• 26.01.2016, 09:56:07
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Markus Meyer von ORF-Hörspiel-Jury zum „Schauspieler des Jahres 2015“ gewählt

Wien (OTS) - Markus Meyer wurde von der ORF-Hörspiel-Jury zum
„Schauspieler des Jahres 2015“ gekürt. Die Ehrung wird im Rahmen der
„Ö1 Hörspiel-Gala“ am 26. Februar im Wiener ORF-RadioKulturhaus
stattfinden.

Seit 1997 wählt eine Fachjury aus ORF-Hörspielregisseurinnen und
-regisseuren die Schauspielerin oder den Schauspieler des Jahres.
Diesmal fiel die Wahl auf Markus Meyer „für seine Vielseitig und
Wandlungsfähigkeit, seine Experimentierfreude und seine Fähigkeit,
durch die Stimme Geschichten zu vermitteln und Räume zu öffnen“, so
die Jury. Die Ehrung des „Schauspielers des Jahres 2015“ wird einer
der Höhepunkte der „Ö1 Hörspiel-Gala“ am 26. Februar im
RadioKulturhaus sein, die Laudatio hält der Theater- und
Filmschauspieler Gerd Wameling.

Markus Meyer wurde 2004 von Andrea Breth für ihre Inszenierung von
„Die Katze auf dem heißen Blechdach“ nach Wien ans Burgtheater
geholt. Zur Zeit ist der 44-Jährige am Burgtheater in Molières „Der
eingebildete Kranke“, in Oscar Wildes „Dorian Gray“, in Eugène
Labiches „Die Affäre Rue de Lourcine“ und in Peter Turrinis „Bei
Einbruch der Dunkelheit“ zu sehen. „Schauspieler wollte ich immer
schon werden, aber ich habe mich nicht getraut“, sagt Meyer. Das war
auch der Grund, warum der gebürtige Deutsche zunächst an der
Universität Hannover Biochemie studierte und mit Auszeichnung
abschloss. Danach erst – mit Mitte Zwanzig - begann er seine
Schauspielausbildung in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst
„Ernst Busch“. „Ich fühle mich auf der Bühne beschützt – immer schon,
auch im Schülertheater. Ich war ein eher ängstliches Kind, aber auf
der Bühne war meine Schüchternheit dann weg – die Bühne war und ist
immer ein besonderer, ein geschützter Raum für mich.“ Die Möglichkeit
der Verwandlung, der Wandelbarkeit, das ist Markus Meyer besonders
wichtig. „Wenn jemand zu mir sagt: ‚Ich habe dich die ersten Minuten
nicht erkannt‘, dann ist das für mich ein sehr großes Kompliment. …
Es gibt Schauspieler, die sich gern selbst darstellen; dieses
Bedürfnis hab‘ ich überhaupt nicht, weil ich gar nicht weiß, welches
Destillat von mir ich da auf die Bühne stellen sollte.“

Jemanden nur mit der Stimme in eine ganz eigene Welt führen zu
können, das hat Meyer schon immer fasziniert: „Ein guter Erzähler ist
für mich genauso beeindruckend wie ein guter visuell agierender
Schauspieler, wenn nicht sogar beeindruckender.“ Für Ö1 hat
Burgtheater-Ensemblemitglied Markus Meyer in den letzten Jahren in
vielen und sehr unterschiedlichen Hörspielen mitgewirkt, zuletzt war
er in Robert Woelfls „Neues Leben im falschen“, in „Eine Wiener
Romanze“ von David Vogel, in „Marie. Ein Fall“ von Susanne Ayoub, in
„MANIFEST 44“ von FALKNER und in „@LOVE“ von Patricia Josefine
Marchart zu hören. Markus Meyers Interesse am und seine besondere
Liebe zum Hörspiel stammen aus seiner Kindheit. Er ist noch mit
Schallplatten und Hörspielkassetten groß geworden, am liebsten war
ihm die Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“. „Da bin ich vollkommen
abgetaucht in den Kosmos der drei Detektive.“ Meyer schätzt die
Arbeit im Hörspielstudio sehr. Im Unterschied zum Theater, wo man
meist acht, manchmal bis zu zwölf Wochen Zeit hat, um ein Stück zu
erarbeiten, sind es beim Hörspiel nur wenige Tage. Aber: „Es gibt bei
der Hörspielarbeit fast immer eine tolle Stimmung; alle kommen
vorbereitet ins Studio, und dann arbeitet man konzentriert, genau und
– dadurch – gut gelaunt; es ist eine sehr produktive, ökonomische
Form“, so Meyer. Seine Grundhaltung: „Ich entwerfe für mich immer ein
genaues Bild der Figur, die ich spreche; ich weiß - für mich - wie
meine Figur aussieht, wie sie angezogen ist, wie sie sich bewegt, was
sie fühlt; ich sehe auch genau die Szenerie, in der die jeweilige
Situation stattfindet, und das alles versuche ich dann beim Sprechen
in meiner Stimme mitschwingen zu lassen.“

Am 26. Februar wird Meyer als „Schauspieler des Jahres 2015“ im
RadioKulturhaus geehrt und folgt damit bisher Ausgezeichneten wie
Rudolf Wessely, Michou Friesz, Martin Schwab, Bibiana Zeller, Peter
Simonischek, Peter Matic, Andrea Clausen, Erwin Steinhauer, Chris
Pichler, Elisabeth Orth, Cornelius Obonya, Gerti Drassl, Joachim
Bißmeier, Markus Hering und Petra Morzé. Nähere Informationen zum
Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at. (ih)

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