• 26.01.2016, 09:56:33
  • /
  • OTS0035 OTW0035

FPÖ-Hofer für gezielte und effektive Förderung von Barrierefreiheit

Gelder der 600.000 Euro teuren Werbekampagne des Sozialministeriums hätten wohl bessere Verwendung in Direktmaßnahmen gefunden

Utl.: Gelder der 600.000 Euro teuren Werbekampagne des
Sozialministeriums hätten wohl bessere Verwendung in
Direktmaßnahmen gefunden =

Wien (OTS) - Wie nun aus einer Anfragebeantwortung (6759/AB) durch
Ex-Sozialminister Hundstorfer hervorgeht, hat dessen Ressort über
600.000 Euro für eine Werbekampagne zum Thema Barrierefreiheit
ausgegeben. Allein die „Agenturkosten für Konzeption und Produktion
des TV-Spots“ betrugen knapp 25.000 Euro, die TV- und
Radioschaltungen 100.000 Euro, über 500.000 Euro entfielen auf
Werbeschaltungen in Printmedien. Begründet wurde die Kampagne mit der
Ende 2015 ausgelaufenen Übergangsfrist im
Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz „für Bauwerke und
Verkehrsanlagen“, um „die Öffentlichkeit mit einem speziellen Fokus
auf Unternehmen umfassend durch Printschaltungen und eine
Informationsoffensive im TV zum Gesamtthema „Barrierefreiheit“ zu
informieren und zu sensibilisieren“.

Der freiheitliche Pflege- und Behindertensprecher und Dritte
Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer kritisiert die
Verwendung von Steuergeldern für derart teure Werbekampagnen, deren
Nutzen bezweifelt werden muss. „Besonders in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten muss ein verstärktes Augenmerk darauf gelegt
werden, öffentliche Mittel zielgerichtet einzusetzen. 600.000 Euro
sind eine stolze Summe, die wohl bessere Verwendung in
Direktmaßnahmen gefunden hätte“, hält Hofer fest und spricht sich
dafür aus, dass der Bund Maßnahmen zur Beseitigung von Barrieren
effektiv unterstützen sollte, um sie auch für Privatpersonen besser
leistbar zu machen.

Hierfür schlägt der freiheitliche Behindertensprecher die
Wiedereinführung des Handwerkerbonus und dessen Öffnung für die
Privatwirtschaft vor. Bisher war der Handwerkerbonus nur für
Privatpersonen vorgesehen, die Wohnraum renovieren, erhalten oder
modernisieren. Der Handwerkerbonus bringe – wie dies beispielsweise
auch vom Linzer Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider
bestätigt wird – dem Staat wesentlich mehr Einnahmen als er an
Förderungen auszahlen müsste. Zudem würde er Investitionsanreize und
neue Arbeitsplätze schaffen und der Schwarzarbeit entgegenwirken.
„Die Bundesregierung ist gefordert, die Umsetzung der
Barrierefreiheit, die jedermann zugutekommen kann, in Österreich
voranzutreiben und muss dafür auch die entsprechenden
Rahmenbedingungen schaffen“, schließt Hofer.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel