelle.

Rückfragen & Kontakt:

Herwig Rezek, AK Niederösterreich Konsumentenberatung, Tel.: 01-58883-1328

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