- 27.01.2016, 10:45:31
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Auschwitz-Befreiung – Schmid: „Diese zivilisatorische Schande muss uns eine immerwährende Mahnung sein“
Arbeit von ZeitzeugInnen wichtiger denn je
Utl.: Arbeit von ZeitzeugInnen wichtiger denn je =
Wien (OTS/SK) - Heute vor 71 Jahren, am 27. Jänner 1945, ist das
Konzentrationslager Auschwitz durch Truppen der Roten Armee befreit
worden. Schätzungen zufolge wurden in Auschwitz etwa 1,1 Millionen
Menschen ermordet – rund 1 Million Jüdinnen und Juden, 21.000 Roma
und Sinti, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 80.000 aus
politischen und anderen Gründen nach Auschwitz Deportierte. Für
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid ist der Internationale
Holocaust-Gedenktag ein wichtiger Anlass, der Millionen Opfer des
NS-Terrors zu gedenken. „Dem bürokratisch geplanten und industriell
durchgeführten Massenmord des NS-Regimes sind Millionen Menschen zum
Opfer gefallen. Rassistische und antisemitische Propaganda sowie das
Schüren von Ressentiments gegen Homosexuelle, Minderheiten und alles
‚Fremde‘ bereiteten neben vielen anderen Faktoren die Grundlage
dafür. Diese zivilisatorische Schande muss uns eine immerwährende
Mahnung sein“, betont Schmid gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Gedenken und Erinnern in Form von Veranstaltungen jedweder Art sei
freilich ein zentrales Element, um die Gräuel des NS-Terrors niemals
zu vergessen. „Das Lernen aus der Geschichte ist aber eine permanente
Aufgabe, der sich alle Bereiche der Gesellschaft stellen müssen –
ganz besonders freilich die Politik und das Bildungswesen“, so
Schmid. Deshalb gelte es, „Rassismus, Hetze und Hass keinen
Millimeter Raum in der Öffentlichkeit zu lassen und entschlossen
gegen Menschenverachtung, autoritäre Tendenzen, Antisemitismus und
Rassismus aufzustehen“. Vor diesem Hintergrund sei auch die Arbeit
der leider immer weniger werdenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von
eminenter Wichtigkeit. „Die Arbeit von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
ist wichtiger denn je. Wir müssen als Gesellschaft alles daran
setzen, dass die Erinnerungen, Empfindungen, Analysen der
Überlebenden erhalten bleiben.“
Politisch bedeute das „permanente Erinnern und Gedenken“, Demokratie
und Frieden immer wieder aufs Neue zu erkämpfen und zu verteidigen.
Leider fehle es aktuell nicht an Beispielen, auch in Europa und
innerhalb der Europäischen Union, für autoritäre Entwicklungen und
das Wiedererstarken rassistischer Hetze. „Umso entschiedener müssen
wir Menschlichkeit und Solidarität, Offenheit und Gerechtigkeit ins
Zentrum unserer Politik stellen“, sagt Schmid. (Schluss) mo/bj
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