Große Völker der Geschichte: „Die Wikinger“ im „Universum History“-Porträt

Am 22. Jänner im 22.40 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Im Mittelpunkt der dritten und letzten Folge des neuen „Universum History“-Dreiteilers „Große Völker der Geschichte“ von Cristina Trebbi (Bearbeitung: Rosemarie Pagani-Trautner) stehen am Freitag, dem 22. Jänner 2016, um 22.40 Uhr in ORF 2 die Wikinger aus dem hohen Norden Europas. Für rund 250 Jahre – von ca. 800 bis 1050 nach Christus – sind sie fixer Bestandteil auf der Bühne des Weltgeschehens. Andere Völker, etwa die Griechen oder Römer, haben zwar über einen längeren Zeitraum hinweg geherrscht – dennoch haben auch die Wikinger der Nachwelt ein reichhaltiges Erbe hinterlassen:
So gründeten sie zahlreiche Städte und Länder, pflegten Handel bis nach Vorderasien und betraten lange vor Kolumbus amerikanischen Boden.

Die Heimat der Wikinger ist der Hohe Norden, es sind die Küsten Skandinaviens, eine raue und unwirtliche Gegend. In die Geschichte eingegangen sind die Wikinger als Seefahrer und Räuber. Den Beginn der sogenannten Wikingerzeit markiert ihr Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne im Jahr 793. Laut Überlieferung drangen die Nordmänner in das Kloster ein, töteten oder versklavten die Mönche und brachten die geraubten Klosterschätze in ihre skandinavische Heimat. Dieser Überfall gilt als Auftakt der Wikingerzeit, von nun an gehen sie regelmäßig auf Beutezug und versetzten ganze Landstriche entlang der Küsten bis weit in den Süden Europas in Angst und Schrecken.

Die Wikinger waren exzellente Seefahrer und Schiffbauer. Mit ihren Handels- und Kriegsschiffen waren sie imstande, weite Strecken über das offene Meer zurücklegen. Als erste segelten sie über den Nordatlantik bis nach Grönland. Und der Wikinger Leif Eriksson betrat bereits um das Jahr 1000 als erster Europäer den Boden Nordamerikas – Jahrhunderte vor Christoph Kolumbus, dem vermeintlichen Entdecker Amerikas. Doch die Wikinger reisten nicht nur zur See, auch auf dem Landweg drangen sie bis in ferne Gegenden vor. So zogen sie von der Ostseeküste des Baltikums bis nach Byzanz und weiter in den Vorderen Orient, um Handel mit Fellen, Waffen und Bernstein zu treiben. Und sie entdeckten ein höchst lukratives Geschäftsfeld – den Sklavenhandel.

Um das Jahr 1050 verlassen die Wikinger die Bühne europäischer Politik wieder. Aber sie hinterlassen ein großes Erbe: Norwegen, Schweden und Dänemark, die Normandie in Frankreich und auch Russland gehen auf die Nordmänner zurück. Friedrich II., der deutsche Stauferkönig, hatte Wikinger-Blut in seinen Adern und Wilhelm der Eroberer, König von England, ist ein direkter Nachfahre der Wikinger. Wo immer sich das Volk der Wikinger niedergelassen hatte, wurde es assimiliert. Auf diese Weise wurden aus einst heidnischen Nordmännern am Ende christliche Europäer, die sich taufen ließen, sesshaft wurden und einen christlichen Gott anbeteten.

Um die aufregende Geschichte der Wikinger adäquat nachzeichnen zu können, greift „Große Völker der Geschichte“ auf aufwendig gefilmte Spielszenen und fundierte Aussagen von zwei Historikern – unter ihnen der österreichische Skandinavist Rudolf Simek – zurück.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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