- 28.01.2016, 09:58:21
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ÖH Uni Wien: Studierende gegen rechtsextremes Gedankengut
Aufruf zum Protest gegen den Ball der FPÖ und der deutschnationalen Burschenschafter
Utl.: Aufruf zum Protest gegen den Ball der FPÖ und der
deutschnationalen Burschenschafter =
Wien (OTS) - „Rechtsextremes Gedankengut darf keinen Platz haben -
weder in der Hofburg noch sonst irgendwo“, betont das Vorsitzteam der
ÖH Uni Wien. Auch dieses Jahr finden in Wien zahlreiche
Gegendemonstrationen und -kundgebungen zum Akademikerball am 29.
Januar statt. Auch die Studierenden sind aufgerufen, sich daran zu
beteiligen. "Dass in der Hofburg eine Vernetzungsveranstaltung für
Rechtsextreme aus ganz Europa stattfinden kann, ist für uns nicht
tragbar", sagt Camila Garfias vom Vositzteam (VSStÖ). "Die FPÖ
inszeniert sich bereits im Vorfeld als Opfer, ein enormes
Polizeiaufgebot ist zu erwarten. Wir haben in den letzten Jahren
gesehen, dass der Akademikerball als Anlass dient, antifaschistisches
Engagement zu kriminalisieren und Rechtsextremen eine Bühne zu
bieten", unterstreicht Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam.
Rechtsextremismus ist in Österreich bestens institutionalisiert und
vernetzt, dies zeigt sich nicht nur beim Akademikerball. „Im
vergangenen Jahr inszenierte die Uni Wien ihr 650jähriges
Bestehungsjubiläum - dabei hat sie ihre Geschichte immer noch nicht
entsprechend aufgearbeitet", erklärt Jana Reischl vom Vorsitzteam
(KSV-Lili). Die ÖH Uni Wien wies vehement darauf hin und wird dies
auch weiterhin tun. Jeden Mittwoch versammeln sich auf der Rampe der
Universität Wien deutschnationale Burschenschafter. Eine
Stellungnahme seitens der Universität Wien blieb bisher aus. "Weder
Universität noch öffentlicher Raum noch die Hofburg sind frei von
rechtsextremen Gedankengut, selbst im Jahr 2016 nicht“, so das
Vorsitzteam unisono. Auch der Ball der Wissenschaften - entstanden
aus dem Wunsch, dem rechtsextremen Vernetzungsevent etwas
entgegenzusetzen - hat es nicht geschafft, sich politisch zu
positionieren: Es gab nach wie vor kein Statement der Stadt Wien, der
Ballorganisation oder der beteiligten Partner_innen über die
rechtsextremen Umtriebe in der Hofburg.
Der Akademikerball ist nur ein Anlass von vielen, zu dem es gilt, dem
organisierten und institutionalisierten Rechtsextremismus in
Österreich auf der Straße entgegenzutreten. Ob der Wiener
Korporationsring, ob Pegida, die Identitären oder die FPÖ - kein Raum
dem Rechtsextremismus, beteiligt euch an den Protesten, wir sehen uns
auf der Straße! Alerta!
Gegendemonstrationen und -kundgebungen:
Kundgebung des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Jetzt Zeichen
setzen: 19 Uhr, Heldenplatz
Demonstration der Offensive gegen Rechts: 17 Uhr, Rampe der
Universität Wien
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