• 28.01.2016, 11:46:36
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AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser: Konsumentenschützer holten 2015 rund 1,3 Millionen Euro

Starke Anstiege rund um Inkasso-Büros und Finanzdienstleister – Neue Schlichtungsstelle für KonsumentInnen

Utl.: Starke Anstiege rund um Inkasso-Büros und Finanzdienstleister
– Neue Schlichtungsstelle für KonsumentInnen =

Wien (OTS) - Rund 1,3 Millionen Euro hat der AK
Niederösterreich-Konsumentenschutz im Vorjahr für die
NiederösterreicherInnen erkämpft. „Rund 36.000 KonsumentInnen ließen
sich zu Problemen rund um Finanzdienstleistungen, Wohnen, Handy und
Internet beraten“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB-NÖ
Vorsitzender Markus Wieser. Besondere Anstiege gab es bei
Inkasso-Büros und Finanzdienstleistern. Ein großer Erfolg war die
Schaffung eines flächendeckenden Netzes an Schlichtungsstellen für
KonsumentInnen.

1.260.653 Euro hat die AK Niederösterreich-Konsumentenberatung für
Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr gesichert. „Die Bilanz
unterstreicht den erfolgreichen Einsatz der AK
Niederösterreich-KonsumentenschützerInnen für die
NiederösterreicherInnen. Für uns ist klar: Geschädigte sollen rasch
zu ihrem Recht kommen“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB
NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

28.265 KonsumentInnen aus Niederösterreich haben sich über die
Hotline der KonsumentenberaterInnen telefonisch beraten lassen. In
7.316 Fällen war ein persönliches Beratungsgespräch nötig, um eine
Lösung zu finden. Für 2.061 NiederösterreicherInnen mussten die AK
Niederösterreich-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese
nicht bereit waren, auf berechtigte Anliegen der KonsumentInnen zu
reagieren. In 4 Fällen unterstützte die AK Niederösterreich ihre
Mitglieder vor Gericht. „Bei einem Großteil der Fälle kommen wir mit
außergerichtlichen Verhandlungen zu einer Lösung und das Mitglied
schnell zu seinem Recht“, sagt AK Niederösterreich-Direktor Mag.
Helmut Guth.

Stark gestiegen sind die Fälle rund um Inkasso-Büros, hier gab es
2015 (1157 Fälle) im Vergleich zum Jahr davor (2014: 880 Fälle) einen
Anstieg um 31 Prozent. Die AK Niederösterreich fordert eine Reform
der Spielregeln für Inkassobüros, das betrifft die Entrümpelung der
Tarifverordnungen. „Es braucht zudem eine gesetzliche Regelung, dass
die Inkasso-Spesen die Grundforderung nicht übersteigen dürfen“, so
Wieser.

Viele Banken haben letztes Jahr an der Spesenschraube gedreht. Der
aktuelle AK Bankenmonitor zeigt: Drei von vier Banken haben innerhalb
eines Jahres ihre Spesen angehoben – zum Teil sehr kräftig. Die
Banken haben durchschnittlich rund neun Spesensätze verteuert.

Flächendeckendes Netz an Schlichtungsstellen

Einen großen Erfolg gab es 2015 für KonsumentInnen, um deren Rechte
noch besser durchzusetzen: Seit Jahresbeginn gibt es eine
Schlichtungsstelle eigens für Verbrauchergeschäfte, neben den bereits
bestehenden Einrichtungen (Energie-Control, Rundfunk und Telekom
Regulierungs-GmbH sowie Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte).
„Eine win-win Situation für KonsumentInnen und Unternehmen“, so
Wieser. Durch Schlichtungsstellen können kostspielige und
komplizierte Gerichtsverfahren vermieden werden. Dazu gibt es in
Niederösterreich eigene Schlichtungsstellen, die von der
Arbeiterkammer gemeinsam mit der Wirtschaftskammer realisiert wurden.
Dort werden die Fälle gemeinsam begutachtet und
sozialpartnerschaftlich gelöst. Derzeit gibt es eine
Rauchfangkehrer-, eine Installateurs- und eine
KFZ-Schlichtungsstelle.

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