- 27.01.2016, 10:58:06
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Sima: 700.000 Öffi-Jahreskarten und neuer Fahrgastrekord
Mehr Jahreskarten als Autos in Wien, 2016 Investitionen von 515 Mio. Euro
Utl.: Mehr Jahreskarten als Autos in Wien, 2016 Investitionen von
515 Mio. Euro =
Wien (OTS) - Ende 2015 haben die Wiener Linien die Marke von 700.000
Jahreskarten erreicht und damit einen neuen Bestwert aufgestellt. Vor
einem Jahr waren noch 650.000 Jahreskarten im Umlauf, 2005 waren es
noch 303.000 Jahreskarten. Auch bei den Fahrgastzahlen brachte 2015
einen neuen Rekord. Die Wiener Linien verzeichneten einen
Fahrgastzuwachs auf 939,1 Millionen Fahrgäste.
„Diese außergewöhnlichen Zahlen sind Folge des konsequenten Ausbaus
des öffentlichen Verkehrs, den die Stadt Wien seit Jahrzehnten
forciert. Heute gibt es in Wien erstmals mehr Jahreskarten als
zugelassene Autos. Diesen Weg gehen wir weiter, indem wir das Netz
weiter ausbauen und modernisieren. Allein 2016 investieren wir 515
Millionen Euro in die weitere Verbesserung des Öffi-Angebots“, so
Öffi-Stadträtin Ulli Sima bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.
Öffentlicher Verkehr als Schlüssel für mehr Klimaschutz
Mit 700.000 Jahreskarten gibt es in Wien erstmals mehr
JahreskartenbesitzerInnen als zugelassene PKW. Laut Statistik Austria
liegt der PKW-Bestand per Ende 2014 bei 683.000 (letztverfügbare
Zahl). Noch 2007 gab es in Wien mehr als doppelt so viele Autos als
Jahreskarten im Umlauf.
Eine klimafreundliche urbane Mobilität mit öffentlichen
Verkehrsmitteln ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft und
die Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele. Mehr Öffis bedeuten
weniger Emissionen und geringeren Energieverbrauch. Wer Wege mit den
Öffis statt mit dem Auto zurücklegt, reduziert die individuellen
CO2-Emissionen um 90 Prozent.
Ziel: Fahrgast-Milliarde bis 2020
Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Modal Split liegt weiterhin
bei 39 Prozent und damit deutlich vor dem Autoverkehr (27 Prozent).
„Wir hatten 2015 100 Millionen Fahrgäste mehr als noch 2010. Unser
Ziel bis 2020 bleibt die Marke von 1 Milliarde Fahrgästen sowie ein
Modal-Split-Anteil von 40 Prozent“, so Günter Steinbauer,
Geschäftsführer der Wiener Linien.
Ausblick auf die Großprojekte 2016
Zu den Großprojekten 2016 zählt mit Sicherheit die U4-Modernisierung.
Der Streckenabschnitt zwischen Hütteldorf und Schönbrunn wird
grundlegend modernisiert und die U4 damit zuverlässiger gemacht. Von
30. April bis 1. Juli fährt die U4 nur zwischen Heiligenstadt und
Hietzing. Von 2. Juli bis 4. September wird Schönbrunn zur
vorläufigen Endstation. Das Ersatzverkehrskonzept sieht das
Ausweichen auf nahe gelegene Straßenbahnlinien, die S-Bahn bzw. einen
Zusatzbus entlang des Wientals vor.
Mit der Generalsanierung der Station Währinger Straße findet die
U6-Revitalisierung ihre Fortsetzung. Die rund 120 Jahre alte Station
wird ebenfalls im laufenden Betrieb generalsaniert. Zumindest ein
Bahnsteig bleibt für die Fahrgäste immer zugänglich. Die erste
Bahnsteigsperre startet im April im Fahrtrichtung Siebenhirten und
dauert rund fünf Monate.
In Favoriten geht der U1-Ausbau nach Oberlaa weiter. Die Strecke vom
Reumannplatz bis Oberlaa wird im Herbst 2017 eröffnet und umfasst
fünf neue Stationen. Von der U1-Verlängerung profitieren rund 50.000
Favoritnerinnen und Favoritner, die im direkten Einzugsbereich leben.
Die Neubautrasse ist seit wenigen Wochen durchgängig betoniert. In
weiterer Folge werden Gleise verlegt, der Innenausbau vorangetrieben
und technische Anlagen eingebaut.
Modernisierung des Fuhrparks und der Gleisinfrastruktur
2016 investieren die Wiener Linien rund 118 Millionen Euro in die
Modernisierung des Fuhrparks. Vier neue U-Bahn-Züge, 17
Niederflur-Straßenbahnen und 62 Autobusse werden angeschafft.
Modernisiert wird ebenso die Gleisinfrastruktur im Straßenbahnnetz.
Über 30 Gleisbaustellen sind heuer vorgesehen, unter anderem im
Bereich Kärntner Ring/Akademiestraße, der Rosensteingasse oder in den
Bereichen Hernalser Hauptstraße/Wattgasse bzw. Nußdorfer
Straße/Währinger Straße.
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