Ausstellungseröffnung "Vertriebene und Verbliebene erzählen. Tschechoslowakei 1937 - 1948"

Pressegespräch: Dienstag, 9. Februar 2016, 11 Uhr Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15, 1080 Wien

Wien (OTS) - Das Volkskundemuseum Wien fokussiert sein Programm im Jahr 2016 auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir zeigen drei Ausstellungen, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Rezeption und die Folgen dieser Katastrophe blicken. Alle Ausstellungen arbeiten mit den Topoi Erinnerung, Vergessen und Interpretation von Geschichte – ein herausforderndes Handlungsfeld für Ethnographie und historische Anthropologie.

„Vertriebene und Verbliebene erzählen. Tschechoslowakei 1937 - 1948“ (10.2. - 10.4.2016) widmet sich den Vertreibungen, die in der Tschechoslowakei unmittelbar vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg stattfanden. Videointerviews verfolgen diese konfliktreiche Geschichte bis weit ins 20. Jahrhundert und in die Gegenwart. Die Ausstellung wird von einem Kommunikations- und Veranstaltungsprogramm für Schulen, universitäre und andere Gruppen begleitet. InterviewpartnerInnen werden als ZeitzeugInnen eingebunden. Pressetext und Fotomaterial finden Sie unter www.volkskundemuseum.at/presse

„SchwarzÖsterreich. Die Kinder afro-amerikanischer Besatzungssoldaten“ (27.4. - 21.8.2016) beschäftigt sich mit der vergessenen Geschichte der ersten afro-österreichischen Generation. Das sind jene Kinder von Österreicherinnen und afro-amerikanischen GIs, die in den Jahren 1946-1956 geboren wurden. Mittels Interviews und historischer Quellenrecherche werden deren Biographien bis in die Gegenwart verfolgt.

Die dritte Ausstellung dieses Jahres „Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg“ (14.10.2016 - 19.2.2017) greift bei ihrer Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg auf private Fotobestände zurück. Mittels Fotoalben von Wehrmachtssoldaten wird ein Blick auf die problematische Wahrnehmung der „Fremde“ geworfen. Diese Alben, die sich zum Teil bis heute in Privatbesitz befinden und ein spezifisches Licht auf Familiengeschichten werfen können, werden hier in ihren komplexen inhaltlichen Verflechtungen gezeigt.

Mit „50 Jahre jugoslawische GastarbeiterInnen“ meldet sich im September der Verein JUKUS wieder zurück in das Volkskundemuseum. Nach „Avusturya! Österreich!“ 2014 steht nunmehr die ehemals jugoslawische Arbeitsmigration im Blickpunkt einer mobilen Schau.
Im November machen wir einen Schwenk in das Brauchtum rund um den Pinzgauer Perchtentanz. Die Installation „Matthias“ Tresterer:
KUNST-ORT-BRAUCH des Künstlers Thomas Hörl steht im Zentrum dieser Schau.

Wir freuen uns auf Sie!

Pressegespräch zur Ausstellungseröffnung "Vertriebene und Verbliebene
erzählen. Tschechoslowakei 1937 - 1948"


Datum: 9.2.2016, 11:00 - 12:30 Uhr

Ort:
Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15, 1080 Wien

Url: www.volkskundemuseum.at

Rückfragen & Kontakt:

Barbara Lipp
barbara.lipp@volkskundemuseum.at
T: +43 650 974 23 07

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