• 27.01.2016, 13:44:24
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FPÖ-Hofer: Umschichtungspotential im stationären Bereich muss endlich genutzt werden

OECD-Statistik verdeutlicht dringenden Reformbereich im Gesundheitswesen

Utl.: OECD-Statistik verdeutlicht dringenden Reformbereich im
Gesundheitswesen =

Wien (OTS) - Der jüngsten Statistik der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über die Höhe
der Sozialausgaben zufolge liegt Österreich im europäischen
Spitzenfeld. Unter den untersuchten Ländern erreicht Österreich Platz
6 und liegt damit vor Luxemburg, der Schweiz und Deutschland. Demnach
gab der Staat im Jahr 2014 28,4 Prozent (nach einer Erhebung der
Statistik Austria sogar 30,1 Prozent) gemessen am
Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Sozialleistungen aus, was einem
Anstieg von 3,3 Prozent für 2014 entspricht. Neben den Pensionen
macht der Gesundheitsbereich mit rund einem Viertel oder 24,4
Milliarden Euro den zweitgrößten Anteil aus.

Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung fordert der freiheitliche
Pflege- und Behindertensprecher und Dritte Präsident des
Nationalrates Ing. Norbert Hofer die Bundesregierung auf, endlich zu
handeln. Seit Jahren weist Hofer auf das bestehende Überangebot an
Akutbetten im stationären Bereich in Österreich hin, das enorme
Summen verschlingt. Ein Akutbett kostet pro Tag bis zu 1000 Euro, ein
Pflegebett durchschnittlich 100 Euro. Die momentane Schieflage bei
der Bettenverteilung verursacht für die österreichischen Steuerzahler
13 Millionen Euro an Zusatzkosten - und zwar jeden Tag. Auch der
Rechnungshof hat unlängst die freiheitliche Kritik bestätigt und
kommt zu dem Schluss, dass im Spitalsbereich 4,75 Milliarden Euro
eingespart werden könnten. „Durch das Festhalten an bestehenden
Krankenhausstrukturen wurden Umschichtungspotenziale im stationären
Bereich bislang nicht genutzt“, kritisiert Hofer. Dies führe zu
vermeidbaren Kostenbelastungen und beeinträchtige die Qualität der
Patientenbehandlung.

Der freiheitliche Pflegesprecher weist daher zum wiederholten Male
auf eine dringend notwendige Gesundheitsreform hin, die
Verwaltungsebenen einspart, Länderkompetenzen bündelt,
Finanzierungsströme aus einer Hand sicherstellt und Akutbetten in
Pflegebetten umwandelt. Hofer: „Nur dadurch kann einer weiteren
Kostenexplosion entgegengewirkt werden und die Pflegefinanzierung
auch langfristig gesichert werden.“, betont Hofer.

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