- 27.01.2016, 09:09:29
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Studien: Metamizol ist gut geeignetes Schmerzmittel für Ältere
15. Österreichsiche Schmerzwochen: Geringes Wechselwirkungspotenzial günstig bei Polypharmazie
Utl.: 15. Österreichsiche Schmerzwochen: Geringes
Wechselwirkungspotenzial günstig bei Polypharmazie =
Wien (OTS) - Das Schmerzmittel Metamizol könnte gerade für die
Schmerztherapie bei älteren, multimorbiden Menschen besonders
geeignet sein, zeigen neuere Publikationen. Speziell bei älteren,
multimorbiden Menschen ist Polypharmazie ein großes Thema, weil der
Gebrauch von mehreren Medikamenten gleichzeitig zu gefährlichen
Wechsel- und Nebenwirkungen führen kann, was Schmerztherapien
besonders herausfordernd gestaltet.
„Metamizol hat im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln ein geringes
Interaktionspotenzial und bietet sich daher für Patientinnen und
Patienten an, die bereits andere Arzneien regelmäßig nehmen müssen“,
so OA Dr. Wolfgang Jaksch, Präsident der Österreichischen
Schmerzgesellschaft (ÖSG), anlässlich der 15. Österreichischen
Schmerzwochen.
Eine deutsche Studie über den Arzneimittelgebrauch von 1,7 Millionen
Versicherten zeigt, dass das Medikament vermutlich aus genau diesem
Grund Älteren besonders oft verordnet wird und die Häufigkeit der
Verschreibung mit dem Alter steigt. Während nur knapp sieben Prozent
der Gesamtkohorte Metamizol konsumiert, nimmt jeder Zehnte aus der
Alterskohorte der 65- bis 74-Jährigen das Medikament ein, bei den
über 85-Jährigen ist es jeder Vierte.
Auswirkung auf Anti-Plättchen-Effekt von ASS kann leicht
verhindert werden
Problematisch war bislang die Tatsache, dass Metamizol, bei
gleichzeitiger Einnahme, den Anti-Plättchen-Effekt von
Acetylsalicylsäure-Präparaten (ASS) wie Aspirin abschwächen kann.
Manche Arbeiten sprechen sogar davon, dass diese Wirkung durch das
Analgetikum völlig aufgehoben wird. Viele ältere Patienten erhalten
aber ASS-Präparate in niedriger Dosierung als Dauermedikation, etwa
um Schlaganfällen oder Herzinfarkten vorzubeugen.
Neueren Erkenntnissen zufolge (Hohlfeld et al) konnte für diese
Einschränkung jetzt eine einfache, praxistaugliche Lösung gefunden
werden: „Wenn ASS 30 Minuten vor Metamizol genommen wird,
idealerweise morgens, kommt es zu keiner Beeinflussung des
Antiplättchen-Effektes mehr. Diese wichtige Erkenntnis eröffnet einer
immer größere werdende Patientengruppe eine neue Möglichkeit zur
Schmerzkontrolle“, so Dr. Jaksch.
Weitere Details dazu und alle Medieninformationen zu den 15.
Österreichischen Schmerzwochen:
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