Studien: Metamizol ist gut geeignetes Schmerzmittel für Ältere

15. Österreichsiche Schmerzwochen: Geringes Wechselwirkungspotenzial günstig bei Polypharmazie

Wien (OTS) - Das Schmerzmittel Metamizol könnte gerade für die Schmerztherapie bei älteren, multimorbiden Menschen besonders geeignet sein, zeigen neuere Publikationen. Speziell bei älteren, multimorbiden Menschen ist Polypharmazie ein großes Thema, weil der Gebrauch von mehreren Medikamenten gleichzeitig zu gefährlichen Wechsel- und Nebenwirkungen führen kann, was Schmerztherapien besonders herausfordernd gestaltet.

„Metamizol hat im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln ein geringes Interaktionspotenzial und bietet sich daher für Patientinnen und Patienten an, die bereits andere Arzneien regelmäßig nehmen müssen“, so OA Dr. Wolfgang Jaksch, Präsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG), anlässlich der 15. Österreichischen Schmerzwochen.

Eine deutsche Studie über den Arzneimittelgebrauch von 1,7 Millionen Versicherten zeigt, dass das Medikament vermutlich aus genau diesem Grund Älteren besonders oft verordnet wird und die Häufigkeit der Verschreibung mit dem Alter steigt. Während nur knapp sieben Prozent der Gesamtkohorte Metamizol konsumiert, nimmt jeder Zehnte aus der Alterskohorte der 65- bis 74-Jährigen das Medikament ein, bei den über 85-Jährigen ist es jeder Vierte.

Auswirkung auf Anti-Plättchen-Effekt von ASS kann leicht verhindert werden

Problematisch war bislang die Tatsache, dass Metamizol, bei gleichzeitiger Einnahme, den Anti-Plättchen-Effekt von Acetylsalicylsäure-Präparaten (ASS) wie Aspirin abschwächen kann. Manche Arbeiten sprechen sogar davon, dass diese Wirkung durch das Analgetikum völlig aufgehoben wird. Viele ältere Patienten erhalten aber ASS-Präparate in niedriger Dosierung als Dauermedikation, etwa um Schlaganfällen oder Herzinfarkten vorzubeugen.

Neueren Erkenntnissen zufolge (Hohlfeld et al) konnte für diese Einschränkung jetzt eine einfache, praxistaugliche Lösung gefunden werden: „Wenn ASS 30 Minuten vor Metamizol genommen wird, idealerweise morgens, kommt es zu keiner Beeinflussung des Antiplättchen-Effektes mehr. Diese wichtige Erkenntnis eröffnet einer immer größere werdende Patientengruppe eine neue Möglichkeit zur Schmerzkontrolle“, so Dr. Jaksch.

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