FPÖ-Hofer: Umschichtungspotential im stationären Bereich muss endlich genutzt werden

OECD-Statistik verdeutlicht dringenden Reformbereich im Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Der jüngsten Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über die Höhe der Sozialausgaben zufolge liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Unter den untersuchten Ländern erreicht Österreich Platz 6 und liegt damit vor Luxemburg, der Schweiz und Deutschland. Demnach gab der Staat im Jahr 2014 28,4 Prozent (nach einer Erhebung der Statistik Austria sogar 30,1 Prozent) gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Sozialleistungen aus, was einem Anstieg von 3,3 Prozent für 2014 entspricht. Neben den Pensionen macht der Gesundheitsbereich mit rund einem Viertel oder 24,4 Milliarden Euro den zweitgrößten Anteil aus.

Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung fordert der freiheitliche Pflege- und Behindertensprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer die Bundesregierung auf, endlich zu handeln. Seit Jahren weist Hofer auf das bestehende Überangebot an Akutbetten im stationären Bereich in Österreich hin, das enorme Summen verschlingt. Ein Akutbett kostet pro Tag bis zu 1000 Euro, ein Pflegebett durchschnittlich 100 Euro. Die momentane Schieflage bei der Bettenverteilung verursacht für die österreichischen Steuerzahler 13 Millionen Euro an Zusatzkosten - und zwar jeden Tag. Auch der Rechnungshof hat unlängst die freiheitliche Kritik bestätigt und kommt zu dem Schluss, dass im Spitalsbereich 4,75 Milliarden Euro eingespart werden könnten. „Durch das Festhalten an bestehenden Krankenhausstrukturen wurden Umschichtungspotenziale im stationären Bereich bislang nicht genutzt“, kritisiert Hofer. Dies führe zu vermeidbaren Kostenbelastungen und beeinträchtige die Qualität der Patientenbehandlung.

Der freiheitliche Pflegesprecher weist daher zum wiederholten Male auf eine dringend notwendige Gesundheitsreform hin, die Verwaltungsebenen einspart, Länderkompetenzen bündelt, Finanzierungsströme aus einer Hand sicherstellt und Akutbetten in Pflegebetten umwandelt. Hofer: „Nur dadurch kann einer weiteren Kostenexplosion entgegengewirkt werden und die Pflegefinanzierung auch langfristig gesichert werden.“, betont Hofer.

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