- 21.01.2016, 09:45:17
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FPÖ-Hofer vermisst weiterhin Akzente am Arbeitsmarkt für behinderte Menschen
Auch in Gleisdorfer Deklaration werden konkrete Schritte gefordert – Zuwarten bis 2017 ist nicht akzeptabel
Utl.: Auch in Gleisdorfer Deklaration werden konkrete Schritte
gefordert – Zuwarten bis 2017 ist nicht akzeptabel =
Wien (OTS) - Kürzlich wurde von der Dachorganisation der
Behindertenverbände (ÖAR) im Beisein von Behindertenanwalt Dr. Erwin
Buchinger die Deklaration „Chancenlos – trotz Chancengleichheit“ an
Sozialminister Hundstorfer überreicht. 220 Fachleute kritisieren in
dieser so genannten Gleisdorfer Deklaration die in den letzten Jahren
überproportional steigende Arbeitslosenquote bei Menschen mit
Behinderungen und präsentieren darin ihre Forderungen und konkreten
Schritte zur Eindämmung dieser dramatischen Entwicklung. Noch immer
ist der Anteil der in Österreich beim Arbeitsmarktservice (AMS)
vorgemerkten Menschen mit Beeinträchtigungen doppelt so hoch, wie der
generelle Arbeitslosenanteil unter der Bevölkerung.
Der freiheitliche Behindertensprecher und Dritte Präsident des
Nationalrates Ing. Norbert Hofer weist seit Jahren auf diesen
unhaltbaren Zustand hin und vermisst weiterhin Akzente der
Bundesregierung am Arbeitsmarkt für behinderte Menschen. Hofer: „Noch
immer werden vor allem junge behinderte Menschen, die in
Lehrwerkstätten arbeiten, mit einem Taschengeld abgespeist und haben
damit nicht die Chance, ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben
zu führen. Auch Menschen mit Behinderungen haben ganz klar ein
Anrecht auf Lohn, weil sie auch ihre Leistung erbringen. Hier
verstößt Österreich noch immer gegen die Bestimmungen der
UN-Behindertenrechtskonvention und erfüllt seine Verpflichtungen
nicht.“
„Seit langem fordere ich, dass Menschen in Lehrwerkstätten nicht nur
sozialrechtlich abgesichert, kranken- und pensionsversichert werden,
sondern auch eine Entlohnung bekommen, die in der Höhe der
Mindestsicherung angesiedelt sein muss“, moniert Hofer und verweist
auf seine diesbezüglichen parlamentarischen Initiativen und den
freiheitlichen Ansatz der progressiven Ausgleichstaxe zur
Gegensteuerung. Die Ankündigung von Noch-Sozialminister Hundstorfer,
„die Reduktion der Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen
als Ziel des Arbeitsmarktservice (AMS) ab 2017 zu verankern“,
erscheint dem freiheitlichen Behindertensprecher zu als halbherzig
und nicht akzeptabel: „Behinderte arbeitslose Menschen sind ohnehin
schon benachteiligt genug und haben es daher nicht verdient, weiter
vertröstet zu werden“.
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