• 27.01.2016, 13:39:09
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Österreichs Gesundheitswesen: fast, aber doch nicht ganz gut

Europaweiter Vergleich sieht Österreichs Gesundheitswesen als mittelprächtig. Verschlechterungen bei grenzüberschreitender Pflege, Informationsangebot und Wartezeiten.

Utl.: Europaweiter Vergleich sieht Österreichs Gesundheitswesen als
mittelprächtig. Verschlechterungen bei grenzüberschreitender
Pflege, Informationsangebot und Wartezeiten. =

Wien (OTS) - Zwölfter Platz von 35 für Österreich: im europaweiten
Vergleich der Gesundheitssysteme (Euro Health Consumer Index, EHCI)
fällt Österreich kontinuierlich immer weiter zurück. Im Report aus
dem Jahr 2014 lag Österreich noch an zehnter Stelle von 37.
Verschlechterungen im Vergleich zum Vorjahr gab es für Österreich bei
der Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Pflege,
beim Informationsangebot via Internet- oder
24-Stunden-Telefonservices und bei den Wartezeiten für Behandlungen.
Bei einem einzigen Indikator, nämlich den Krebsüberlebensraten,
konnte sich Österreich im vergangenen Jahr klar verbessern.

Dazu Prof. Dr. Robin Rumler, Präsident der Pharmig: „Dass wir bei den
Krebsüberlebensraten ganz vorne mit dabei sind, ist für
Krebspatienten in Österreich äußerst erfreulich und der großartigen
Leistung des Gesundheitspersonals sowie der stetigen Verbesserung der
Behandlungsmöglichkeiten geschuldet. Hier zeigt sich, wie wertvoll
das Engagement der pharmazeutischen Industrie ist und welchen Nutzen
Innovationen für die Patienten haben können.“ Letztes Jahr seien laut
Rumler 25 neue Medikamente am österreichischen Apothekenmarkt
verfügbar gemacht worden. „Wir bringen laufend neue Medikamente auf
den Markt, um Behandlungsoptionen weiter zu verbessern oder im
Idealfall bisher nicht heilbare Krankheiten zu heilen“, so Rumler.

Was beide vermissen, sind nachhaltige Verbesserungen durch die
Gesundheitsreform. Das spiegelt sich auch im Ranking Österreichs beim
EHCI wider. Dazu Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig:
„Wenn wir sehen, wo Österreich nach wie vor hinterherhinkt oder sich
sogar verschlechtert, dann frage ich mich: Wo bleiben die Resultate
der Gesundheitsreform?“

Beide fordern hier lange überfällige strukturelle Anpassungen und
damit einhergehende Einsparungen. „Dieses Geld könnte in der Folge
sinnvoll eingesetzt werden, etwa für Präventionsmaßnahmen und für die
Verbesserung der Gesundheitskompetenz“, ist Huber überzeugt. Denn
gerade hier beweist der EHCI ein seit Jahren schon bestehendes Manko
in Österreich: Durchimpfungsraten, Tabak- und Alkoholprävention sind
hierzulande ausbaufähig. „Deshalb unterstützt die Pharmawirtschaft
gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern über das Gremium
Gesundheitsziele ganz gezielt Projekte, die diese Situation
verbessern helfen sollen“, ergänzt Rumler.

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