ÖH Uni Wien: Studierende gegen rechtsextremes Gedankengut

Aufruf zum Protest gegen den Ball der FPÖ und der deutschnationalen Burschenschafter

Wien (OTS) - „Rechtsextremes Gedankengut darf keinen Platz haben -weder in der Hofburg noch sonst irgendwo“, betont das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Auch dieses Jahr finden in Wien zahlreiche Gegendemonstrationen und -kundgebungen zum Akademikerball am 29. Januar statt. Auch die Studierenden sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. "Dass in der Hofburg eine Vernetzungsveranstaltung für Rechtsextreme aus ganz Europa stattfinden kann, ist für uns nicht tragbar", sagt Camila Garfias vom Vositzteam (VSStÖ). "Die FPÖ inszeniert sich bereits im Vorfeld als Opfer, ein enormes Polizeiaufgebot ist zu erwarten. Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass der Akademikerball als Anlass dient, antifaschistisches Engagement zu kriminalisieren und Rechtsextremen eine Bühne zu bieten", unterstreicht Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam.

Rechtsextremismus ist in Österreich bestens institutionalisiert und vernetzt, dies zeigt sich nicht nur beim Akademikerball. „Im vergangenen Jahr inszenierte die Uni Wien ihr 650jähriges Bestehungsjubiläum - dabei hat sie ihre Geschichte immer noch nicht entsprechend aufgearbeitet", erklärt Jana Reischl vom Vorsitzteam (KSV-Lili). Die ÖH Uni Wien wies vehement darauf hin und wird dies auch weiterhin tun. Jeden Mittwoch versammeln sich auf der Rampe der Universität Wien deutschnationale Burschenschafter. Eine Stellungnahme seitens der Universität Wien blieb bisher aus. "Weder Universität noch öffentlicher Raum noch die Hofburg sind frei von rechtsextremen Gedankengut, selbst im Jahr 2016 nicht“, so das Vorsitzteam unisono. Auch der Ball der Wissenschaften - entstanden aus dem Wunsch, dem rechtsextremen Vernetzungsevent etwas entgegenzusetzen - hat es nicht geschafft, sich politisch zu positionieren: Es gab nach wie vor kein Statement der Stadt Wien, der Ballorganisation oder der beteiligten Partner_innen über die rechtsextremen Umtriebe in der Hofburg.

Der Akademikerball ist nur ein Anlass von vielen, zu dem es gilt, dem organisierten und institutionalisierten Rechtsextremismus in Österreich auf der Straße entgegenzutreten. Ob der Wiener Korporationsring, ob Pegida, die Identitären oder die FPÖ - kein Raum dem Rechtsextremismus, beteiligt euch an den Protesten, wir sehen uns auf der Straße! Alerta!

Gegendemonstrationen und -kundgebungen:
Kundgebung des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Jetzt Zeichen setzen: 19 Uhr, Heldenplatz
Demonstration der Offensive gegen Rechts: 17 Uhr, Rampe der Universität Wien

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