• 28.01.2016, 09:29:28
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ÖAMTC: Mautfallen in Europa (+Foto)

In diesen Ländern sollten Urlauber besonders auf die Mautregelungen achten

Utl.: In diesen Ländern sollten Urlauber besonders auf die
Mautregelungen achten =

Wien (OTS) - In Slowenien und England stoßen Reisende derzeit
vermehrt auf Probleme beim Thema Maut. Slowenien-Urlauber reklamieren
beim ÖAMTC wegen Vignetten der "falschen" Kategorien. Einige
Clubmitglieder, die mit dem Fahrzeug in England unterwegs waren,
erhalten außerdem aktuell Zahlungsaufforderungen wegen nicht
bezahlter Maut. Um solchen Schwierigkeiten vorzubeugen, hat die
ÖAMTC-Touristikexpertin Kristina Tauer Tipps für besonders heikle
Maut-Länder zusammengestellt.

* Slowenien:
"Erst kürzlich wurden einem ÖAMTC-Mitglied von einer
Mautkontrolleurin in Slowenien Führerschein und Zulassungspapiere
abgenommen, weil eine Vignette der falschen Kategorie am Auto
angebracht war", so Tauer. In den meisten Fällen liegt das Problem in
der Unterscheidung der Vignetten-Kategorien 2A und 2B.

Die Kategorie 2A gilt für alle Pkw bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem
Gesamtgewicht und bis zu einer Höhe von 1,30 Metern – gemessen am
Mittelpunkt der Vorderachse. Darunter fallen ebenso alle Wohnmobile
bis zu einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen, auch über
1,30 Meter am Messpunkt.

Die Kategorie 2B erfasst alle Fahrzeuge unter einem
höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen, die – gemessen am
Mittelpunkt der Vorderachse – eine Fahrzeughöhe von 1,30 Meter oder
mehr aufweisen. Das sind vor allem Transporter, große Vans und
Lieferwägen. Die Maßangabe bezieht sich auf das unbeladene Fahrzeug
im serienmäßigen Auslieferungszustand. Wohnmobile bis 3,5 Tonnen
höchstzulässigem Gesamtgewicht und über 1,30 Metern am Messpunkt
fallen weiterhin in die Kategorie 2A.

Eine Liste der Fahrzeuge, die in die neue Kategorie 2B fallen,
finden Reisende auf der ÖAMTC-Homepage unter
http://www.oeamtc.at/portal/slowenien-vignetten+2500+1583639.

* Ungarn:
Immer wieder werden in Ungarn trotz des vorschriftsmäßigen Erwerbs
einer E-Vignette Strafen verhängt. "Beim Kauf der E-Vignette wird das
Fahrzeugkennzeichen aufgenommen. Dabei kommt es häufig zu Fehlern.
Der Käufer muss zwar die Richtigkeit der Daten mit seiner
Unterschrift auf dem Beleg bestätigen, viele kontrollieren die
Angaben jedoch nur unzureichend. Wir raten daher dringend, die Daten
sorgfältig zu überprüfen um spätere Probleme zu vermeiden", so Tauer.
"Grundsätzlich ist es in allen Ländern ratsam, Belege noch mindestens
ein Jahr lang nach der Reise aufzubewahren – in Ungarn empfehlen wir
sogar eine zweijährige Aufbewahrung."

* Slowakei:
Gespanne, deren Gesamtgewicht höher als 3,5 t ist (= Summe aus
höchstzulässigem Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs plus höchstzulässigem
Gesamtgewicht des Anhängers) benötigen in der Slowakei eine separate
E-Vignette für den Anhänger. Je nach Gültigkeitsdauer kostet die
Vignette 10, 14 oder 50 Euro.

* England:
Momentan erhalten Clubmitglieder, die mit dem Fahrzeug in England
unterwegs waren, vermehrt Zahlungsaufforderungen wegen nicht
bezahlter Maut im Rahmen des Dartford Crossing. Mit diesem Begriff
werden zwei Tunnel sowie eine Schrägseilbrücke an der Themse östlich
von London bezeichnet, die Grays mit Dartford verbinden und Teil der
Londoner Ringautobahn M25 sind. Die Benutzung der Brücke bzw. der
Tunnel ist zwischen 6 Uhr und 22 Uhr mautpflichtig (sogenannter
Dart-Charge). Seit rund einem Jahr ist eine Barzahlung der Maut vor
Ort nicht mehr möglich, die Zahlung erfolgt nun bargeldlos und durch
automatische Kennzeichenerkennung. Die Maut muss im Voraus bzw. bis
spätestens 24 Uhr des Folgetages entrichtet werden. Dies führt bei
Urlaubern immer wieder zu Problemen. Die Bezahlung kann online,
telefonisch, auf dem Postweg oder bei einer Payzone-Verkaufsstelle
erfolgen. Informationen zu den Zahlungsmodalitäten gibt es unter
www.gov.uk/dart-charge.

"Wer die Maut nicht fristgerecht bezahlt hat, erhält einen
Bescheid, mit dem neben der eigentlichen Maut auch ein
Verwarnungsgeld in Höhe von umgerechnet 100 Euro eingehoben wird.
Sinnvoll ist es, innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung zu zahlen,
dann sind nur rund 50 Euro fällig", rät die ÖAMTC-Expertin.

Generelle Infos zu Maut und Verkehrsbestimmungen im Urlaubsland
finden Reisende in der ÖAMTC Länder-Info unter
www.oeamtc.at/laenderinfo.

Eine Grafik zu den Promillegrenzen in Europa steht in der
Mediathek des ÖAMTC unter www.oeamtc.at/presse zum Download bereit.

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