Auschwitz-Befreiung – Schmid: „Diese zivilisatorische Schande muss uns eine immerwährende Mahnung sein“

Arbeit von ZeitzeugInnen wichtiger denn je

Wien (OTS/SK) - Heute vor 71 Jahren, am 27. Jänner 1945, ist das Konzentrationslager Auschwitz durch Truppen der Roten Armee befreit worden. Schätzungen zufolge wurden in Auschwitz etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet – rund 1 Million Jüdinnen und Juden, 21.000 Roma und Sinti, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 80.000 aus politischen und anderen Gründen nach Auschwitz Deportierte. Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid ist der Internationale Holocaust-Gedenktag ein wichtiger Anlass, der Millionen Opfer des NS-Terrors zu gedenken. „Dem bürokratisch geplanten und industriell durchgeführten Massenmord des NS-Regimes sind Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Rassistische und antisemitische Propaganda sowie das Schüren von Ressentiments gegen Homosexuelle, Minderheiten und alles ‚Fremde‘ bereiteten neben vielen anderen Faktoren die Grundlage dafür. Diese zivilisatorische Schande muss uns eine immerwährende Mahnung sein“, betont Schmid gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Gedenken und Erinnern in Form von Veranstaltungen jedweder Art sei freilich ein zentrales Element, um die Gräuel des NS-Terrors niemals zu vergessen. „Das Lernen aus der Geschichte ist aber eine permanente Aufgabe, der sich alle Bereiche der Gesellschaft stellen müssen – ganz besonders freilich die Politik und das Bildungswesen“, so Schmid. Deshalb gelte es, „Rassismus, Hetze und Hass keinen Millimeter Raum in der Öffentlichkeit zu lassen und entschlossen gegen Menschenverachtung, autoritäre Tendenzen, Antisemitismus und Rassismus aufzustehen“. Vor diesem Hintergrund sei auch die Arbeit der leider immer weniger werdenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von eminenter Wichtigkeit. „Die Arbeit von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ist wichtiger denn je. Wir müssen als Gesellschaft alles daran setzen, dass die Erinnerungen, Empfindungen, Analysen der Überlebenden erhalten bleiben.“

Politisch bedeute das „permanente Erinnern und Gedenken“, Demokratie und Frieden immer wieder aufs Neue zu erkämpfen und zu verteidigen. Leider fehle es aktuell nicht an Beispielen, auch in Europa und innerhalb der Europäischen Union, für autoritäre Entwicklungen und das Wiedererstarken rassistischer Hetze. „Umso entschiedener müssen wir Menschlichkeit und Solidarität, Offenheit und Gerechtigkeit ins Zentrum unserer Politik stellen“, sagt Schmid. (Schluss) mo/bj

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